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Wasserschwein/Capybara

 

Wasserschwein


Ordnung:
Das Wasserschwein, auch Capybara genannt,  ist der größte Nager der Welt und gehört zur Unterordnung der Stachelschweinverwandten (Hystricomorpha).

Familie:
Es gehört zur Familie der Meerschweinchen (Caviidae), sein wissenschaftlicher Name ist Hydrochoerus hydrochaeris.

Verbreitung Lebensraum:
Capybaras leben in Südamerika und halten sich am liebsten im oder am Wasser auf. Vor allem während den heißen Tagen lieben sie es im kühlen Nass. In der Dämmerung werden Capybaras aktiv. Capybaras sind gesellige Herdentiere. Zum Schlafen brauchen sie festen Untergrund und ziehen sich ins tiefe Dickicht zurück. In der Regenzeit sind die Gruppen größer, da es viele Wasserflächen gibt und sie sich so über eine große Fläche verteilen können. In der Trockenzeit kommen sie sich zu größeren Gruppen zusammen.

Aussehen:
Wasserschweine haben einen massigen und gedrungenen Körper, wobei die sehr kurzen Beine diesen Eindruck noch verstärken. Im Vergleich zu ihren nahen Verwandten, den Meerschweinchen haben sie einen sehr breiten Kopf mit einer stark vergrößerten Schnauze. Augen und Nasenlöcher sitzen relativ weit oben, damit sie auch im Wasser gut sehen und atmen können. Sie besitzen die für Nagetiere typischen gekrümmten Zähne. Capybaras sind im Ganzen auch wesentlich größer, immerhin können sie 130 cm lang werden mit einer Schulterhöhe bis zu 60 cm. Ein ausgewachsenes Tier kann ein Gewicht von 80 kg erreichen, wobei die Weibchen oft etwas schwerer als die Männchen sind. Sie tragen ein graubraunes Fell, das bisweilen auch einen rötlichen Ton haben kann, der Bauch ist oft gelblich braun. Das Fell ist glatt und dünn. Zwischen ihren vier Zehen vorne und den drei Zehen hinten, wachsen Schwimmhäute, kein Wunder also, dass sie auch sehr gute Schwimmer sind.

Ernährung:
Mit ihren breiten Nagezähne weiden sie große Flächen ab, daher leitet sich auch ihr Name ab. Capybara bedeutet "Herr des Grases" auf der Sprache der Huaorani, einem Indiostamm aus dem Amazonasgebiet.

Vermehrung:
Bei Capybaras gibt es keine bestimmte Paarungszeit, dennoch kommen die Jungen oft in der Regenzeit zur Welt. Nach einer Tragzeit von fünf bis sechs Monaten bringen die Weibchen vier bis sechs Junge zur Welt. Die Jungen wiegen bei der Geburt 1,5 kg und können direkt selbstständig Grass fressen und herumlaufen, daher werden auch keine Nester gebaut. Schon nach drei bis vier Monaten verlassen sie die Eltern und bis zum 18. Monat werden sie selber geschlechtsreif.

Besonderes:
Obwohl die meisten Aktivitäten im seichten Wasser stattfinden, können die Tiere bei Gefahr weite Strecken schwimmen und tauchen. Wie andere Nagetiere auch, fressen Capybaras ihren eigenen Kot nochmals um zellulosehaltige Nahrung bestmöglich zu verwerten.