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Kapok

© E. Mannigel

 

Kapok

Ordnung:
Der Kapokbaum gehört zur Ordnung der Malvenartigen (Malvales).  

Familie:
Er gehört zur Familie der der Malvengewächse (Malvaceae), der wissenschaftliche Name ist Ceiba pentandra.  

Verbreitung/Lebensraum:
Der Kapokbaum ist in Zentral- und Südamerika, der Karibik und im tropischen Westafrika anzutreffen.  

Aussehen:
Der Kapokbaum gehört zu den Urwalgiganten und kann bis zu 75 m hoch werden. Der glatte Stamm erreicht nicht selten einen Durchmesser von drei Metern und trägt am unteren Ende dicke, faltenartige Brettwurzeln. Manche Arten tragen in den ersten Jahren Dornen am Stamm. Die Äste gehen wie verschiedenen Etagen senkrecht zum Stamm ab. Die handförmigen Blätter werden bis zu 15 cm lang und im Frühjahr zu Beginn der Trockenzeit abgeworfen. In dieser Zeit fängt der Baum an zu blühen. Er trägt an den Enden der Äste unzählige gelbweiße Blüten, die leicht nach gegorener Milch riechen und nachts blühen. Durch den Geruch werden Fledermäuse angelockt und sorgen für die Bestäubung. Die länglich ovalen Früchte  sind dunkelbraun und können bis zu 30 cm lang werden und sind mit dunklen Samen und ihren weißen Samenfasern gefüllt. Diese wasserundurchlässigen Fasern werden als Polster- und Isoliermaterial genutzt.

Besonderes:
Für viele Indios in Lateinamerika hatte der Kapokbaum eine besondere Bedeutung. Er wurde als Pforte zwischen dem Reich der Toten und dem der Lebenden angesehen. Daher werden sie bei der massiven Tropenwaldrodung ab und zu aus Respekt verschont und stehen dann als einsamer Riese inmitten einer gerodeten Fläche.