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Es hat sich was getan...

Der Aktionsplan:
OroVerde konnte in Honduras sinnvoll auf die Erfahrungen und Erfolge der vorangegangenen Projekte aufbauen und integrierte 4 Projektkomponenten zu einem umfassenden Schutzkonzept für den Regenwald. 

In der Modellfinca im Regenwald lernten die Bewohner nachhaltige Anbaumethoden kennen.
Nachhaltige Anbaumethoden ©Patuca e.V.
In Baumschulen mitten im Regenwald wurden Setzlinge herangezogen.
Setzling in Baumschulen ©B. Baumgartner
Holzsparende Öfen verringern den Nutzungsdruck auf den Regenwald.
Effiziente Holzöfen ©K. Klewer

1.   Ökologischer Kakaoanbau im Regenwald

Besonders beim Kakaoanbau schritt das Projekt schnell voran: 100 Kleinbauern wurden in Kursen intensiv in ökologischen Anbaumethoden für den Regenwald geschult. Ihr neu erlangtes Wissen konnten sie für das Anlegen der Kakaoparzellen und die Pflanzung der jungen Bäume gut gebrauchen. Die Setzlinge waren bereits in den neu errichteten Baumschulen vorgezogen worden. Für die Anlage in sogenannten Agroforstsystemen wird der Kakao in Mischkulturen unter schattenspendende Bananenstauden, Frucht- und Waldbaumarten angepflanzt. Es wurden 8 lokale Experten fortgebildet, die ihre speziellen Kenntnisse und Erfahrungen langfristig den Kleinbauern zur Verfügung stellen und die Entwicklungen vor Ort begleiten.

„Bei uns werden die Zwischenhändler nicht umsonst „Coyotes“ (Kojoten) genannt. Wir arbeiten und sie stecken sich den Großteil des Gewinns ein“, klagte einer der Kleinbauern im Gespräch. Damit die Bauern für ihren Kakao und Kaffee faire Preise erzielen, wurde damit begonnen, ein Konzept zur Produktion und Vermarktung zu entwickeln. Ziel war es, mit den Bauern einen Fahrplan zum Aufbau einer Vermarktung zu erarbeiten. Andere Kakaobauern der Region hatten sich bereits zu einer Kooperative zusammengeschlossen, denn nur solche sind interessant für die großen Kakao-Ankäufer.

2.   Lokales Wassermanagement

Die Trinkwasserversorgung in den 8 Gemeinden erfolgte allgemein aus Oberflächengewässern. Dort, wo die wichtigen Waldbereiche in den Hochlagen der lokalen Wassereinzugsgebiete gerodet wurden, hatten die Dörfer Probleme mit ihrer ganzjährigen Trinkwasserversorgung. Für Wassereinzugsgebiete wurden gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden Schutzgebietspläne erarbeitet.

3.   Ernährung und Gesundheit

Energieeffiziente Kochherde reduzieren den Holzverbrauch um bis zu zwei Drittel. Ein weiteres Plus: Gesundheitsschädliche Rauchgase in der Küche gehören nun der Vergangenheit an. In 100 Haushalten wurden holzsparende Kochherde installiert. Vor allem die Frauen, die viel Zeit in der Küche arbeiten, waren begeistert. Um die Gesundheit der Menschen zu verbessern, musste auch das Risiko für Verunreinigungen und Infektionen im Wohnumfeld vermindert werden. Dazu erhielten zahlreiche Haushalte Latrinen mit begleitenden Hygieneschulungen. Außerdem wurden die Familien in der Anlage von Hausgärten und Verwendung von lokalen Nutzpflanzen geschult. Dadurch konnten sie ihre zumeist auf Bohnen und Mais basierende Ernährung verbessern. Ende 2013 fanden Seminare statt, in denen die Frauen die Zubereitung lokaler Obst- und Gemüsesorten vorgestellt wurden. 

4.   Umweltbildung im Regenwald

Das geringe Bildungsniveau der lokalen Bevölkerung und die fehlenden Kenntnisse über den Naturraum Regenwald tragen zur Waldzerstörung bei. Ein Umweltprogramm half dabei, das wichtige Thema Waldschutz als Unterrichtsthema in den Schulen des Nationalparks zu etablieren. Dazu fand 2013 ein erster Lehrer-Workshop statt, an dem 10 Lehrer der acht Schulen teilnahmen. 

Die Projektbestandteile:

  • Waldschutz, Wiederaufforstung & Regeneration von degradierten Flächen in den Wassereinzugsgebieten
  • Erarbeitung & Druck von Unterrichtsmaterialien für die Schulen
  • Bau von holzsparenden Kochherden
  • Ökologischer Kakao-& Kaffeeanbau und Weiterbildungen für die Multiplikatoren und Leiter der Kleinbauerngruppen
  • Bepflanzung der Kakaoparzellen
  • Entwicklung eines „Fahrplans“ für die Kleinbauern zum Aufbau einer Vermarktung

Spendenkonto

OroVerde
IBAN:DE20550205000008310004
BIC:BFSWDE33MNZ
Bank für Sozialwirtschaft

USt-IdNr.: DE171686070