Hausgarten

Regenwaldschutz mit Honig und Schokolade

Regenwaldschutz hat viele Gesichter, aber vor allem die der Kleinbauern vor Ort! Es gilt sie mit ins Boot zu holen und ihnen langfristige Alternativen zum aufzuzeigen. Honig und Kakao können als nachhaltige Einkommensquellen genutzt werden, um Regenwaldschutz voran zu treiben. Im WaldGewinn-Projekt fördern OroVerde und seine Partner diese und weitere Wertschöpfungsketten, um den Kleinbauern Alternativen an die Hand zu geben, so dass sie weniger auf Bewirtschaftung setzen, der auf Dauer immer mehr Regenwald zum Opfer fällt. Außerdem ist es wichtig, sich an den Klimawandel anzupassen und für Extremwetter-Ereignisse gewappnet zu sein. Doch es gilt dabei immer wieder Herausforderungen zu meistern, nicht nur für die Kleinbauern, sondern auch für das gesamte WaldGewinn-Team.

Die Ernte des Kakaos neigt sich Ende April langsam dem Ende zu. Schon viele tausende Kilos Kakaobohnen ernteten die Kleinbauern und das Team sorgte für den Transport zur Weiterverarbeitungsanlage. Nicht nur logistisch eine Herausforderung! Wichtig ist auch, dass die Qualität des Kakaos stimmt und daran wird laufend gearbeitet.
Und als ob es agesprochen wäre: Die Honigernte bei den Imkern startet jetzt in die "Hochsaison". So kann sich das Team nun besonders auf die Ernte und den Transport des Honigs konzentrieren. Ein Vorteil: Mit Hilfe der neuen - durch WaldGewinn finanzierten - Geräte zur Ernte, erhält der Honig eine sehr gute Qualität und die Imker können ihn größenteils selbst direkt auf dem lokalen Markt verkaufen. 

Regenwaldschutz durch Imkerei: Erfolgsgeschichten von vor Ort

Damit die Bienen genügend Futter finden, sind bereits ein paar Kleinbauern dazu übergegangen, auf Eigeninitiative in der Pufferzone um die Bienenstöcke besonders vielfältige Agroforstsysteme zu pflanzen. Und das wiederum hilft nicht nur den Bienen, sondern auch der Artenvielfalt und den Kleinbauern selbst. Durch die verschiedensten Nutzpflanzen in einem Agroforstsystem können sie zusätzlich für die eigene Ernährung nutzen. 
Ein besonders spannendes Beispiel der Imkerei ist Doña Albina. Sie fing vor einigen Jahren mit gerade einmal zwei Bienenkästen an und hat mitlerweile über 34 Bienenkästen auf ihrer Fläche stehen. Sie ist so erfolgreich damit, dass sie bereits einige "Startersets für Bienenvölker" an andere potentielle Imker verkaufte. Insgesamt konnte sie so im Laufe der Zeit einen Gewinn von über 3.600 Quetzales machen. Nach aktuellem Umrechnungskurs sind das über 400,00 Euro! Ein toller Erfolg, der zeigt, dass sich ein erfolgreiches Management seiner Bienenstöcke lohnt. Da die Honigbienen sich wunderbar mit biodiversen Agroforstsystemen verbinden lassen, bietet das verschiedenste Möglichkeiten für die Kleinbauern und hilft, die Pufferzone, in der die Familien leben, noch vielfältiger zu gestalten. 

Wenn der Regenwald brennt

Die Anpassungen an die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel denkt das WaldGewinn-Team gleich mit. Dennoch gibt es Zeiten, in denen das Team ganz besonders aufpassen muss: die Trockenzeit im Nationalpark Sierra del Lacandón. Im Norden Guatemalas an der Grenze zu Mexiko liegt dieser wunderschöne Nationalpark, dessen Kernzone sich durch nahezu unberührten Tieflandregenwald auszeichnet. Tiere wie der Jaguar oder der Hellrote Ara sind hier zuhause. Doch gerade in den besonders heißen Monaten - wie jetzt im April oder Mai - wird besonders häufig in der Pufferzone des Parks Alarm geschlagen, da wieder Feuer (sog. "Incendios") ausgebrochen sind. Um schnellstmöglich handeln zu können, sind unsere Partner, die Defensores de la Naturaleza, die das Co-Management des Parks übernommen haben, immer in Alarmbereitschaft.
Damit sich die Brände im Falle eines Falles nicht so schnell ausbreiten können, werden im Vorfeld Brandschneisen an bestimmten Stellen gleich mitgedacht und eingerichtet. Wir hoffen, dass es in diesem Jahr nicht so viele Brände gibt und dass alle Beteleigten gut gerüstet sind, um schnell handeln zu können!

 

Im WaldGewinn-Projekt arbeitet OroVerde mit seinen beiden Partnern, Defensores de la Naturaleza und Heifer International Guatemala in drei verschiedenen Schutzgebieten in Guatemala. 
Dieses Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützt diese Initiative auf Basis einer Bundestagsentscheidung.

 

 

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