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24.03.2017

Stimmen aus dem Regenwald - Interviews vor Ort

In den verschiedenen Projekten rund um den Globus legt OroVerde immer den Schwerpunkt auf einen Regenwaldschutz in Zusammenarbeit der Bevölkerung vor Ort. Nur gemeinsam mit den Gemeinden in den Gebieten ist ein langfristiger Schutz der Biodiversität in den Regenwäldern möglich. OroVerde hatte nun die Gelegenheit, Stimmen aus Projektgemeinden in Guatemala einzufangen.

Familie Tox aus dem Regenwald in Guatemala

Stimmen aus dem Regenwald in Guatemala: Estela Tox und ihre 6 Kinder sind froh, beim Projekt dabei zu sein. ©OroVerde-Anna Ackermann

Estela Tox aus Santa Rosa Balandra lebt mit ihrem Ehemann und ihren 6 Kindern in einem kleinen Haus am Rande der Bergkette Sierra de las Minas im Osten Guatemalas. Estela ist 33 Jahre alt und Landwirtin. Das ist in Santa Rosa Balandra kein außergewöhnlicher Beruf. Viele Gemeindemitglieder sind Kleinbauern, die ihre eigenen Parzellen bewirtschaften. Ihre 6 Kinder Florinda, Ana, Saúl, Dagoberto, Estefani und Ludwin sowie ihr Mann Gabriel packen alle  - soweit es geht - mit an, wenn es um die täglichen Arbeiten geht.  


OroVerde: Welche Rolle spielt der Regenwald für dich und warum?"

"Der Wald ist wichtig für uns: Aus diesen Gebieten entspringt das Wasser, das wir zum Leben brauchen."

OV: Wie sieht ein ein typischer Tagesablauf bei dir und deiner Familie aus?
"Um 5 Uhr stehen alle Familienmitglieder auf. Um 6.30 Uhr wird das Frühstück zubereitet: Es gibt Kaffee und selbstgemachte Tortillas. Um 7 Uhr gehe ich auf mein Feld. Der Weg dorthin dauert etwa eine halbe Stunde. Um 9 Uhr gehe ich zurück ins Haus, um die Wäsche zu waschen. Nachdem ich mich ein bisschen ausgeruht habe, bereite ich gegen 12 Uhr das Mittagessen zu. Nachmittags bin ich weiter im Haus beschäftigt, um 17 Uhr gibt es das Abendessen und um 18 Uhr legen wir uns schlafen. Etwa zu dieser Zeit geht auch die Sonne unter."

OV: In welchem Projekt bist du eingebunden?
"Ich baue mit dem Projekt WaldGewinn ein Agroforstsystem - mit u.a. Kakaopflanzen auf. Dort wachsen dann zusätzlich noch viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten, die ich ernten kann. Außerdem haben wir durch die Zusammenarbeit in einem anderen OroVerde-Projekt einen Brennholz-sparenden Kochherd erhalten, auf dem wir täglich kochen können und viel weniger Holz benötigen als an der offenen Kochstelle vorher. Am liebsten koche ich dort Bohnen, Reis und Tortillas."

OV: Wie hat sich euer Leben durch das Projekt verändert?
"Ich bin glücklich und sehr zufrieden: Die Bäume und Pflanzen, die wir gesät haben, wachsen gut und das sehe ich auch jeden Tag aufs Neue auf meinem Feld. Ich bin dann guter Hoffnung, mit der Ernte Geld für die Familie zu verdienen und das Gemüse und Obst für unsere eigene Ernährung zu nutzen." 

OV: Welches Gemüse oder Obst isst du am liebsten von deinen angebauten Pflanzen?
"Ich liebe Kochbananen. Die lassen sich auf dem Herd auch gut zubereiten."

OV: Was ist der grösste Wunsch für dich und deine Familie?
"Ich hoffe, dass wir bald die Früchte, die wir gesät haben, ernten können, um sie zu verkaufen. Mit dem verdienten Geld werde ich zusätzliches Saatgut kaufen, um den Anbau auf meinem Feld noch weiter zu verbessern."

Die Menschen vor Ort spielen in den OroVerde-Projekten eine wichtige Rolle: Nur gemeinsam mit ihnen lässt sich eine nachhaltige Regenwaldschutz-Strategie aufbauen. Und nur so lassen sich die faszinierenden Lebensräume vieler verschiedener Arten langfristig sichern. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir Ihnen immer wieder "Stimmen aus dem Regenwald" an dieser Stelle vorstellen.

Sie wollen dabei sein und Ihren Beitrag zum Regenwaldschutz leisten?

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