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Projektbeschreibung

Die Bergnebelwälder von Paria – ein Paradies der Artenvielfalt: In den einzigartigen Bergnebelwäldern in der „Serrania de la Cerbatana“ leben tausende von Tierarten, vom grün-blau schillernden Kolibri bis zum Brüllaffen, der sich in den Baumwipfeln behände von Ast zu Ast hangelt. Auch verbergen sich hier noch viele unerforschte Pflanzen, die Heilung für Krankheiten versprechen. Noch sind längst nicht alle Arten in dem Regenwald Parias entdeckt. 

Anfang 2014 besuchte der namhafte Botaniker Winfren Meier im Rahmen von zwei Exkursionen das Gebiet. Dabei wurden 319 botanische Arten für die Sammlung des Nationalen Herbarium gesammelt und potenzielle Bäume zur Aufforstung des Gebiets bestimmt. Bereits 2013 unternahm der Biologe Prof. Gegio Marín eine Exkursion und stellt die außerordentliche Biodiversität des Gebietes dar. Wissenschaftler entdeckten alleine 60 verschiedene Vogelarten in dem Projektgebiet. Seglervögel, zu denen auch die Trochilidae (Kolibris) gehören, sind in der Region am weitesten verbreitet. Wir hoffen noch viele weitere Arten im Regenwald zu entdecken - vermutlich werden auch neue, bislang unbekannte Arten dabei sein.

Doch ist der Regenwald und mit ihm alle Tier- und Pflanzenarten in Gefahr: Immer öfter steigen Rauchschwaden über den Berggipfeln auf. Für Ackerbau und Viehzucht wird wertvoller Regenwald verbrannt. Schon nach kurzer Zeit sinken die Erträge und mehr Regenwald muss gerodet werden. So frisst sich das Feuer in immer höhere Bergregionen - Erosion und Wassermangel folgen. Eine gefährliche Abwärtsspirale beginnt!

Erfahren Sie mehr über die Fortschritte in diesem Projekt: Der Fortschrittsbericht 2016

Wie Ihre Spende hilft

Eine einmalige Chance für die Nebelwälder: Die Menschen vor Ort sind motiviert den Regenwald zu schützen, da sie seine Bedeutung für den Wasserhaushalt der Region und das Klima erkennen. Ein großflächiges Schutzgebiet soll im Regenwald entstehen. Doch für die Entwicklung des Schutzgebietes benötigen sie dringend finanzielle Unterstützung. Denn 73% der Bevölkerung von Paria lebt unter der Armutsgrenze...

OroVerde-Aktionsplan zur Rettung des Nebelwaldes:

  • In zwei Baumschulen sollen jährlich bis zu 10.000 Baumsetzlinge im Jahr gezogen werden, um ökologisch wichtige Bereiche im Regenwald (z.B. Wassereinzugsbereiche und Flächen zur Biotopvernetzung) wieder aufzuforsten.
  • Eine botanische Studie soll unentdeckte Arten im Regenwald enthüllen, deren Lebensraum dann als besondere Schutzzone ausgewiesen wird.
  • Gemeinden und Institutionen bilden ein Netzwerk, um das neue Schutzgebiet zu errichten. Sie legen Ziele und Maßnahmen unter Einbindung der lokalen Bevölkerung fest.
  • Bauern erhalten Kurse in waldschonender Landwirtschaft, um den Nutzungsdruck auf den Regenwald zu verringern. Denn Naturschutz und Armutsminderung müssen Hand in Hand gehen!
  • Umweltbildung verankert ökologisches Verständnis um den Regenwald bereits bei den Kindern.

25 €

helfen, eine Kahlschlagfläche mit 25 heimischen Baumsetzlingen zu bepflanzen.

40 €finanzieren einem Kleinbauern das notwendige Werkzeug für den Kakaoanbau.

265 € sind notwendig, damit ein Wissenschaftler einen Tag lang im Regenwald die Tier- und Pflanzenarten erfassen kann.