Hausgarten

Regenwaldschutz am Izabal See – aus der Erfahrung lernen

Ort des Geschehens ist das Wildschutzgebiet Bocas del Polochic am Izabal-See in Guatemala. Seit 2012 ist OroVerde in der Region tätig, um die Regenwälder zu schützen und zu regenerieren. Gleichzeitig helfen die Projekte den Menschen vor Ort dabei die (oft) hohe Armut und teilweise kritische Ernährungssituation zu bekämpfen – vor allem in Anbetracht der Auswirkungen des Klimawandels – wie beispielsweise die Zunahme extremer Wetterereignisse.

Was bleibt eigentlich von den erreichten Projekterfolgen übrig, einige Jahre nach Ende der Laufzeit? Das versucht OroVerde gerade gemeinsam mit seinen Partnern in Guatemala und einem unabhängigen Gutachterteam direkt vor Ort herauszufinden.

Der Zeitplan des Gutachterteams ist straff. Sie wollen möglichst viele der Projektgemeinden besuchen und mit den Menschen vor Ort reden. Dabei ist es vor allem wichtig, sich alle Stimmen anzuhören – auch die kritischen und vor allem die eher benachteiligter Gruppen, wie die der Frauen. Dafür wurde gemeinsam mit OroVerde und unseren lokalen Partnern, den Defensores de la Naturaleza und Heifer International Guatemala, ein Arbeitsplan und eine lange Liste an Fragen für diese Evaluierung erarbeitet.OroVerde will erfahren, wie die Lage in den Gemeinden aktuell ist, ein paar Jahre nachdem sie mit Hilfe der OroVerde-Projekte gut auf eigenen Füßen standen.
Wie steht es um die Agroforstsysteme, aus denen die Familien ein alternative Einkommen ziehen sollten und die geschützten Regenwälder? Werden die Kochherde weiterhin genutzt und beziehen die Familien immer noch ihr Brennholz aus den eigenständig angelegten Energiewäldern? Und wie geht es den Hausgärten und Kleintierzuchten? Haben sie die Ernährungssituation der Menschen langfristig verbessern können? 
Eine andere spannende Frage ist, ob die Familien durch die im Rahmen des Projektes eingerichteten Katastrophen-Komitees nun besser auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren können. Wir möchten mit der Evaluierung nicht nur erfahren, wie die aktuelle Lage in den Gemeinden ist, wir möchten insbesondere aus möglichen Fehlern lernen, damit zukünftige Projekte noch erfolgreicher werden. Die Ergebnisse der Evaluierung erwarten wir im Laufe der zweiten Jahreshälfte und sind schon sehr gespannt, was dabei herauskommt.

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