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Bedrohung und Zerstörung

Tatort Tropenwald

Pro Stunde werden weltweit 17 Quadratkilometer Tropenwald abgeholzt - eine Fläche von rund 2.360 Fußballfeldern. Mehr als Hundert Tier- und Pflanzenarten gehen so Tag für Tag unwiederbringlich verloren, oft bevor sie überhaupt entdeckt wurden. Vielleicht wird in diesem Moment gerade eine Pflanze vernichtet, die das Heilmittel gegen Aids geliefert hätte. Für diese Zerstörung gibt es unterschiedliche Gründe, an denen auch wir in den Industriestaaten beteiligt sind.  

Besonders die Rodungen zur Gewinnung von Nutzholz tragen zum Sterben der Tropenwälder bei. Mehr als 10 Milliarden Dollar erzielen die 40 Millionen Kubikmeter Tropenholz, die weltweit in einem Jahr geschlagen werden. Es liegt in unserer Macht, das einzuschränken, indem wir auf Tropenholz verzichten und stattdessen einheimisches Holz verwenden.

Aber auch für Papier wird immer mehr Tropenwald gefällt. Auf den Kahlschlagflächen werden Eukalyptusplantagen gepflanzt, um Zellulose als Rohstoff für das Papier zu gewinnen. Die Plantagen sind Monokulturen, d.h. von dem Artenreichtum des Regenwaldes ist nichts mehr zu sehen. OroVerde sagt daher: "Kein Kahlschlag für Schulhefte und Klopapier!". Am Besten, du schreibst auf Recyclingpapier und gehst insgesamt mit dem Papier sparsam um.

Armut tötet Bäume

Auch für die Landwirtschaft geht großflächig Tropenwald verloren. Obwohl der Boden nährstoffarm ist, muss der Wald Soja-, Kaffee-, Zuckerrohr-, Kakao-, Palmöl-, Kautschuk- und Orangenplantagen oder Weideland für Viehwirtschaft weichen. Ein großes Problem sind neben den Großgrundbesitzern dabei die Armut und die geringe Bildung der Siedler. Diese wissen oft nicht, wie sie überleben sollen ohne Wald zu roden und kennen nicht den hohen Wert der Tropenwälder.

© E. Mannigel
© E. Mannigel

Neben diesen zwei Hauptgründen gibt es eine Reihe weiterer Ursachen für die Zerstörung des Tropenwalds: Der Bau von Siedlungen, Straßen und Stauseen, der Abbau von Bodenschätzen wie Bauxit, Coltan oder Gold und die Gewinnung von Brennholz.

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