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Vertreter der Gemeinde Sarayaku waren in den letzten Wochen viel unterwegs, um sich gegen Erdölförderung und für den Naturschutz zu engagieren. Die Indigenen von Sarayaku setzen sich seit Jahren unermüdlich für den Erhalt ihres Lebensraumes ein und bieten mächtigen Ölfirmen die Stirn. Im Moment sind sie unterwegs, um ihr Schutzkonzept "Kawsak Sacha" (Lebende Wälder) vorzustellen und weltweit bekannt zu machen.

Sarayaku auf Hawaii

Anfang September versammelten sich zahlreiche Vertreter indigener Völker auf dem World Conservation Congress der IUCN auf Hawaii. Auch Mitglieder der Kichwa aus Sarayaku waren dabei. Das Ziel der indigenen Völker: Die Unterstützung der Bewegung Motion 26. Ein Beschluss, der die heilige Stätten und Gebiete der indigenen Bevölkerungen als "no go zones" für Unternehmen festlegen soll. Immer mehr indigene Stämme sehen ihr Land und ihre heiligen Stätten von wirtschaftlichen Erschließungen und Zerstörungen bedroht. Der vom IUCN unterstützte Beschluss ist für Regierungen zwar nicht rechtlich bindend, stellt aber eine wichtige Unterstützung und einen Anknüpfungspunkt für die Durchsetzung von Umweltschutzabkommen auf lokaler und nationaler Ebene dar.

Solidarität in North Dakota

Mitte September reisten Mitglieder aus der Gemeinde Sarayaku nach North Dakota, um den indigenen Stamm der Standing Rock Sioux bei ihrem Protest gegen eine geplante Ölpipeline tatkräftig zu unterstützen. Eine Umsetzung der Dakota Access Pipeline würde zahlreiche geweihte Stätten der Sioux zerstören und eine Gefahr für die natürlichen Wasserreserven der indigenen Gemeinde darstellen. An den Protesten im Sacred Stone Camp beteiligten sich viele weitere indigene Stämme und lösten gemeinsam weltweit eine Welle der Solidarität aus. 

Als Sprachrohr in New York

Vor einigen Tagen war die Umweltschützerin und engagierte Sprecherin von Sarayaku, Patricia Gualinga, zu Gast beim Social Good Summit in New York City. Mit ihrer eindrucksvollen Rede begeisterte sie nicht nur die Zuhörer des Gipfels, sondern löste auch eine Flut an positiven Feedback auf Twitter aus. In ihrer Rede betonte Sie, dass viele indigene Völker mit ihren Bemühungen für den Umweltschutz einen wertvollen Beitrag für die gesamte Welt leisten. Durch Gualinga's Auftritt erhielten die Indigenen aus Sarayaku eine wichtige und wirksame Plattform, um ihr Schutzkonzept "Lebende Wälder" vorzustellen und die Öffentlichkeit für den Waldschutz und indigene Rechte zu sensibilisieren. Die Einbindung einer breiten Öffentlichkeit hilft den Indigenen aus Sarayaku politischen Druck aufzubauen, um so ihre Bemühungen für die Einrichtung eines Schutzgebietes weiter voranzutreiben. Auch in dem von OroVerde unterstützten Projekt in Sarayaku, ist eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Regenwaldschutz, indigene Landrechte und dem Schutzkonzept "Kawsak Sacha" sehr wichtig, um Projektziele erfolgreich umsetzen zu können. 

  • Hier erhalten Sie mehr Informationen über das Projekt Sarayaku.
  • Erfahren Sie mehr über das Schutzkonzept "Kawsak Sacha"
  • Unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Spende.
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