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Die Zerstörung des Regenwaldes schreitet fort

Die Bedrohungen für den tropischen Regenwald und seine Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren besteht zum größten Teil aus der Rodung von Waldflächen für die Anlage von Palmöl- und Zellstoffplantagen, für den Soja-Anbau als Tierfutter sowie die Weidelandbeschaffung der Rinderfarmen und die Holzgewinnung. Außerdem werden im Zuge von Bergbau und Straßenausbau Flüsse verbaut und Waldgebiete zerschnitten. Fehlende Landnutzungsrechte, wie in unserem Projektgebiet in Ecuador, tragen ebenfalls zu einer negativen Entwicklung bei. 

Was steckt dahinter?

Brandrodung im Regenwald ©FTM Cerbatana

Brandrodung und Holzeinschlag vernichten nicht nur Bäume und Pflanzen, sondern auch diverse Tiere, die sich auf ein Leben in diesem Wald spezialisiert haben. Oft ist ihre Spezialisierung so stark ausgeprägt, dass sie nicht in einen anderen Wald immigrieren können.
Im Boden des Regenwaldes befinden sich große Vorkommen an seltenen Erden, wie das Erz Coltan, welches in Handy-Akkus eingesetzt wird. Die Förderung dieser seltenen Erden oder auch von Bodenschätzen wie Erdöl führt zu weiteren Rodungen und zum Straßenbau. Die wachsende Viehwirtschaft dient keineswegs nur der einheimischen Bevölkerung. Unsere Rinder in Deutschland und Europa werden mit Soja gefüttert, welches auf ehemaligen Regenwaldflächen angepflanzt wurde.
Zusätzlich findet zur Erweiterung der Infrastruktur und bedingt durch wachsende Bevölkerungszahlen, ein reger Ausbau des Straßennetzes statt, bei dem durch den Straßenverlauf kleine zerschnittene Regenwald-Inseln entstehen.

Nach langer intensiver Nutzung sind die Flächen für die Landwirtschaft nutzlos und werden als kahle Flächen zurückgelassen. Der Boden dieser Flächen kann Niederschläge nicht halten, da Bäume mit ihren Wurzeln fehlen, wodurch die letzten Nährstoffe aus der Erde geschwemmt werden - Bodenerosion ist die Folge.

Viel Geld und Mühe stecken dann in einer Wiederaufforstung dieser Flächen. Es dauert über 10 Jahre bis eine ehemals gerodete Fläche wieder zu einem Regenwald-ähnlichen Ökosystem aufgeforstet ist. Bis ein intakter Regenwald mit seiner Artenvielfalt und Altersstruktur wieder hergestellt ist, dauert es jedoch noch länger.

Jetzt Handeln!

Konsum ©iStockphoto/Gpoint Studio

Viele der Bedrohungen für den Regenwald lassen sich durch kleine Änderungen in unserem Alltagsverhalten mindern. Machen Sie sich bewusst, welche Auswirklungen auch Ihr Konsum hier in Deutschland auf die Regenwälder der Erde hat. Um eine endgültige Zerstörung des Regenwaldes zu verhindern, muss der lokalen Bevölkerung eine Perspektive geboten werden. Alternativen zu illegalem Holzeinschlag müssen geschaffen werden, um die Armut vor Ort zu verringern. Eine Spende für ein OroVerde-Regenwald-Schutzprojekt schafft solche Alternativen, sodass längerfristiger Regenwald-Schutz betrieben werden kann. Durch Alltagsveränderungen können aber auch Sie helfen den Regenwald zu retten, indem Sie:

  • Papier sparen und recyceln
  • den Fleischkonsum reduzieren
  • keine Produkte aus Tropenholz kaufen
  • Energie im Haushalt oder dem Auto sparen
  • Verpackungsmüll vermeiden
  • und sorgsam mit seltenen Erden (Coltan in Handys) und Rohstoffen wie Alu umgehen

Diese und viele andere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber "Regenwald-bewusst einkaufen" und im "Handeln"-Flyer.

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