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Höchste Zeit zu handeln: Die Weltklimakonferenz in Polen

Aktuell läuft die 24. Weltklimakonferenz in Kattowitz, Polen. Noch bis zum 14. Dezember werden Vertreter aus rund 200 Staaten auf dem Klimagipfel vertreten sein. Und es ist höchste Zeit zu handeln: Gerade erst wurde der IPCC Sonderbericht 1,5 Grad (IPCC Special Report on 1.5 Degrees) vorgestellt. "Es sieht dramatisch aus in der Zukunft. Das hat einige Länder hoffentlich wach gerüttelt.", so unsere Kollegin, Anique Hillbrand, die gerade auf der Klimakonferenz vor Ort ist.

Kein geringerer als Sir David Attenborough drängte in Polen mit einer bewegenden Rede zum Handeln und auch der ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, sprach sich vor Ort für deutlich mehr Klimaschutz aus. Sogar aus dem All kamen Grüße an die Klimakonferenz: Astronaut Alexander Gerst schickte eine Videobotschaft!
Und der neueste Bericht des Weltklimarats, IPCC,  zeigt, dass es dringend ist, endlich etwas zu bewegen: Eine Erwärmung um 1,5 Grad könnte laut den Wissenschaftlern sogar schon in 11 Jahren eintreten und recht sicher innerhalb der nächsten 20 Jahre, wenn wir unsere CO2- Emissionen nicht deutlich reduzieren. Der Report stützt sich auf insgesamt rund 6.000 Studien und gibt auch deutliche Handlungsaufforderungen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei beispielsweise die Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe um mindestens die Hälfte in weniger als 15 Jahren. Innerhalb der nächsten 30 Jahre sollten wir nahezu komplett auf deren Nutzung verzichten. 
Neben der Einsparung von Kohlenstoffdioxid sind weitere Anstrengungen nötig, so der Report. Wir brauchen zum Beispiel mehr Waldflächen, die dabei helfen, große Mengen an CO2 in Form von Kohlenstoff zu binden und diesen in ihrer Biomasse zu speichern. Und Wälder in den Tropen schaffen erstaunliches: Ein Fußballfeld voller Bäume in den Tropen speichert die CO2-Menge, die von 59 Deutschen im Jahr produziert wird.

Auf der 24. Weltklimakonferenz bekam dieser aufrüttelnde Bericht des Weltklimarats dann die richtige Plattform.
Es gibt bereits Initiative sowie Pilotprojekte die in die richtige Richtung gehen. OroVerde selbst arbeitet in einigen seiner Regenwaldschutz-Projekte an Möglichkeiten und Methoden, wie man den privaten Sektor zunehmend ins Boot holen kann, wenn es um Waldregenerierung und - schutz geht.  

Für den Regenwaldschutz auf der Klimakonferenz

Als Tropenwaldstiftung sind wir von OroVerde natürlich auch vor Ort vertreten gehen in den direkten Austausch mit weiteren Experten. Anique Hillbrand aus dem internationalen Team hatte bereits die Möglichkeit unsere Ausstellung „Hier und da" mit dem Fokus auf das Thema Konsum gemeinsam mit dem Klima-Bündnis auf der Konferenz vorzustellen. Außerdem ist sie auf der Weltklimakonferenz mit Vertretern unserer beiden Partnerorganisationen aus Guatemala unterwegs, um den internationalen Austausch von Pilotprojekten zu fördern. Im Rahmen des WaldGewinn-Projektes - Starke Partner für wertvolle Wälder konnten unsere Gäste aus Guatemala bereits vor der Klimakonferenz schon an unserem Experten-Workshop sowie am Global Landscape Forum in Bonn teilnehmen. Kommende Woche wird das Team aus Guatemala dann mit vielen Erfahrungen, neuen Erkenntnissen und vor allem spannenden Kontakte wieder auf dem Weg zurück nach Hause sein und sicher viele Ideen und Anregungen mit im Gepäck haben.

 

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