Bromelien bilden Mini-Teiche, die den Lebensraum für zahlreiche andere Arten bilden.

Bromelie

Mikrokosmos in den Bäumen

Im Trichter der Bromelien, die sich oben im Kronendach an Stämmen oder Ästen ansiedeln, bildet sich  eine Art „Mini-Teich“. Von Einzellern und Würmern über Mückenlarven  bis zu Wasserinsekten, Kaulquappen und Fröschen - über 250 Tierarten können in einem Trichter leben. Vögel, Reptilien und kleine Säuger besuchen die Mikroteiche und „düngen“ nebenbei mit ihren Exkrementen die Bromelien. Solche Mikroteiche sind ein wunderbares Beispiel für die komplexen ökologischen Interaktionen in tropischen Regenwäldern.

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Anpassungskünstler Bromelie

Bromelien in der kompletten Neotropis (also z.B. in Mittel- und Südamerika) zu Hause, sowohl in den trockenen Regionen, wie der Atacamawüste, als auch in den feuchten tropischen Regenwäldern. Bromelien sind Spezialisten für besonders extreme Standorte. Dazu zählt auch das Kronendach der Regenwaldbäume: Hier sind die Pflanzen der hohen Sonneneinstrahlung und dem hohen Risiko der Austrocknung ausgesetzt. Doch Bromelien sind clever an Trockenheit angepasst: Wasser und Nährstoffe müssen bei ihnen nicht über die Wurzeln aufgenommen werden, denn sie besitzen spezielle „Schuppenhaare“ bzw. "Saugschuppen". Diese sitzen auf der Blattoberfläche oder im Blattrichter und nehmen Niederschlag direkt auf.

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Bromelien sind einfach faszinierend, da sie verdeutlichen wie komplex ökologische Gefüge sein können: In ihrem Wassertrichter sammeln sich Mikroorganismen, die von Mückenlarven gefressen werden. Diese wiederrum dienen Kaulquappen und Wasserinsekten als Nahrung. Von denen ernähren sich Vögel und Reptilien, die ihren Kot im Trichter hinterlassen und somit die Bromelie düngen. 

Dr. Elke Mannigel, Teamleiterin internationale Projekte


Schon gewusst?
  • Die auf Jamaika lebende Bromelienkrabbe nutzt die wassergefüllten Blattachseln für die Aufzucht ihrer Nachkommen und ist somit komplett unabhängig vom Meer oder Seen. Die Krabbe versorgt die Larven mit Nahrung und sorgt sogar für einen ausgeglichenen pH-Wert des Mikroteichs. Wird dieser zu sauer, wirft sie kalkhaltige Schneckenschalken hinein.
  • Ein großes Bromelienexemplar kann bis zu 10 (!) Litern Wasser im Trichter speichern. Im Gegensatz zu Würgefeigen oder Misteln schädigen Bromelien als "Aufsitzerpflanzen" den Wirtsbaum übrigens nicht.
  • Einzeller, Würmer, Mückenlarven, Wasserinsekten, Kaulquappen, Frösche...  so einem Mini-Teich können bis zu 250 verschiedene Tierarten bevölkern.

Geheimnisvolle Bergnebelwälder in Venezuela schützen

Besonders viele Bromelien wachsen hoch oben in den Baumkronen der wolkenumwobenen Bergnebelwälder - auch im OroVerde-Projektgebiet auf der Halbinsel Paria in Venezuela. In den feucht-heißen Bergnebelwäldern in der „Serrania de la Cerbatana“ leben besonders viele Kolibriarten, die wie irisierende Edelsteine durch die Lüfte flitzen und eine wichtige Rolle bei der Befruchtung der Bromelien spielen. Gernerell ist die Projektregion ein Hotspot der Biodiversität, mit zahlreichen endemischen Arten. Ein großer Teil der Fauna ist noch unbekannt bzw. nicht wissenschaftlich erfasst. Armut und fehlendes ökologisches Verständnis der lokalen Bevölkerung verursachen einen großen Druck auf dieses Paradies der Artenvielfalt. Deshalb nutzen Sie die Chance und ermöglichen Sie durch Umweltbildung vor Ort  und die Einrichtung eines Schutzgebiets dieses Paradies der Artenvielfalt zu retten.Vielen Dank für Ihre Hilfe!

 

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