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Faultier

Faultier

Faultier © M. Niekisch

Ordnung:
Faultiere sind eine Familie in der Unterordnung der zahnarmen Säugetiere und sind mit den Ameisenbären und den Gürteltieren verwandt.
Es gibt ungefähr 900 bisher beschriebenen Arten.

Familie:
Familie der Zweifinger- und Dreifingerfaultiere – der wissenschaftliche Name ist Folivora.

Verbreitung/Lebensraum:
Faultiere bewohnen ausschließlich die Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Als Einzelgänger hängen sie dort die meiste Zeit in den Ästen. Die gebogenen Klauen dienen als Haken.

Aussehen:
Faultiere werden bis zu 85 cm lang. Dreifingerfaultiere erreichen ein Gewicht von circa fünf Kilogramm, Zweifingerfaultiere können sogar bis zu neun Kilogramm schwer werden. Wie man am Namen schon deutlich erkennt unterscheiden sich die beiden Familien an der Anzahl der Zehen. Hierbei dreht es sich allerdings nur um die Zehen der Vorderbeine, an den Hinterbeinen tragen sie beide drei Zehen, an denen sie sie lange Klauen tragen, die es ihnen erleichtern am Baum zu hängen.
Faultiere haben sehr lange Arme, sie sind ein gutes Stück länger als die Hinterbeine.
Sie tragen ein grau braunes zotteliges Fell. Damit das Regenwasser optimal an ihnen herunter laufen kann, verläuft das Fell vom Bauch In Richtung Rücken.

Ernährung:
Faultiere ernähren sich fast ausschließlich von Laub. Einige Arten fressen hin und wieder auch Früchte und wirbellose Kleintiere. Dieses sehr faserige und nährstoffarme Futter wird im Magen des Tieres nur langsam verdaut.  Deshalb ist ein Hauptanteil des Körpergewichts der Mageninhalt. Die Verdauung passiert nur alle acht Tage. Die Faultiere haben den niedrigsten Stoffwechsel aller Säugetiere. Sie bewegen sich langsam und schlafen 16 Stunden am Tag.

Vermehrung:
Ebenfalls in hängender Haltung wird von den Faultierweibchen einmal im Jahr ein einzelnes Junges geboren, welches sich auf der Bauchseite an die Mutter klammert, bis es selbständig ist.

Besonderes:
Die Haare des Faultiers haben eine Besonderheit. Sie sind mit schmalen Rillen versehen, in denen sich grünlich schimmernde Algen ansiedeln. Dadurch bekommen sie eine perfekte Tarnung in ihrer grünen Blätterumgebung, die für sie lebenswichtig ist, gerade weil sie sich nicht schnell bewegen.
Das Faultier ist in der Lage, seinen Kopf um 180° zu drehen, eine weitere wichtige Anpassung an die hängende Lebensweise.
Obwohl sich Faultiere in den Bäumen und auf dem Boden meist wie in Zeitlupe bewegen, sind sie im Wasser sehr geschickte Schwimmer.