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Klimawandel und Tropenwälder

Klimawandel - Was ist das eigentlich?

Klimawandel ist die Sache, von der wir unsern Enkeln erzählen werden, dass wir von nix was wussten, so wie unsre Omas und Opas mit dem Hitler und den Juden. Sonst hätte man ja was getan.
Das Klima (Temperatur, Regen usw.) auf der Erde unterlag schon immer verschiedenen Schwankungen. Diese Veränderungen gingen aber immer sehr langsam vor sich, also über Jahrhunderte bzw. Jahrtausende. Forscher haben herausgefunden, dass der Klimawandel jetzt aber sehr viel schneller abläuft. Als Ursache für diesen schnellen Wandel wird von den Wissenschaftlern die Verstärkung des Treibhauseffekts durch den Menschen gesehen. Der Treibhauseffekt ist eigentlich ein natürlicher Prozess. Am einfachsten kann man sich diesen Effekt mit einem Gewächshaus vorstellen. Das Licht von der Sonne kommt fast ungehindert durch die Glasscheiben in das Gewächshaus und wärmt mit seiner Energie die Pflanzen und den Boden auf. Die entstandene Wärme – langwellige Infrarotstrahlung – kann aber durch die Glasscheiben nur ganz langsam wieder raus. So heizt sich das Glashaus über die Zeit auf.
Auf unserem Planeten passiert etwas sehr ähnliches, nur dass es keine Glaskugel, sondern eine Gasschicht – die Atmosphäre - um die Erde herum gibt. Manche dieser Gase haben aber genau die Wirkung wie die Glasscheiben des Gewächshauses. Der natürliche Treibhauseffekt ist für die Pflanzen und Tiere unverzichtbar, weil durch ihn die Durchschnittstemperatur der Erde angenehme 15°C beträgt. Gäbe es den Effekt nicht, würde die durchschnittliche Temperatur der Erde -18°C sein.

Die Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass der Mensch den Treibhauseffekt ungünstig verstärkt. Durch viele Sachen, die wir als moderne Menschen tun, erhöhen wir den Anteil von bestimmten Treibhausgasen in der Atmosphäre. Am schlimmsten ist die Erhöhung der Werte beim Kohlendioxid CO2. Kohlendioxid entsteht bei allen Verbrennungen von biologischer Substanz (Benzin, Öl, Holz, Erdgas usw.), also zum Beispiel beim Autofahren, Flugzeugfliegen, Heizen, bei der Herstellung von elektrischem Strom und bei Brandrodungen. Das zweite wichtige Treibhausgas, dessen Anteil wir Menschen unnatürlich erhöhen, ist das Methan CH4. Es entweicht aus Kohlegruben, Reisfeldern, Mülldeponien, Kühen und bei der Trockenlegung von Sumpf- und Torfgebieten. Die Menge, um die wir Menschen den Anteil an Methan erhöhen, ist zwar nicht so groß wie beim Kohlendioxid, dafür ist aber Methan - bei der gleichen Menge - als Treibhausgas ungefähr 23 mal so wirksam wie CO2.
Nach den neuesten Berechnungen wird die Temperatur 2050 um 2,5°C bis 4,5°C höher sein.

Jetzt fragt ihr vielleicht: Was soll daran denn so schlimm sein? Warm ist doch schön! Jeder mag doch den Sommer!
Aber so schön die Klimaerwärmung auf den ersten Blick sein mag, sie hat für viele Tiere und Pflanzen schlimme Folgen. Weil sie auf eine Region spezialisiert sind, können sie nicht wie Menschen genauso gut in den Tropen oder Alaska überleben. Eine weitere Folge der Erwärmung ist, dass der Meeresspiegel steigen wird, weil das Eis an den polaren Gebieten und auf den Bergen schmilzt.

Meerinseln, flache Küstenregionen und Länder wie Holland und Florida sind dann von Überflutungen bedroht. Durch die Veränderung der Temperatur und des Wasserkreislaufes wird sich wahrscheinlich auch das Wetter verändern. Die Auswirkungen sollen aber regional sehr unterschiedlich werden. An manchen Orten wird es heißer und sehr trocken werden, an anderen dafür wird es sehr viel mehr regnen. Wahrscheinlich werden auch Katastrophen wie Stürme, Orkane, Fluten und Tornados häufiger.  

Was kannst du tun, um das Klima zu retten?

  1. Energie sparen, denn das verringert den Ausstoß von CO2 bei der Energieerzeugung: also Stand-By-Geräte ganz ausschalten. Noch besser: nicht benutzte Geräte ausstecken. Energiesparlampen benutzen.
  2. Fossile Energie vermeiden: Mehr regenerative Energien einsetzten (Windkraft, Sonnenenergie - hier hilft nur eins: den Stromanbieter zu einem mit Ökostrom wechseln). Weniger Auto fahren und am besten mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen.
  3. Tropenwälder schützen, denn die Zerstörung der Tropenwälder führt bereits heute zu einem gigantischen CO2-Ausstoß von 20% der weltweiten CO2-Emissionen!
  4. Neue Wälder pflanzen, denn diese binden CO2 in ihrer Biomasse. Ein Hektar neuer Wald in Guatemala zieht z.B. bis zu 29 Tonnen CO2 jährlich aus der Luft. (Hier findest du Informationen über unser Kinder-Patenschaftsprojekt in Guatemala, bei dem Kahlschlagflächen wieder aufgeforstet werden!)

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