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Man stelle sich zwei Gemeinden mitten im Lacandón-Regenwald im Norden Guatemalas vor, ein fortschreitendes Schwinden der Regenwald-Flächen und, nicht zuletzt dadurch verursacht, eine notdürftige Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser: Um all das dreht sich dieses Projekt, welches über den Regenwaldschutz zum Wasserschutz beiträgt und somit hilft, die Wasserversorgung der Gemeindebewohner langfristig zu gewährleisten und die Lebensbedingungen zu verbessern.

Projektbeschreibung

Schwimmender Tapir in Guatemala ©K.Wothe

Als Europäer können wir es uns nur noch schwer ausmalen, wie es ist, nicht einfach den Hahn aufzudrehen und mit scheinbar endlosen Mengen Trinkwasser versorgt zu werden. Doch in vielen Regionen der Erde ist sauberes Wasser rar und wird zum kostbaren Gut. So auch in den Gemeinden Pozo Azul und Villa Hermosa mit 2.300 Gemeindebewohner, welche isoliert im Lacandón-Regenwald Guatemalas liegen.

Beheimatet in einer Regenwald-Region einzigartiger biologischer Vielfalt fehlt es hier, insbesondere in der Trockenzeit, an Wasser. Das oft schmutzige Oberflächenwasser wird für alle Zwecke, sei es zum Waschen von Geschirr und Tieren, zur Abfall- und Abwasserentsorgung oder zum Trinken, verwendet. Nicht selten sind Krankheiten die Folge. Hauptursache für die mangelnde Grundversorgung mit sauberem Wasser ist der Verlust des Regenwaldes. Denn der von Regenwald bedeckte Boden nimmt mit seinem Wurzelgeflecht eine Schlüsselrolle in der Wasserspeicherung und -filterung ein und ist somit essentiell, damit genügend sauberes Wasser zur Verfügung steht. Je mehr Regenwald vernichtet wird, desto mehr nehmen zudem Dürren zu. Sprich: Ohne Regenwald kein Wasser.

Doch nicht nur für die Menschen hier ist der Lacandón-Regenwald von lebenswichtiger Bedeutung, sondern auch für alle in ihm beheimateten Tierarten, wie z.B. den Jaguar und den Tapir, sowie für die unzähligen Pflanzenarten, aus denen der Regenwald besteht und die teilweise nur hier zu finden sind. Doch Waldbrände, Land- und Viehwirtschaft sowie illegale Abholzung haben den Regenwald im Nationalpark Sierra del Lacandón, und so auch in Pozo Azul und Villa Hermosa, stark reduziert.

Im Rahmen des durch das BMZ kofinanzierte OroVerde-Projekt, in Zusammenarbeit mit der guatemaltekischen Partnerorganisation Defensores de la Naturaleza und der lokalen Bevölkerung, werden die Wälder im Wassereinzugsgebiet der beiden Gemeinden wiederhergestellt - denn Wasserschutz ist Regenwaldschutz. Die einheimische Bevölkerung ist mit Begeisterung dabei, wenn Brunnen ausgestattet, ein Wasserversorgungssystem errichtet und Umweltbildungsmaßnahmen durchgeführt werden, um ihre Lebensbedingung langfristig zu verbessern.

Hier erhalten Sie Einblicke in die Fortschritte des Projektes bis 2016.

Lesen Sie wie Sie mehr über Regenwald-Schutzprojekte in Guatemala und wie Sie helfen können.

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Wasserschutzprojekt: Frauen am Fluss ©E.Mannigel

Das Projekt ist bis auf Weiteres durch Spenden und den Projektsponsor Formel D finanziert.
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