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25.09.2017

Sarayakus Waldwächter drücken noch einmal die Schulbank!

Schon viele Jahrzehnte kämpfen die indigenen Kichwa für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage mitten im Amazonasgebiet von Ecuador, seit 2003 mit der Unterstützung von OroVerde. Unter dem artenreichen Regenwald Sarayakus sind große Mengen Erdöl verborgen, die die Ölkonzerne fördern wollen. Für den Schutz des gesamten Territoriums leisten die Waldwächter von Sarayaku wichtige Arbeit. Eine Grundlage dafür ist ihre stetige Weiterbildung - erst kürzlich nahmen sie an einem Workshop zum Thema Kartographie teil!

Ein erfolgreicher Workshop für die Regenwald-Wächter Sarayakus. ©Sarayaku

Herausforderungen für die 7 Regenwald-Wächter

Von den Kichwa selbst wurde das Konzept zu einer neuen Schutzgebietsstrategie entwickelt: „Kawsak Sacha“ bedeutet zu Deutsch so viel wie „Lebende Wälder“. Die Schutzgebietsstrategie soll ihre Traditionen und Bräuche wahren und berücksichtigen, dass sie schon seit Jahrhunderten im Einklang mit dem Regenwald leben. Die Arbeit der Waldwächter ist wichtig für die Umsetzung des Konzepts: Sie überwachen das Gebiet, werden in den wissenschaftlichen Methoden für das Arten-Monitoring geschult und sind zuständig für die Kontrolle von Jagdverbotszonen. Gemeinsam mit Geographen bestimmen sie den genauen Grenzverlauf des Schutzgebietes von Sarayaku – eine Mammutaufgabe, die viel Zeit braucht.

OroVerdes Unterstützung für das Konzept „Lebende Wälder“

Das Ziel ist es, die Selbstverwaltung der indigenen Kichwa zu stärken und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen. Dazu gehört die regelmäßige Schulung der Waldwächter sowie die Finanzierung ihrer Ausrüstungen für Einsätze im Regenwald. Dazu gehören z.B. Uniformen, Taschenlampen, Ferngläser, Werkzeuge, Kamera, GPS-Geräte, etc. Im Kampf gegen die Ölkonzerne und den Staat Ecuador konnte bereits ein Meilenstein gelegt werden - die Kichwa von Sarayaku gewannen in einem weltweit beobachteten Prozess vor dem interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte!

Im Rahmen des laufenden Projekts wird unter anderem die „Lebenslinie“ mit blühenden Bäumen um 30km erweitert und weitere Schutzzonen für den Regenwald in Sarayaku werden errichtet. Die auffällige Lebenslinie soll den Grenzverlauf markieren und verhindern, dass illegale Baumfäller, Wilderer oder Ölkonzerne „unbeabsichtigt“ in das Gebiet von Sarayaku eindringen. OroVerde hilft den Kichwa von Sarayaku dabei, ihr Territorium als „Lebenden Wald“ unter Schutz zu stellen. Damit die indigenen Kichwa weiterhin im Einklang mit dem Amazonas-Regenwald leben können, brauchen wir Ihre Unterstützung!

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