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Der tropische Regenwald im Norden Guatemalas gehört zu den artenreichsten und am stärksten gefährdeten Ökosystemen der Welt. Der Nationalpark Sierra del Lacandón umfasst 202.865 ha, und bietet Schutz für bedrohte Arten wie den Hellroten Ara und den Jaguar.

Projektbeschreibung

Bedingt durch Siedlungsausweitungen, Brände, illegalen Holzeinschlag und Viehwirtschaft ist die Abholzungsrate im Regenwald im Norden von Guatemala sehr hoch. Die Finanzierung für einen effektiven Schutz des Nationalparks aus staatlichen Mitteln ist unzureichend.

Die Ziele des Projektes „Lacandón – Wälder sind Leben" lassen sich in drei Bereiche zusammenfassen:

  • Die Reduzierung der Entwaldung, u.a. durch Waldschutz- und Wiederaufforstungsaktivitäten und verbesserte Kontrolle des Nationalparks
  • Die Einrichtung von Mechanismen zum Erhalt der Biodiversität im Regenwald
  • Die Stärkung der lokalen Entwicklung, etwa durch Förderung alternativer Einkommensquellen

Das Projekt versucht als Pilotvorhaben die Potentiale der Implementierung von Wald- und Klimaschutzprojekten zu bestimmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Bewertung der Machbarkeit von Waldklimaprojekten.
Neben diesen lokalen Maßnahmen werden auch auf nationaler und internationaler Ebene Projektaktivitäten durchgeführt. Hierbei geht es um die Förderung von Dialogen zur Entwicklung und Umsetzung konkreter Kriterien insbesondere zum Biodiversitätsschutz und zur Beteiligung der lokalen Bevölkerung in Wald- und Klimaschutzprojekten. Die innovativen Ansätze und Erfahrungen der lokalen Projektumsetzung sollen so in nationale und internationale Regelungen zu Regenwald- und Klimaschutz einfließen.  

Projektförderung

Durch eine Förderung der Europäischen Union (EU), der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) werden für dieses Projekt bis auf weiteres keine Spenden benötigt.