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Vogelspinne

© K. Wothe

 

Vogelspinne

Ordnung:
Die Familie der Vogelspinnen gehört mit ihren 900  beschriebenen Arten zur Ordnung der Webspinnen.

Familie:
Vogelspinnen - wissenschaftlicher Name ist Theraphosidae.

Verbreitung/Lebensraum:
Ihr Lebensraum sind warme tropische bis subtropische Klimazonen.  Unter den vielen verschiedenen Vogelspinnenarten gibt es drei größere Kategorien, in die sich die meisten Arten leicht einordnen lassen. 
Manche leben in tiefen, röhrenartigen Gängen, die senkrecht in den Boden führen und am unteren Ende plötzlich in einer abgeknickten Wohnhöhle enden. Diese Kategorie bezeichnet man als „Erdbewohner“. Die „Bodenbewohner“ graben sich selber eine Wohnröhre oder wenn sie Glück haben, finden sie eine leerstehende Wohnröhre von Spinnen oder kleineren Säugetieren und besetzen diese. Die dritte Kategorie, die „Baumbewohner“, baut sich lange Gänge in Geäst und Stamm.

Aussehen:
Der Körper der Vogelspinne ist in mehrere Abschnitte geteilt. Deshalb gehört sie zu dem Stamm der Gliederfüßer. Vorn am Vorderkörper befinden sich die Beißklauen, die Mundöffnung und die Tastorgane. Seitlich gibt es vier Laufbeinpaare.                              
Die Körpergröße von einigen Vogelspinnen ist beachtlich. Sie gehören mit zu den größten Spinnen der Erde. Durchschnittliche werden sie zwischen vier und zehn Zentimetern groß.
Ihr Körper ist stark behaart. An den Laufbeinen besitzen sie Büschel  von Hafthaaren, die das Tier befähigt an sehr glatten Wänden Halt zu finden. Am Hinterleibende befinden sich sehr lange Spinnwarzen.
Die wichtigsten Sinnesorgane sind die Tasthaare an den Beinen. Feinste Luftbewegungen und Bodenerschütterungen werden von den Tieren damit wahrgenommen.
Die Vogelspinne hat acht Augen. Trotzdem ist der Sehsinn nur schwach ausgebildet.

Ernährung:
Vogelspinnen ernähren sich von Insekten wie Grillen, Heimchen, Schaben oder Heuschrecken. Größere Exemplare überwältigen sogar Mäuse! In der Regel greifen sie an, was sich ihrer Höhle nähert.
Die dornenartigen Mundwerkzeuge der Vogelspinne werden beim Vertilgen der Nahrung gebraucht. Bei einem Biss in die Nahrung wird mit ihnen der Verdauungssaft in den Körper injiziert.

Vermehrung:
Die Entwicklung von Vogelspinnen vollzieht sich in drei Abschnitten: Zeit im Kokon (Ei und Larve), Nymphe und Imago (erwachsenes Tier).
Die Weibchen der Vogelspinnen fressen die Männchen oft nach der Paarung auf. Dann baut sie einen Teppich aus Spinnseide, auf der sie die Eier ablegt. Je nach Art können es zwischen 30 bis zu 1200 Eier sein.

Besonderes:
Vogelspinnen verfügen über gute Methoden, sich bei Gefahr oder Belästigung zur Wehr zu setzen.  Auf dem Hinterleib befinden sich Brennhaare, diese werden abgestreift und in Richtung Feind geschossen. Die Haare sind mit Widerhaken versehen und verursachen starke Hautreizungen.
Alle Vogelspinnen sind giftig, können einem gesunden, erwachsenen Menschen aber nicht lebensgefährlich werden.
Vogelspinnen häuten sich in regelmäßigen Abständen um zu wachsen.
Da Vogelspinnen nachtaktiv sind verlassen sie sich auf ihren Geruchs- und Tastsinn. Sie besitzen die Fähigkeit die kleinsten Luftschwingungen in ihrer Umgebung wahrzunehmen.