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Ameisen

© K. Wothe

 

Ameisen

 

Ordnung:
Ameisen gehören zur Ordnung der Hautflügler und zu den staatenbildenden Insekten. Weltweit gibt es etwa 12 000 verschiedene Ameisen-Arten.

Familie:
Die Familie der Ameisen - der Wissenschaftliche Name ist Formicidae.

Verbreitung/Lebensraum:
Ameisen sind fast auf der ganzen Welt zu finden. Meist treten sie auch direkt in großen Scharen auf. Da sie sehr anpassungsfähig sind können sie selbst unter extremen Bedingungen überleben. Aus den tropischen Regenwäldern sind die Treiberameisen und die Blattschneideameisen wohl am bekanntesten. In Europa ist die rote Waldameise sehr verbreitet.

Aussehen:
Der Körper der Ameise ist in drei Abschnitte eingeteilt: Kopf, Brust und Hinterleib, wobei die Grenze zwischen Brust und Hinterleib die für Ameisen typische Taille bildet. Die drei Beinpaare sitzen am Brustbereich. Am Kopf tragen sie zwei Fühler, mit denen sie sich orientieren können. Die Fühler werden auch Antennen genannt. Es gibt rote, braune und schwarze Ameisen. Sie kommen auch in allen Größen vor, je nach Art. Männliche Ameisen und die Königinnen tragen Flügel, damit sie sich für die Paarung fortbewegen können. Nach der Paarung verlieren die Königinnen die Flügel jedoch wieder. Die beflügelten Männchen sterben meist nach der Paarung.

Ernährung:
Ameisen sind Allesfresser. Am liebsten verspeisen sie andere Insekten, Samen, Pollen und Früchte. Die Amazonasameise jagt als gesamtes Volk. Sie erbeuten junge Vögel, kleine Säugetiere und Schlangen. Daneben ernähren sich viele Arten auch von toten Tieren. Damit tragen sie eine wichtige Funktion als Reinigungspolizei. 

Vermehrung:
Bei den Ameisen ist nur die Königin für den Nachwuchs zuständig. Um sich mit den Männchen zu paaren, fliegt sie zum Hochzeitsflug aus und wird begattet. Kurz nach der Paarung sterben die Männchen. Die befruchtete Königin bildet einen neuen Staat. Die Königin wirft nun ihre Flügel ab, vergräbt sich im Boden und legt Eier. Nach zwei bis sechs Wochen schlüpfen die weißen Larven. Sie werden mit Nahrung versorgt, verpuppen sich und nach einiger Zeit schlüpfen aus den Puppen neue Ameisen. Wenn die Larven mit einem besonderen Futtersaft gefüttert werden, können sich aus den befruchteten Eiern neue Königinnen entwickeln.

Besonderes:
Ameisenköniginnen können bis zu 20 Jahre alt werden. Eine normale Arbeiterin wird dagegen nur bis zu drei Jahre alt. Ameisen leben in Gruppen, bilden große Staaten und bauen mächtige Ameisenhaufen, in denen sie leben. Ein solches Nest besteht aus unterirdischen Kammern und Gängen. Ein Ameisenvolk, das in einem Staat zusammenlebt, kann aus bis zu einer Million Tiere bestehen; bei manchen Arten lebt aber auch nur etwa ein Dutzend Tiere miteinander.
Ameisen sind sehr kräftig, sie können bis zum 30fachen ihres Körpergewichts tragen. Ameisen können sich auch außerhalb ihres Nestes sehr gut orientieren. Sie können erstaunlich gut sehen, vor allem aber sehr gut riechen. Und sie können die Schwerkraft sehr genau wahrnehmen und sich merken, wie steil ein Weg ist.