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13.07.2016

Klimawandel treibt Millionen Menschen in die Flucht

200 Millionen Klimaflüchtlinge wird es Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge bis zum Jahr 2050 geben. Schon heute müssen über Schätzungen zu Folge 20 Millionen Menschen ihre Heimat aufgrund der Folgen des Klimawandels verlassen und würden somit die größte Flüchtlingsgruppe weltweit darstellen. Es droht eine humanitäre Katastrophe, deren Ausmaße kaum abzuschätzen oder vorstellbar sind. Neben politischen Lösungen zum Umgang mit der zu erwartenden Migrationswelle spielt der Klimaschutz eine ausschlaggebende Rolle.

Klimawandel führt zu Dürren und Wüstenbildung

Bereits heute sind schätzungsweise mehr als 20 Millionen Menschen aufgrund von Dürren, Überflutungen, Stürmen, Wüstenbildung und anderen Folgen des Klimawandels auf der Flucht.

Durch den Anstieg des Meeresspiegels versinken erste Inseln buchstäblich im Wasser. Bereits 2005 veranlasste daher die Regierung Papua Neuguineas die Evakuierung von fast tausend Bewohnern der Insel Carteret, die aufgrund des steigenden Wassers im Meer versank. Anote Tong, Präsident des Pazifikstaates Kiribati, kaufte Land im nahe gelegenen Fidschi um die Bewohner seines Staates umsiedeln zu können, wenn das Land vom Meer überschwemmt werden sollte. Neuseeland gewährte im Jahr 2014 als erstes Land einer Familie vom von Überschwemmung bedrohten Inselstaat Tuvalu (östlich von Papua-Neuguinea) offiziell als Klimaflüchtlingen Asyl.

Während an einigen Orten die Menschen vor Überschwemmungen fliehen müssen, so haben in anderen Teilen der Welt Menschen mit Dürren und vermehrter Wüstenbildung zu kämpfen. So breitet sich zum Beispiel im Sudan die Wüste immer weiter aus. Die extreme Trockenheit führt zu Missernten und macht das Land unfruchtbar. Das wiederum hat Lebensmittelknappheit zur Folge - die Menschen müssen hungern.

Regenwaldschutz zur Eindämmung des Klimawandels

Die verschiedenen Auswirkungen des Klimawandels lassen den Betroffenen vermehrt keine andere Wahl als die Flucht. Der Klimawandel muss daher dringend eingedämmt werden, was wiederum bedeutet, dass der CO2-Ausstoß drastisch verringert werden muss. Der Regenwald ist hierbei von großer Bedeutung, denn in nur einem Hektar Tropenwald sind durchschnittlich 892 Tonnen CO2 gebunden. Doch durch Rodungen wird dieses CO2 freigesetzt: „Ungefähr ein Fünftel der Emissionen von CO2 und anderen Klimagasen, die derzeit zum Klimawandel führen, stammen aus der Zerstörung von Wäldern weltweit – und davon die überwiegende Menge aus den tropischen Wäldern,“ erklärte Prof. Dr. Wolfgang Cramer, Leiter der Abteilung Globaler Wandel und Natürliche Systeme am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Globale Ökologie am Institut für Geoökologie der Universität Potsdam in einem Interview mit OroVerde. Regenwaldschutz nimmt demnach eine sehr wichtige Rolle im Klimaschutz ein. Weitere Informationen zum Zusammenhang zwischen Regenwald- und Klimaschutz sowie Tipps und Informationen, wie jeder einzelne von uns ganz einfach CO2 einsparen und somit die Umwelt schützen kann, gibt es hier.

Lesen Sie hier das komplette Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Cramer.

Helfen Sie mit einer Spende, den Regenwald zu schützen.

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