Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Datenschutzbestimmungen.

×

Libelle

© K. Wothe

 

Libelle

 

Ordnung:
Die Libellen bilden eine eigene Ordnung innerhalb der Klasse der Insekten. Es gibt 4700 bekannte Arten.

Familie:
Der wissenschaftliche Name ist Odonata, man unterscheidet zwischen Groß- und Kleinlibellen.

Verbreitung/Lebensraum:
Libellen sind, mit Ausnahme der Antarktis auf allen Kontinenten anzutreffen. Selbst auf dem Himalaya in Höhe von 6000 m wurden sie gefunden. Da sich ihre Larven nur im Wasser entwickeln, können sie nur in der Nähe von Süßwasser leben. Dabei bevorzugen die meisten Arten stehende Gewässer.

Aussehen:
Libellen können bis zu acht Zentimeter groß werden und sind lang und schmal gebaut. Sie besitzen den typischen Körperbau der Insekten: Kopf, Brust und Hinterleib. Am Kopf fallen besonders die riesigen Facettenaugen auf. Da Libellen Räuber sind, tragen sie kräftige Mundwerkzeuge am Kopf. Am Brustteil sind die drei Beinpaare und die zwei Flügelpaare befestigt. An der Basis der Flügel sind starke Muskeln ausgebildet, die diese bewegen. Libellen bewegen sich fast ausschließlich fliegend fort. Da sie beide Flügelpaare getrennt voneinander bewegen können, sind sie zu spektakulären Flugmanövern in der Lage und sind wahre Flugkünstler. So können sie eine Geschwindigkeit von 50 km/h erreichen. Mit den Beinen wird die Beute gepackt und festgehalten. Der Hinterleib ist lang und dünn und oft bunt gefärbt. Mit ihm halten sie das  Gleichgewicht im Flug.

Ernährung:
Libellen ernähren sich hauptsächlich von anderen Fluginsekten, die sie im Flug erbeuten. Sie fliegen sie blitzschnell an und greifen sie im Flug mit ihren Beinen. Sie leben ausschließlich räuberisch und sind auch nicht besonders wählerisch in der Wahl ihrer Beute. Schon als Larven sind sie sehr hungrig und es kann sogar passieren, dass sie Artgenossen angreifen und fressen.

Vermehrung:
Die Paarung findet im Flug statt, danach legt das Weibchen die Eier in einem Gewässer ab. Aus den Eiern schlüpfen meist erst so genannte Prolarven, deren Beine nicht einsatzbereit sind. Nach wenigen Sekunden bis maximal wenigen Stunden häuten diese sich dann erstmals. Die Larven sind im Wasser gut angepasste Räuber und ernähren sich hauptsächlich von Mückenlarven und Kleinkrebsen. Das Leben als Larve kann wesentlich länger dauern als das spätere Leben als ausgewachsene Libelle. Im Durchschnitt dauert die Larvenentwicklung etwa ein bis zwei Jahre, wobei zehn unterschiedliche Größenstadien erreicht werden. Zum Schlüpfen suchen die Tiere dann meist Blätter oder Stängel von Wasserpflanzen auf.

Besonderes:
Libellen hatten im Laufe der Zeit sowohl gute, als auch schlechte mythologische Bedeutungen. Bis heute hat sich eine gewisse Angst vor Libellen durch das Märchen, dass sie stechen könnten, erhalten. In Luxemburg heißen sie bis heute „Siwestécher“ (Siebenstecher), was sich auf den Glauben bezieht, sieben Libellenstiche könnten einen Menschen töten. Das stimmt natürlich nicht!