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Mangroven

© E. Mannigel

 

Mangroven

Familie:
Mangrovenbäume bilden keine systematisch einheitliche Gruppe sondern gehören unterschiedlichen Familien der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta) an.

Verbreitung/Lebensraum:
Mangroven sind immergrüne Büsche oder Wälder, die aus verschiedenen Pflanzengattungen bestehen. Sie wachsen in der Gezeitenzone, sind hervorragend an schlammige Standorte angepasst und verfügen über eine hohe Salztoleranz. Die Verbreitung der Mangroven reicht über den Äquator hinaus. Vorraussetzungen sind frostfreies Klima, Wassertemperatur über 20 °C und Brackwasser. 30° nördlich und südlich des Äquators herrschen die optimalen Bedingungen.

Aussehen:
Mangroven können eine Höhe von 30 Metern erreichen und einen Stammdurchmesser von 50 cm. Meist bleiben sie jedoch erheblich kleiner. Charakteristisch für Mangroven sind die Stelz- und Luftwurzeln, durch die der Sauerstoff auch in die unter Wasser liegenden Bereiche gelangen kann. Äste und Zweige sind meist steil nach oben gerichtet. Sie können das in den Zellen angereicherte Salz über Drüsen wieder abgeben. Oft liegen diese Drüsen an den grünen circa 15 cm langen Laubblättern. Der Samen wächst noch am Baum zu einem circa 40 cm langen schwimmfähigen Keimling heran, der fertig herab fällt und auf dem Wasser treibt.

Besonderes:
Mangrovenwälder beheimaten eine Vielzahl an Schnecken, Algen und Vögel. Sie dienen als Brutstätte für viele Fischarten, ähnlich wie Korallenriffe und etliche Muschelarten bewohnen die üppigen Mangrovenwälder.
Mangrovenwälder haben noch eine andere wichtige Bedeutung für die Küste: Sie geben Schutz vor Stürmen, Wellen und Erosionen.
Zusätzlich wirken sie als Filter für vorgelagerte Korallenriffe. Gerade an Flussmündungen, aus denen viel Sediment rausgeschwemmt wird, schützen sie die Korallen vor der Ablagerung.