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Frauenprojekt und Wiederaufforstung

Das Projektgebiet befindet sich im Raja Ampat-Archipel vor der Küste West-Papuas. Wissenschaftler zählen dieses Archipel zu den artenreichsten Naturlandschaften der Erde. Und ist eines der letzten Rückzugsgebiete für 700 Vogel- und Säugetierarten - darunter das vom Aussterben bedrohte Baumkänguru, zahlreiche gefährdete Paradiesvögel und der endemische Tüpfelkuskus.

Vor allem der illegale Holzeinschlag, Armut, Straßen- und Infrastrukturausbau, Rohstoffgewinnung, Bergbau sowie der unkontrollierte Tourismus gefährdet die Region stark.  

Die Ausgangssituation

Oft finden die Bewohner des Archipels keine andere Lösung als ihren Unterhalt oder die Schulbildung ihrer Kinder durch die Mitarbeit im illegalen Holzhandel zu finanzieren. Denn täglich werden tonnenweise illegal eingeschlagene, wertvolle Tropenhölzer auf riesigen Loggingschiffen aus dem Archipel geschifft.

Die Frauen des Raja Ampat Archipels sind hier zu den wichtigen Alliierten im Schutz des Tropenwaldes geworden und leisten durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Wiederaufforstung der Insel der Paradiesvögel.

Projektziele und –maßnahmen

Das Frauenprojekt zielt zum einen auf alternative Einkommensquellen durch die Herstellung von traditionellem Handwerk ab, wie Hüten, Körben, Taschen und Rattan-Matten aus natürlichen Rohstoffen. Der Vertrieb der Produkte erfolgt auf lokalen Märkten. Zum anderen sind die Frauen die treibende Kraft bei der Wiederaufforstung von degradierten Flächen. Sie ziehen einheimische Baumarten in Baumschulen nahe ihrer Dörfer, pflegen sie und versorgen sie auch nach der Pflanzung. Innerhalb beider Projekte haben die Frauen einen Weg gefunden, ihr Wissen über die Natur gewinnbringend einzusetzen. 

In Zusammenarbeit mit der Organisation ECOPAPUA vor Ort wurden den Frauen Fortbildungen ermöglicht, in denen der Zusammenhang zwischen Tropenwaldschutz und der Zukunft der Dörfer verdeutlicht wird, und in denen sie lernten, produktiver und gewinnbringender ihre Handarbeiten herzustellen und ihre Einnahmen besser verwalten zu können. Nach Abschluss dieser Workshops steigerten sich die Einnahmen der Frauen meist um ein Vielfaches. Dadurch hatten sie die finanziellen Mittel, ihren Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen und darüber hinaus die Lebensqualität der gesamten Familie zu verbessern, ohne wertvolle Ressourcen des Regenwaldes verkaufen zu müssen.

Ergebnisse

Diese Bildungsmaßnahmen, die Einsicht in den Wert des Waldes und das erhöhte Einkommen der Frauen erreichten, dass die Bevölkerung keine Holzfirmen mehr unterstützen und diese sich weitgehend aus dem Schutzgebiet zurückgezogen haben.

Die Frauen selbst erstellten Landnutzungspläne, um die vorhandenen, natürlichen Ressourcen (hauptsächlich für ihre Handarbeiten) nachhaltig zu bewirtschaften, und erarbeiteten Lösungsansätze, die fortschreitende Naturzerstörung aufzuhalten.

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Projektgebiet

Projektdauer

2006 -2010

OroVerde-Schirmherrin des Frauenprojektes ist die Bestsellerautorin Sabine Kügler, die einen Großteil ihrer Kindheit im Dschungel von West-Papua verbracht hat.