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07.06.2017

Kein Regenwald auf den Grill!

Die Tage werden länger und vor allem wärmer. Schon seit einigen Wochen riecht man ihn an vielen Ecken: den verführerischen Grill-Geruch! Die Deutschen könnte man sogar schon fast als "Weltmeister" in dieser Disziplin bezeichnen. Etwa 95% aller Haushalte besitzen einen Grill. Doch auf ein paar Dinge sollten Sie achten bevor Sie das nächste Mal grillen.

Auch bei der Holzkohle sollte man auf heimische Arten achten!

Umwelt- und vor allem Regenwald-freundliches Grillen fängt schon bei der Wahl der Holzkohle an!

1.) Bei Grillkohle auf das FSC- oder Naturland-Siegel und Holz aus heimischen Wäldern achten!

Deutschland importiert jährlich rund 230.000 Tonnen Holzkohle (2015),  über ein Viertel davon aus Südamerika, Asien und Afrika . In Deutschland wird die Kohle nur verpackt. Aufdrucke wie „kein Tropenholz“ sind keine Garantie, darum beim Kauf unbedingt auf Holz aus heimischen Wäldern und das FSC-Siegel achten!
Übrigens: Das DIN-Prüfzeichen zeigt, dass die Holzkohle keine Schadstoffe wie Pech, Erdöl oder Kunststoffe enthält. 

2.) Grillanzünder aus Holz und Wachs verwenden

Benzin oder chemische Grillanzünder setzen beim Abbrennen gesundheitsschädliche Stoffe frei. Die umweltfreundlichen Alternativen aus Spänen, Pressholz und Wachs sind da gesünder. Es gilt die Faustregel: Grillgut erst auflegen, wenn der Anzünder vollständig verbrannt ist. 

3.) Wenn Fleisch, dann Bio-Fleisch

Billig-Fleisch aus Massentierhaltung ist ein Regenwald-Fresser. Denn das Soja für das Futter stammt auch aus Monokulturplantagen in Brasilien, für die Viehweiden, Ackerland und Amazonasregenwald weichen mussten. Bio-Fleisch aus heimischen Betrieben dagegen schützt den Regenwald! Hier kann man auf die Bioland, Naturland, Demeter oder Neuland-Logos achten, um eine Fütterung mit Soja– noch dazu gentechnisch verändertem Soja – zu vermeiden. Das EU-Bio-Siegel reicht da leider nicht aus. Wer es genau wissen möchte, macht sich in dem neuen OroVerde-Positionspapier zu Soja und Fleisch schlau.

4.) Oder mal Gemüse und exotische Früchte auf den Grill! 

Es muss nicht immer nur Fleisch sein. Gemüsespieße, Grillkäse, mit Schafskäse gefüllte Paprika, Champignons mit Kräuterbutter, Zucchinischeiben oder Maiskolben machen den Grillabend richtig bunt und abwechslungsreich. Der besondere Nachtisch kommt dann auch vom Grill: einfach Aprikose, Pfirsich, Nektarine, Erdbeere, Rhabarber oder Lieblingsfrüchte in ein Bananenblatt wickeln (gibt’s im Asialaden), mit einem Zahnstocher feststecken, auf den Grill packen und erhitzen; dann den warmen Früchte-Kompott mit einer Kugel Vanilleeis servieren. Lecker! 

5.) Mehrweg statt Einweg – auch bei Grill und Geschirr!

Müllberge sind nicht schön und verschwenden viele Ressourcen. Die Rohstoffe für Plastikbesteck (Erdöl) und Allu-Grillschalen (Bauxit) lagern oft in Regenwaldgebieten. Für deren Gewinnung werden riesige Waldflächen abgeholzt oder verschmutzt, z.B. im Amazonasregenwald Brasiliens und Ecuador. Alternativen zu Alufolie und Grillschalen sind zum Beispiel Backpapier, wiederverwertbare Edelstahlschalen, Bananen- oder Kohlblätter, gusseiserne Pfannen oder einfach eine kleine Auflaufform mit Deckel. 

Mehr Tipps zum regenwaldfreundlichen Konsum gibt’s hier: www.oroverde.de/konsum

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