Wissen über den Regenwald

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Was gibt es alles zu wissen über den Regenwald? Eine ganze Menge! Auf unseren Regenwald-Wissen-Seiten für Kinder geben wir dir Antworten auf alle deine Fragen. Denn um den tropischen Regenwald zu schützen, ist es wichtig, so viel wie möglich über ihn und seine Bewohner zu lernen. Hier findest du viele spannende Infos und Fakten über Tiere, Pflanzen und die indigenen Völker des Waldes. Auch über die Zusammenhänge von Regenwald und Klima und Regenwald mit Konsum und Einkaufen klären wir dich auf. Wir helfen dir, zu verstehen, warum die Zerstörung des Regenwaldes alle Menschen betrifft. Aber zuerst findest du mit uns heraus, was der Regenwald überhaupt ist.

Dschungel? Urwald? Regenwald? Was ist was?

Urwald, Dschungel, Regenwald, Tropenwald - wer soll bei den ganzen Namen eigentlich durchblicken? Im Alltag verwenden wir viele Begriffe, mit denen wir das gleiche meinen, die aber doch etwas Unterschiedliches bedeuten.

Urwald ist ein vom Menschen unberührter ursprünglicher Wald. Man sagt dazu auch Primärwald, um diesen Wald vom sogenannten Sekundärwald abzugrenzen. Ein Sekundärwald entsteht nach der Zerstörung des ursprünglichen Waldes z. B., wenn der Mensch in die natürliche Vegetation und Dynamik des Waldes eingegriffen hat oder es Naturkatastrophen gab. Urwälder gibt es in Europa kaum noch.

Der Begriff Dschungel regt die Fantasie an. Du denkst bestimmt an undurchdringliches Grün, heiße und feuchte Luft sowie Geräusche von exotischen Vögeln und Affen. Vieles davon trifft auf den tropischen Regenwald zu. Ursprünglich kommt das Wort Dschungelvom indischen „jangal“, dem Namen des subtropischen Sumpfwaldes in Indien.

Und was ist nun tropischer Regenwald?

Regenwald nennt man Wald, in dem es feucht ist und viel regnet - also ein Wald mit hoher Niederschlagsmenge. Liegt dieser Regenwald in der Klimazone der Tropen, also entlang des Äquators, so ist es tropischer Regenwald.

Das bedeutet aber gleichzeitig, dass es Regenwald auch außerhalb der Tropen gibt: die Regenwälder der gemäßigten Klimazonen, zum Beispiel in Nordamerika oder in Neuseeland. Und es bedeutet auch, dass es in den Tropen nicht nur Regenwald, sondern auch anderen Tropenwald gibt - zum Beispiel Trockenwälder mit ausgeprägten Trockenzeiten.

In welchen Ländern liegt der tropische Regenwald?

Tropische Regenwälder können nur existieren, wo es warm und feucht ist. Dieses Klima gibt es entlang des Äquators auf der Erdkugel. Hier sind die Temperaturen recht beständig und die Luftfeuchtigkeit hoch - es gibt wenig jahreszeitliche Schwankungen.

Die großen tropischen Regenwaldgebiete liegen im Amazonasbecken in Südamerika, im Kongobecken in Zentralafrika und in Südostasien, vor allem in Indonesien. Der Amazonas-Regenwald ist der größte zusammenhängende tropische Regenwald der Erde.

Woher kommt der Regen im Regenwald?

Du fragst dich vielleicht, warum es tropischen Regenwald besonders viel regnet? Die Antwort liegt in der geographischen Lage und hängt mit der Sonne zusammen. Die Sonne steht am Äquator fast senkrecht über der Erde. Das heißt ihre Kraft ist hier besonders intensiv. Boden und Luft werden stark erhitzt, sodass eine Menge Feuchtigkeit aus den Gewässern und auch von den Blättern der Pflanzen aus verdunstet und in die Luft aufsteigt.

Im Himmel, genauer gesagt, in der Erdatmosphäre, kühlt der Wasserdampf ab und verdichtet sich zu Wolken. Dort bilden sich dann aus dem Dampf wieder flüssige Wassertropfen - die als Regen bzw. Niederschlag zurück auf die Erde fallen.

Das Wasser durchläuft also einen Kreislauf, den so genannten Wasserkreislauf. Du kannst dieses Phänomen selbst ganz einfach testen, indem du bei dir im Garten eine Glasschüssel umgedreht auf die feuchte Wiese stellst. Warte ab, was passiert, wenn die Sonne darauf scheint. Wenn du alles richtig machst, kannst du sehen, dass die Schüssel von innen beschlägt und sich kleine Wassertropfen am Rand bilden. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert übrigens auch ein Gewächshaus.

Im tropischen Regenwald fallen pro Jahr ungefähr 2000 Liter Regen pro Quadratmeter - in Deutschland sind es nur ca. 789 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Regenwälder der gemäßigten Klimazonen wie z.B. im Westen Kanadas erhalten ihre Feuchtigkeit übrigens überwiegend aus dem Meer. Sie liegen meist an der Küste, wo das verdunstete Meerwasser aufsteigt, mit dem Wind aufs Land getragen wird, und sich dort abregnet.

Fotonachweis: Özi's Comix Studio (Illustrationen, Amazonas-Regenwald), K. Wothe (Afrikanischer und asiatischer Regenwald), OroVerde-D. Rode (Feuchtigkeit im Regenwald)

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OroVerde - Die Tropenwaldstiftung
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