Ayopaya

Schutz der Bergnebelwälder Boliviens

Seit mehr als 30 Jahren ist die Tropenwaldstiftung OroVerde weltweit aktiv für den Regenwaldschutz. Das Projekt Ayopaya in den bolivianischen Anden konnte durch die Einführung von Agroforstsystemen und Maßnahmen zur Umweltbildung zum Schutz der letzten dort beheimateten Bergnebelwälder beitragen. 

Die Ausgangssituation

Bittere Armut zwang die indigenen Kleinbauern in den Anden die Bergwälder zu roden. Die Natur schlug hart zurück: Der Boden wurde schnell unfruchtbar. Regen spülte todbringende Schlammlawinen von den kahlen Hängen in die Dörfer. Die Trinkwasserqualität wurde lebensbedrohlich.

Projektziele und -maßnahmen

1990 begann OroVerde zusammen mit der Selbsthilfeorganisation FUPAGEMA in Ayopaya mit der systematischen Arbeit für Mensch und Natur. Auf einem Gebiet von etwa 500 Quadratkilometern wurde ein Wiederaufforstungsprogramm für etwa 30 bis 40 Gemeinden ins Leben gerufen. 1995 lieferte die eigens dafür gegründete Baumschule der Provinzstadt Independencia gemeinsam mit 12 weitere kommunale Baumschulen 254.500 Setzlinge für die Wiederaufforstung ehemaliger Waldgebiete und den Erhalt der letzten andinen Bergregenwälder. Ihre Mitarbeiter pflanzten zum einen einheimische Arten zur Wiederaufforstung und zum anderen auch schnellwachsende Arten, wie Eukalyptus und Kiefern als Brenn- und Holzlieferanten für die Bevölkerung. Im Rahmen eines Obstbauprojekts wurden zudem 6.000 Obstbäume gepflanzt. In ihrem Schatten wachsen Salat und Gemüse. Die beteiligten Gemeinden wurden in Ökologie, Forstwirtschaft und Agroforstwirtschaft, Organisation und Nachhaltigkeit ausgebildet, so dass die Wiederaufforstungsmaßnahmen innerhalb des Programms in die Produktion  der bäuerlichen Gemeinden eingegliedert werden konnten.

Projektgebiet

Provinz Ayopaya, Bolivien

Projektdauer

1990-1998

... für den Regenwaldschutz.

Ergebnisse

Wälder entstanden neu, Berghänge wurden befestigt, Felder gegen Erosion gesichert und die Wasserversorgung verbessert. Die Kleinbauern waren nun nicht mehr gezwungen, die Wälder zu zerstören, um den Boden zu nutzen. Ihre Lebensqualität hatte sich nachhaltig verbessert. Zusätzlich konnten alternative Einkommensquellen wie etwa die Bienenhaltung erfolgreich eingeführt werden.

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Fotonachweis: Diana Rode (Titelbild), Ayopaya (Bildergalerie) 

Noch Fragen zum Projekt?
Dr. Elke Mannigel
Teamleitung Internationale Projekte
Telefon: 0228 24290-12
E-Mail: emannigel@oroverde.de