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Termiten

Termiten

Termiten © K. Wothe

Ordnung:
Termiten auch Weiße Ameisen genannt, sind eine staatenbildende, in warmen Erdregionen vorkommende Klasse der Insekten und gehören zu den Neuflüglern (Neoptera). Es sind rund 2800 Arten bekannt.

Familie:
Termiten gehören zur Familie der Fluginsekten - der Wissenschaftliche Name ist Isoptera.

Verbreitung/Lebensraum:
Termiten leben in allen heißeren Ländern bis 40° nördlicher und 40° südlicher Breite, besonders zahlreich vertreten sind sie in Afrika und Amerika. Die Termiten bilden Insektenstaaten, in denen die Tiere verschiedenen Gruppen angehören und sich dadurch auch äußerlich unterscheiden. In einem Staat leben bis zu 3 Millionen Individuen.
Bei den Termitenbauten unterscheidet man zwischen oberirdischen Termitenhügeln, die mehrere Meter hoch werden können, unterirdischen Nestern und Nestern auf Bäumen. Als Baumaterial dienen Erde, Holzpartikel und der eigene Kot.

Aussehen:
Obwohl Termiten von ihrem Aussehen sehr an Ameisen erinnern sind ihre nächsten Verwandten die Schaben und Fangheuschrecken. Sie haben alle eine weißlich bis bräunliche Farbe. Das Aussehen leitet sich immer von ihrer jeweiligen Aufgabe im Termitenstaat ab. So gibt es fortpflanzungsfähige Termiten mit Flügeln, flügellose Arbeiter und Soldaten. Die Soldaten tragen kräftige Mundwerkzeuge an ihren großen Köpfen (Mandibeln) und die Arbeiter besitzen viel kleinere Köpfe mit versteckten Mandibeln. Die Geschlechtstiere haben gut entwickelte Facettenaugen, Arbeiter und Soldaten sind dagegen blind. Wie alle Insekten tragen Termiten einen Chitinpanzer, der aber im Vergleich zu den anderen weich ist. Das kommt von ihrem relativ sicheren Leben im Bau.

Ernährung:
Termiten ernähren sich hauptsächlich von Holz, Humus oder Pilzen, die sie selbst züchten

Vermehrung:
In einem Termitenstaatsind ausschließlich die Königin und der König für die Fortpflanzung zuständig. Auf dem sogenannten „Hochzeitsflug“ kommt es zur Befruchtung des Weibchens. Danach wird sie immer größer (bis zu 14 cm) und ist, zusammen mit dem König, ein Leben lang nur noch mit dem Eierlegen beschäftig, dadurch bilden sich ihre Beine zurück und sie wird immer dicker. Am Tag kann sie bis zu 30.000 Eier legen. Auf diese Weise wird ein neuer Termitenstaat gebildet, der mehrere Millionen Individuen umfassen kann. Die Arbeitertermiten unterstützen und pflegen die Königin bei ihrer Aufgabe.

Besonderes:
Termiten können für den Menschen schädlich werden, wenn sie sich in das Gebälk von Häusern fressen. Ihre im Holz angelegten Gänge werden für Häuser so zerstörerisch, dass diese einstürzen können. Daher ist es in Frankreich Pflicht, ein Haus vor dem Verkauf auf Termiten prüfen zu lassen.