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Faszinierender Lebensraum Regenwald

In den OroVerde-Schutzprojekten dreht sich alles um den tropischen Regenwald - Tropenwald oder Regenwald, ist das eigentlich dasselbe? Oft wird der Regenwald auch Tropenwald genannt - aber warum wird er unterschiedlich betitelt? Die Lösung: Regenwälder zählen dann zu den Tropenwäldern, wenn sie in den Tropen (also am Äquator) liegen. Jedoch kommen Regenwälder eben nicht nur in den Tropen vor, sondern in verschiedenen Klimazonen der ganzen Erde. Andererseits zählen zu den Tropenwäldern neben den Regenwäldern auch andere Waldtypen, wie zum Beispiel Mangrovenwälder.

Auf diesen Seiten finden Sie viele spannende Informationen zur Verbreitung, dem Klima und den Merkmalen des tropischen Regenwaldes. Außerdem erfahren Sie, den großen Nutzen der Regenwälder und warum ihre Zerstörung auch auf uns hier in Deutschland starke Auswirkungen hat.

Regenwald

Regenwald gibt es auf allen Kontinenten ©K.Wothe

Regenwald gibt es auch außerhalb der Tropen! In Australien, Neuseeland und Westtasmanien, Ostasien, Nord- und Südamerika, sowie auf der iberischen Halbinsel und sogar im Iran und Aserbaidschan in der Türkei und Georgien gibt es Regenwald. Regenwälder außerhalb der Tropen entstehen vorzugsweise in Küstennähe. Regenwald zeichnet sich durch viel Regen aus, deshalb herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und daher ist es auch oft nebelig. Viele der Baumarten, die in Regenwäldern wachsen, kennen wir auch aus unseren Wäldern: In Südamerika stehen viele Zypressen und Buchen, in Nordamerika gibt es zum Beispiel Fichten, Riesen-Lebensbäume und Mammutbäume und in Australien wachsen Eukalyptuswälder. Eiben, Buchen und viele verschiedene Farne findet man in Neuseeland und Walnussgewächse kommen in der Türkei häufig vor. Allen Regenwäldern gemein, ist die hohe Luftfeuchtigkeit!

Tropenwald

Tropenwald am Äquator ©K.Wothe

Tropenwälder gibt es nur am Äquator. Wie ein grüner Gürtel legen sich die Tropenwälder um die Erde. Hier ist es das ganze Jahr über gleich warm. Auch die Tageslänge schwankt ganzjährig lediglich um 30 bis 45 Minuten. Das Klima ist meist feucht und schwankt im Monatsmittel nur um 1 bis 2° C. Es gibt verschiedene Tropenwälder:

  1. Typisch für den immergrünen tropischen Tieflandregenwald sind die Baumriesen, die alles andere überragen und bis zu 65 Meter hoch werden können. Es regnet regelmäßig - in manchen Regionen kann man die Uhr danach stellen.
  2. Im tropischen Trockenwald fällt nicht so viel Regen wie im Tieflandregenwald und es gibt Trockenzeiten.
  3. In tropischen Bergnebenwäldern ist es immer nebelig und Regen fällt viel häufiger, als in den anderen beiden Wäldern. Viele Arten, die sonst nirgends auf der Welt vorkommen, wie z.B. eine Fülle an Orchideenarten, sind hier zu finden.
  4. Mangrovenwälder nennt man Wälder, die im Gezeitenbereich tropischer Küsten mit Wassertemperaturen über 20° C wachsen. Die Böden sind extrem salzig und der Wald steht komplett im Wasser. Die Bäume und Sträucher haben sich an die Lebensbedingungen der Meeresküsten und brackigen Flußmündungen angepasst. d.h., sie überleben trotz Sauerstoffarmut an den Wurzeln, die im Wasser stehen, und trotz des hohen Salzgehaltes. Mangrovenwälder sind sehr artenreich und bieten ähnlich wie Korallenriffe vielen "Spezialisten" (Lebensformen mit spezieller Anpassung an ihre Umgebung) einen Lebensraum.