Sarayaku in Not

Helfen Sie den Kichwa im Kampf gegen Überflutung und Corona

Das Volk der Kichwa von Sarayaku lebt östlich der Anden mitten im Amazonas-Regenwald von Ecuador. Sie verwalten ihr Territorium, auf dem noch über 95 % intakter, wenig erforschter Regenwald steht, eigenständig – und sind damit Vorreiter und Vorbild für viele andere indigene Völker.

Doch im Frühjahr diesen Jahres brachen gleich zwei große Katastrophen über die Gemeinde herein: Nach extremem Starkregen im März traten der Rio Bobonaza und seine Nebenarme gleich vier Mal über die Ufer und überschwemmten die Siedlungen der Kichwa. Wenig später gab es die ersten Coronafälle in der Gemeinde. Sarayaku rief den Notstand aus. Ermöglichen Sie jetzt mit Ihrer Spende schnelle Wiederaufbau in Sarayaku!

Spenden Sie

für schnelle Nothilfe für die Kichwa in Sarayaku

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Was jetzt geschehen muss

Für ein Volk wie die Kichwa, deren Leben sich hauptsächlich an den Flussufern abspielt, sind Überschwemmungen wirklich fatal. Durch die Corona-Pandemie sind die Menschen zudem quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Der Wiederaufbau wird extrem verzögert. Mit Ihrer Hilfe muss nun vieles gleichzeitig geschehen, um weitere Folgeschäden zu verhindern:

  • In den Schulgebäuden, die überflutet wurden, türmen sich Schlamm und Unrat. Die Gebäude müssen jetzt komplett gereinigt, repariert und neu eingerichtet werden, damit die Kinder und Jugendlichen wieder zur Schule gehen können.
  • Viele Felder sind zerstört und die Ernte ist verloren. Damit der Wiederaufbau trotzdem schnell vonstattengeht, unterstützen wir die Helfer*innen, die die Schulen reparieren, mit Essensrationen.  
  • Die Internetverbindung und die Photovoltaikanlage sind schon länger wartungsbedürftig. Doch gerade jetzt ist es wichtig, dass die Menschen sich schnell informieren und Maßnahmen abstimmen können. Die Anlagen müssen daher dringend von externen Fachleuten repariert werden.
  • Um alle Kichwa schnell zu informieren, soll ein Informationsblatt erarbeitet werden, auf dem alle nötigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Virus aufgeführt sind. Dieses muss an alle Haushalte verteilt werden.
  • Mit dem Boot fahren die Teams von Haus zu Haus, um die Menschen zu behandeln und schwer Erkrankte ins Gesundheitszentrum zu transportieren. Für diese Krankenfahrten benötigen sie Treibstoff, Schutzkleidung und Hygieneartikel.
  • Da das traditionelle Gesundheitszentrum überschwemmt wurde, benötigen die lokalen Mediziner*innen neue Geräte und Werkzeuge, um Heilkräuter zu ernten und zu verarbeiten. 

Ihre Hilfe für die Kichwa von Sarayaku:

Corona-Schutz

2030 Euro  
finanzieren Schutzkleidung, Masken, Desinfektionsmittel und Medikamente.

Wiederaufbau

85 Euro  
finanziert eine Tagesration für alle, die die Schulen reinigen, reparieren und wieder in Stand setzen. 

Fährservice

800 Euro 
kostet der Betrieb des Fährservice über den Rio Bobonanza bis die Hängebrücke wieder aufgebaut ist.

Aufklärung

540 Euro 
ermöglichen Erarbeitung und Druck eines Corona-Infoblatts, das an alle Menschen verteilt wird.

Indigene sind der beste Schutz für den Regenwald

Die Kichwa-Indigenen von Sarayaku sind beim Regenwaldschutz ein wahres Vorbild. Seit 2003 arbeitet OroVerde bereits mit ihnen zusammen. Damals hatte der ecuadorianische Staat einem Konzern die Erlaubnis erteilt, im Regenwald von Sarayaku Erdöl zu fördern. Ohne die Kichwa wäre das Gebiet heute eine einzige, tote Wüste. Sie wehrten sich öffentlichkeitswirksam gegen die Ausbeutung der Natur und gewannen 2012 einen wegweisenden Prozess vor dem interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Ihr Territorium Sarayaku verwalten sie inzwischen eigenständig. Heute unterstützen sie andere indigene Gemeinden im Kampf gegen die Erdölförderung und die Umweltzerstörung. Ihr Schutzkonzept „Kawsak Sacha – Lebende Wälder“ wird von weiteren indigenen Gemeinden im Amazonastiefland übernommen. Für die Rechte Indigener ist es wichtig, dass das starke Volk der Kichwa von Sarayaku die aktuellen Krisen übersteht – als Vorbild und Vorreiter im Kampf um den Erhalt des Regenwalds. 

Unser Bildungsprojekt in Sarayaku

Im Mittelpunkt unseres aktuell laufenden Bildungsprojekts stehen die jugendlichen Kichwa. Sie sind die Generation, die dafür sorgt, dass der Regenwald von Sarayaku auch in Zukunft geschützt wird. Im Zuge des Projekts erfassen sie das traditionelle Wissen der Ältesten mit modernen Medien. Sie bekommen so tiefe Einblicke in die Kultur ihres Volkes und können sich darüber besser mit ihr identifizieren. Durch die Dokumentation stellen die Jugendlichen sicher, dass das enorme Regenwald-Wissen der Kichwa, z.B. zu Heilpflanzen, erhalten bleibt. Unterrichtsmaterialien aus dem Projekt fördern zudem den interkulturellen Austausch in indigenen und städtischen Schulen.

Wegen der aktuellen Lage können sich die Jugendlichen momentan nicht treffen und an ihren Ideen arbeiten. Helfen Sie mit, den Jugendlichen ein Stück Alltag in Sarayaku zurückzugeben, sodass das Bildungsprojekt bald in den reparierten Schulgebäuden fortgesetzt werden kann  –  mit Ihrer Spende leisten Sie jetzt wichtige Hilfe für die Kichwa von Sarayaku!

 

Spenden Sie

für den Regenwald­schutz in Ecuador

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Fotonachweis: ©OroVerde/A.Fincke; Sarayaku

 

Fragen? Sprechen Sie uns an!
Melissa Brosig
Fundraising
0228 24290-64
E-Mail: mbrosig@oroverde.de