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22.02.2017

„Wälder schützen Wasser“ - Projekt erfolgreich abgeschlossen

Die Dominikanische Republik ist Heimat für eine unglaubliche Vielfalt an Ökosystemen- von Nebelwäldern hoch im Gebirge bis hin zu Mangrovenwäldern an der Küste. Mehr als 1000 Flüssen durchziehen zudem die Insel und prägen das Landschaftsbild. Ausreichend Wasser, um auch die Bevölkerung zu versorgen, sollte man meinen!? Tatsächlich kommt es jedoch immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung. OroVerde nahm sich diesen Problemen an und startete im Jahr 2015 gemeinsam mit der Partnerorganisation vor Ort „Centro Naturaleza“ das Projekt „Wälder schützen Wasser“.

Der Rio Mao im Nationalpark der Dom Rep

Das Projekt "Wälder schützen Wasser" hat dazu beigetragen, dass der Rio Mao als wichtige Wasserquelle im Nationalpark besser geschützt ist.

In dem Manolo Tavaréz Justo Nationalpark im Nordwesten des Landes entspringt der Fluss Mao. Er liefert der Bevölkerung vor Ort nicht nur Trinkwasser, sondern ermöglicht auch die Bewässerung in der Landwirtschaft. So ist die Wasserversorgung der gesamten Region vom Mao und damit letztlich auch vom Manolo Tavaréz Justo Nationalpark abhängig. Der Park ist jedoch durch die Folgen des Klimawandels und die menschlichen Einflüsse der Bevölkerung vor Ort gefährdet. Illegaler Holzeinschlag, Entwaldung für Obstplantagen, Überweidung und Brandrodung zerstörten immer mehr das Gleichgewicht des Ökosystems. Die Folgen waren verheerend: Der Grundwasserspiegel sank, Dürren nahmen zu, Regenfälle führten zu Überschwemmungen und Ernteerträge fielen aus. 

Umweltbewusstsein fördern

Der Schwerpunkt des Projektes lag auf der Öffentlichkeitsarbeit und der Sensibilisierung für den Zusammenhang von Wald- und Wasserschutz. Über den Einsatz verschiedener Medien wurde eine breite Masse erreicht. Besonders die Bevölkerung vor Ort und die politischen Entscheidungsträger wurden über Wasserschutz und die Folgen für die Gemeinden aufgeklärt. Beinahe 50 Veranstaltungen und Workshops mit insgesamt über 1000 Teilnehmenden informierten die Öffentlichkeit über nachhaltigen Wasserkonsum im Haushalt und in der Landwirtschaft. Sechs verschiedene Flyer über das Projekt, den Nationalpark und Wasserschutz, -versorgung und -einsparung wurden erstellt und verbreitet. Auch in Radio und Fernsehen war das Projekt präsent: In 5 Beiträgen im Radio und 8 im Fernsehen wurde das Thema von Fachleuten diskutiert, womit schätzungsweise insgesamt 400.000 Menschen erreicht wurden. 10.840 Mal wurde ein Werbespot zum Projekt im Radio gesendet, 1.080 Mal ein Spot im Fernsehen.

Ein toller Erfolg für dieses Projekt, besonders da moderne und neue Medien genutzt werden konnten, um Wasser- und Regenwaldschutz voran zu treiben.

Unsere Partnerorganisation „Centro Naturaleza“ führte zudem eine detaillierte Studie im Nationalpark durch, um die ökologische und ökonomische Situation vor Ort zu untersuchen. Auf dieser Grundlage wurde ein nachhaltiger Managementplan erstellt und dem dominikanischen Umweltministerium vorgelegt. OroVerde hofft, dass diese Empfehlungen in Zukunft umgesetzt werden, damit im Bereich Wasser- und Regenwaldschutz noch viel erreicht wird. 

Langfristige Erfolge

Der wohl größte Erfolg des Projektes bestand in der Sensibilisierung der Bevölkerung. So konnten über Informationsveranstaltungen, Workshops, Materialien und Medienbeiträge Tausende von Menschen im Nordwesten der Insel erreicht werden.
Besonders die Informationsmaterialien können auch nach Abschluss des Projektes weiterverwendet und im Bereich der Umweltbildung in Schulen eingesetzt werden. Auch in Radio und Fernsehen wird das Thema weiterhin behandelt und bringt so hoffentlich auch den Regenwaldschutz voran.
Doch hier endet die Arbeit von OroVerde in der Dominikanischen Republik nicht: Seit Januar 2015 arbeiten wir gemeinsam mit „Centro de la Naturaleza“ mit den Gemeinden vor Ort zusammen, um zusätzlich einen nachhaltigen Anbau von Bio-Kaffee und –Kakao zu ermöglichen. Auch in diesem Rahmen können die entwickelten Materialien und Kooperationen weiterhin genutzt werden. Genauere Informationen zu diesem zweiten Projekt finden Sie hier.

                                                                                                                                                                      Dieses Projekt wurde gefördert von:

 

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