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Riesenotter

Riesenotter

Riesenotter, Regenwald in Südamerika © Konrad Wothe

 

Ordnung:
Der Riesenotter gehört zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora).

Familie:
Er gehört zur Familie der Marder (Mustelidae) und hier zur Unterfamilie der Otter (Lutrinae). Der wissenschaftliche Name ist Gmelin.

Verbreitung/Lebensraum:
Der Riesenotter ist im tropischen Regenwald rund um die Flußsysteme des Amazonas, Orinoco und Rio de la Plata zu Hause und gehört zu einer der meist gefährdeten Tierarten in diesem Gebiet.

Aussehen:
Der Riesenotter wird bis zu zwei Meter lang (davon 70 cm Schwanz) und kann zwischen 22 und 45 kg wiegen. Männchen sind schwerer als Weibchen. Wie der Name auch schon verrät, ist er der größte im Süßwasser lebende Otter. Der Kopf ist breit und abgeflacht, die Ohren sind klein und liegen hinten am Kopf. Der Riesenotter hat kurzes, dichtes Unterfell, durch das mit Hilfe der Deckhaare eine Luftschicht gebildet wird und somit wasserfest ist. Auf diese Weise gelangt praktisch keine Feuchtigkeitseine an seine Haut.

Ernährung:
Der Riesenotter ist tagaktiv und jagt oft in Gruppen. Hierbei können sich die Fische gegenseitig zugejagt werden. Eine Gruppe besteht meist aus 5 bis 8 Tieren. Neben Fischen frisst er auch Wasservögel, Mäuse und Vogeleier.

Vermehrung:
Die Paarung der Riesenotter findet im Wasser statt. Das Weibchen bekommt eins bis fünf Junge. Nach einem knappen Monat können die Jungen erst sehen, vorher lernen sie allerdings schon Schwimmen. Nach vier Monaten fangen sie an, feste Nahrung zu sich zu nehmen, anfangs noch mit Hilfe der Eltern, relativ schnell lernen sie dann selbst Fische zu fangen. Nach zehn Monaten sind sie so groß wie ihre Eltern. Mit ungefähr zwei Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Die Lebenserwartung der Riesenottern beträgt etwa zehn Jahre.

Besonderes:
Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren, ist die Beziehung eines Elternpaars relativ eng. Sie verbringen die meiste Zeit zusammen, kümmern sich um die Jungtiere und schlafen alle gemeinsam. Auch zum Rest der Gruppe besteht eine starke Bindung, so liegen zum Beispiel die Schlafplätze nie weit von einander entfernt.