Ameisenbär ©Konrad Wothe

Vielfalt statt Virus

Wie Sie mit Regenwaldschutz Pandemien effektiv verhindern können

Die tropischen Regenwälder sind in jeder Hinsicht ein faszinierendes Ökosystem, denn sie sind artenreich, speichern Wasser und Kohlenstoff und versorgen Mensch und Tier mit Nahrung und Sauerstoff. Doch unser missbräuchlicher Umgang mit diesem ­Schatz ­fordert seinen Preis.

Indem wir die Natur und die Regenwälder schwächen, treiben wir auch den Artenverlust voran. Die Entstehung von Pandemien wird dadurch begünstigt: Denn in einem instabilen, geschädigten Ökosystem können sich Viren und andere Infektionskrankheiten schnell ausbreiten und im schlimmsten Fall auf den Menschen überspringen. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, Pandemien vorzubeugen und den Regenwald zu schützen!

Spenden Sie

für den Regenwaldschutz

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Wie Nationalparks und nachhaltige Landwirtschafts-Ansätze den Regenwald schützen:

Ein intakter Regenwald bildet ein stabiles Ökosystem, in dem sich Unter- oder Überpopulation schnell ausgleichen. Dies gewährleistet einen natürlichen Schutz gegen die Verbreitung von Viren und anderen Krankheitserregern. 

Damit der Regenwald gesund bleibt, führt kein Pfad in die Kernzonen von Nationalparks und Schutzgebieten. Die Menschen halten Abstand, der Regenwald darf hier Regenwald sein – in all seiner Vielfalt und Einzigartigkeit. Um dies sicherzustellen, statten wir Parkrangerinnen und Parkranger mit Ferngläsern, Werkzeugen und Funkgeräten aus, die sie für ihre wichtige Schutzarbeit benötigen. Sie dokumentieren das Artenvorkommen und sorgen dafür, dass Gebiete mit besonders gefährdeten Arten nicht betreten werden. 

Mit Bildungsangeboten und in Gesprächen helfen wir den Menschen vor Ort, die bisher – meist aus Armut – mit Tieren, Edelhölzern oder besonderen Pflanzen gehandelt haben, die Tragweite ihrer Handlung für das gesamte Ökosystem zu begreifen. Wir zeigen ihnen Alternativen zur Wilderei, zum illegalen Wildtierhandel und zu kurzfristig gedachter Land- und Forstwirtschaft auf; denn mit den richtigen Anbaumethoden kann Land- und Forstwirtschaft nicht nur nachhaltig, sondern auch artenreich betrieben werden. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist das Agroforstsystem, bei dem in einem Waldgarten unterschiedliche Baum- und Straucharten sowie Wurzelpflanzen angebaut werden – wie Bananen, Kaffee und Maniok. OroVerde unterstützt Bäuerinnen und Bauerndabei, diese Anbauweise zu erlernen und die optimalen Nutzpflanzen einzusetzen. Und da der Boden bei dieser Anbauweise nicht ausgelaugt wird, muss auch kein Regenwald mehr gerodet werden, um neue Felder anzulegen. So wird das Ökosystem in seiner Vielfalt bewahrt und das Pandemierisiko nachhaltig verringert. Ihre Spende hilft uns dabei!

Ihr Einsatz für Regenwald- und Pandemieschutz:

Agroforstsystem

819 Euro 
kostet es, 1 Hektar Waldgarten anzulegen. Dazu gehören Werkzeuge, Baumaterial, Setzlinge sowie die Schulung der Bauern.

Patrouille

60 Euro 
ermöglichen eine zweitägige Patrouille in entlegene Parkgebiete, um illegale Aktivitäten zu stoppen.

Kartierung

175 Euro 
kostet die Kartierung eines Regenwald-Gebietes, um die einzigartige Artenvielfalt zu erfassen.

Warum Artenschutz für den Regenwald so wichtig ist:

In einem intakten Ökosystem leben viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten mit den unterschiedlichsten Spezialisierungen eng zusammen. Pflanzen- und Tierwelt versorgen und erhalten sich dabei gegenseitig. Große Vögel etwa verteilen bei ihrer Nahrungsaufnahme die Samen von Bäumen und Sträuchern in einem weiten Umkreis und sorgen so dafür, dass viele verschiedene Pflanzenarten im Wald wachsen. Je weniger Vogelarten es durch beispielsweise illegale Wilderei gibt, desto weniger Pflanzenarten wachsen und desto weniger Nahrung gibt es wiederum für die Vögel und andere Tierarten – ein Teufelskreis mit schweren Folgen für das ganze Ökosystem.

Was Regenwald- und Artenverlust konkret mit Pandemien zu tun hat:

Auch Viren sind ein natürlicher Bestandteil von Ökosystemen. In der Regel können sie sich jedoch nicht so schnell ausbreiten, da die Vielzahl der Arten einen natürlichen Schutz bildet. Wird nun der Lebensraum durch Abholzung, Brandrodung oder Wilderei gestört, sinkt auch die Biodiversität, sprich die Artenvielfalt des Ökosystems. Ist dies der Fall haben es Arten leichter, die sich an die veränderten Umweltbedingungen schnell anpassen und neu entstandene Nischen besetzen können. Doch genau in solchen stark geschwächten Ökosystemen ist der Ausbruch einer Epidemie oder Pandemie deutlich wahrscheinlicher, weil die Population mancher Arten wächst, während andere Arten aussterben. Für Viren und andere Krankheitserreger bedeutet dies, dass sie die natürlichen Barrieren leichter überwinden und sich als Resultat schneller verbreiten können. Es ist höchste Zeit, Biodiversitäts- und Klimaschutz einen höheren Stellenwert beizumessen.

Noch mehr Regenwaldzerstörung – der Teufelskreis durch die Corona-Pandemie:

Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie stehen auch die indigenen Völker in den abgelegenen Regenwald-Gebieten vor einer enormen Herausforderung, wie zum Beispiel die Kichwa-Indigenen in unserer Projektgemeinde Sarayaku in Ecuador. Oft fehlt ihnen der notwendige Zugang zu einer schnellen Gesundheitsversorgung. Aus Angst vor Infektionen ziehen sich viele indigene Völker immer tiefer in den Wald zurück. Das wiederum öffnet Tür und Tor für noch mehr Regenwald-Abholzung und -Ausbeutung, da die Regenwaldgebiete nicht mehr durch ihre einheimische Bevölkerung geschützt werden.

 

Fotonachweis: K.Wothe, FDN, Sarayaku, OroVerde/E.Mannigel

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Melissa Brosig
Fundraising
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