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Die Basis: Projektarbeit in Guatemalas Regenwäldern

Bereits seit 2003 arbeitet OroVerde mit der Partnerorganisation den "Defensores de la Naturaleza" für den Tropenwaldschutz in Guatemala zusammen und profitiert von jahrelanger Erfahrung in den 3 Projektgebieten. Die Bevölkerung der Gemeinden, in denen das Projekt durchgeführt wird, lebt im und vom Regenwald. Wichtig ist es jetzt, mit ihnen langfristig alternative Einkommensquellen zu entwickeln, um den Schutz des Regenwaldes voran zu treiben und die Zerstörung der noch intakten Regenwälder zu verhindern. 

Wiederaufforstung und Agroforst

Insgesamt wird im Laufe des Projektes die Regenerierung von 900 ha Wald in und direkt um die Gemeinden gefördert. Dabei ist die Wiederaufforstung von Kahl- und Sekundärwaldflächen genauso geplant wie die Anlage von Agroforstsystemen, in denen eine Vielzahl von unterschiedlichen Arten an Nutzbäumen unter Schatten spendenden Bäumen wachsen kann. Am Ende des Projektes sollen 3000 ha an Wald, der in den Gemeinden besteht, nachhaltig genutzt werden können. 500 ha an Wald und Agroforstsystemen, die in den Gemeinden vorhanden sind, sollen von der Bevölkerung nachhaltig bewirtschaftet werden können. In allen Punkten wird dabei besonders viel Wert auf das Monitoring der Aktivitäten gelegt. Fragen wie "Welche Auswirkungen hat die Nutzung der Produkte aus dem Wald speziell auf die Kernzonen der Schutzgebiete?" stehen dabei im Mittelpunkt.

Monitoring des Waldes

Das systematisierte Monitoring soll vor allem zu weniger Abholzung, weniger Waldbränden und zu einer Verringerung der illegalen Entnahmen von Holz- und Nichtholz-Produkten führen. Das komplette Monitoring-System beinhaltet auch, dass z.B. regelmäßig Patrouillen im Wald stattfinden. Auch Fotofallen nehmen im Projektgebiet regelmäßig spannende Bilder auf. Seltene Tierarten wie der Jaguar können so besser geschützt werden und illegale Handlungen wie z.B. Wilderei können schneller aufgeklärt werden. Die speziell für dieses Monitoring entwickelte App soll überarbeitet und systematisch verwendet werden.                                       

Wertschöpfungsketten, Vermarktung und Gemeindeentwicklung

Um die Produkte der nachhaltig genutzt Flächen für die nationale sowie internationale Vermarktung nutzen zu können, werden insgesamt 4 verschiedene lokale Modelle zum Anbau, der Verarbeitung, sowie der Vermarktung der Produkte erstellt. Mehrere Gruppen aus den 30 Gemeinden vor Ort werden in die Lage versetzt im Laufe des Projektes ihre Produkte zu fairen Preisen zu verkaufen. Außerdem werden Studien zu den Wertschöpfungsketten durchgeführt. Durch eine kontinuierliche Überarbeitung und Hinterfragung der Modelle und Methoden werden diese im Laufe des Projektes immer wieder verbessert und an die Anforderungen sowie Erfahrungen angepasst.

Brotnussmehl zu Keksen verarbeitet
Agroforstsystem im Regenwald
Kakaoschoten im Regenwald

Die Erfahrungen aus diesem Projekt werden nicht nur auf nationalen, sondern auch auf internationalen Veranstaltungen wie z.B. der Klimakonferenz oder der Bonn Challenge vorgestellt. 

Audio-Visuelle Eindrücke aus einem der Projektgebiete