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Jaguar

Jaguar

Jaguar © K. Wothe

Ordnung:
Der Jaguar gehört zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora).

Familie:
Er gehört zur Familie der Katzen (Felidae); sein wissenschaftlicher Name ist Panthera onca.

Verbreitung/Lebensraum:
Der Jaguar lebt überwiegend im tropischen Regenwald Südamerikas, ist jedoch vom Südwesten der USA bis ins nördliche Argentinien verbreitet. Darüber hinaus hält er sich gerne in Mooren, Küstenwäldern und Buschlandschaften auf.

Aussehen:
Der Jaguar ist mit seiner Fellmusterung dem Leoparden sehr ähnlich. Seine dunklen Flecken in dem rot-goldenem Fell sind jedoch etwas breiter. Zudem ist er insgesamt etwas größer und kräftiger als der Leopard. Er gehört neben Löwe und Tiger zu den größten noch lebenden Raubkatzen. Er kann bis zu 75 cm hoch und 190 cm lang werden, dazu kommt der circa 60 cm lange Schwanz. Ein ausgewachsenes Männchen kann bis zu 140 kg wiegen, die Weibchen nur etwa 90 Kilo.

Ernährung:
Jaguare sind Anschleichjäger, sie lauern im Hinterhalt und springen ihre dann Beute an, wobei sie sie mit einem Prankenschlag erschlagen und zu Boden reißen. Jaguare fressen praktisch alles, was sie fangen können. Dazu gehören beispielsweise Hirsche, Gürteltiere, Capybaras, Reptilien oder Vieh von Farmern.

Vermehrung:
Normalerweise sind Jaguare Einzelgänger. Männchen und Weibchen treffen sich nur zur Paarung. Es gibt keine bestimmten Paarungszeiten. Auf die Befruchtung folgt eine Tragzeit von circa 100 Tagen, dann kommen ein bis vier Junge zur Welt. Die Kleinen öffnen erst nach zwei Wochen ihre Augen, nach sechs Wochen fangen sie an ihre Umwelt zu erkunden. Die Mutter säugt sie bis zu drei Monaten, dann beginnen sie feste Nahrung zu sich zu nehmen. Bis zu zwei Jahren bleiben die Jungen bei der Mutter, dann, mit Anbruch der Geschlechtsreife gehen sie ihren eigenen Weg. In freier Wildbahn können sie 12 Jahren, in Gefangenschaft können sie deutlich älter werden.

Besonderes:
Die alten Maya, ein indigener Stamm aus Mittelamerika, verehrten den Jaguar so sehr, dass sie sich selber mit Jaguarfellen schmückten oder – dies geschah eher in Adels- und Königsfamilien - das Wort Jaguar zu einem Bestandteil ihres Namens machten. Es gab sogar einen Gott in Jaguargestalt, der den Herrscher der Unterwelt symbolisierte.