Spendenprojekt zum Schutz des Regenwaldes in Indonesien © OroVerde-Martin Baumann

Insel der Paradiesvögel

Jetzt ein Stück Paradies retten!

Über die Baumriesen mit ihren gigantischen Brettwurzeln fliegt kreischend eine Schar Gelbhaubenkakadus, während im Dickicht der üppigen Vegetation ein Tüpfelkuskus mit seinen großen Augen müde hervorblinzelt. Wir sind in den faszinierenden Regenwäldern Indonesiens unterwegs. Ein besonders artenreiches, aber auch extrem bedrohtes Gebiet.

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für die Insel der Paradiesvögel!

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Fakten zur Spende

Regenwälder & Korallenriffe der Superlative

Indonesien beherbergt eine außergewöhnliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, mit zwei wahren »Hotspots« der Biodiversität. Hier leben zudem viele Endemiten, also Arten, die nur hier vorkommen. Auch unter Wasser gehört Indonesien zu den Spitzenreitern: Das Korallendreieck besitzt die größte marine Biodiversität weltweit. So sind 76% aller Korallenarten dort zu finden.

Teufelskreis der Zerstörung - Wie Korallenriffe und Regenwälder zusammenspielen

Die Abholzung von Regenwald führt sowohl zu einem dramatischen Verlust der Artenvielfalt, da der wertvolle Lebensraum vieler Tierarten verloren geht, als auch zu verstärkter Bodenerosion. Diese wiederum lässt Korallenriffe unter der zunehmenden Sedimentlast ersticken. Wo kein lebendes Riff ist, fehlt die Kinderstube der Fische. Und wo die Fischbestände abnehmen, verarmt die Küstenbevölkerung zusehends und sucht sich ihren finanziellen Rückhalt im Verkauf von wertvollen Tropenhölzern. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen!

Bedroht, aber nicht verloren

Die indonesische Regenwaldinsel Waigeo ist die größte der Inseln des Raja-Ampat-Archipels in West-Papua. Hier leben zahlreiche endemische Arten wie der Waigeo-Tüpfelkuskus, der Nacktkopfparadiesvogel (auch als Blauköpfiger Paradiesvogel bekannt) und der Rote Paradiesvogel. Doch sind die noch weitgehend unberührten Regenwälder und Korallenriffe auf Waigeo akut von der Zerstörung bedroht durch:

  • illegale Abholzung
  • Straßenbau durch Schutzgebiete
  • Wilderei von Regenwald-Tieren
  • Vermüllung und Überfischung

Illegale Rodungen und Wilderei drohen das ökologische Gleichgewicht in diesem Regenwald-Gebiet zu zerstören. Ein waldvernichtendes Straßenbauprojekt ist gestartet, bei dem die 700km lange Ringstraße sogar teilweise durch die Regenwald-Schutzgebiete auf Waigeo führen soll. Internationale Rodungsfirmen, die die finanzielle Abhängigkeit der Inselgemeinden ausnutzen, holzen die wertvollen Bäume im Regenwald schonungslos ab. Auch viele Bewohner der Inseln verkaufen aus Armut das Holz ihres Landes und vernichten so ihre eigene Lebensgrundlage, den Regenwald. Die Bewohner des Archipels sind größtenteils Selbstversorger und haben nur ein geringes Einkommen. Der Gewinn durch den Holzverkauf wird z.B. für die Finanzierung des Schulbesuchs der Kinder aufgebracht.

Wie wir diesen Schatz der Artenvielfalt retten

Unser Aktionsplan für ein ganz besonderes Schutzgebiet 

Weite Teile der Insel Waigeo stehen formal unter Schutz, doch werden die Schutzbestimmungen häufig nicht wirksam umgesetzt. Deshalb arbeitet OroVerde als Experte in Sachen Regenwaldschutz gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort daran, ein wirksames Naturschutzmanagement aufzubauen und umzusetzen, z. B. durch ...

  • spezielle Weiterbildungen, die es den einheimischen Organisationen erleichtern, zukünftig Naturschutzprojekte effektiv durchzuführen. 
  • eine Aufklärungskampagne, um die Bevölkerung, Behörden und Politiker über die Folgen der geplanten Ringstraße aufmerksam zu machen (Regenwaldverlust, Erosion, Umsiedlungen) und sich für sinnvollere und nachhaltige Infrastrukturprojekte einzusetzen. 
  • Forschungsexpeditionen, um den besonderen Schutzstatus dieses Gebietes deutlich zu machen. So lebt das äußerst seltene Braunbrust-Buschhuhn nur hier in den Regenwäldern Waigeos.

Armut stoppen durch nachhaltige Entwicklung

Da der größte Schatz der Region die traumhafte Natur ist, zieht es immer mehr Touristen hierher. Vor allem Birdwatching ist sehr beliebt. Ein gemeindebasierter  Öko-Tourismus ist deshalb wichtig für den Walderhalt und sorgt für eine nachhaltige Gemeindeentwicklung. Doch dies erfordert Schulungen für die Guides, die später die Kayaktouren oder Vogelexkursionen anbieten sollen, und das notwendige Equipment (wie z. B. Ferngläser). Außerdem erhalten die Familien spezielle Workshops, um Gewürze und Tees für den Verkauf auf den lokalen Märkten in Permakulturen anzubauen, ohne Rodungen von weiteren Waldflächen und den Einsatz von Kunstdüngern.

Wie Ihre Spende hilft

Mit einer Spende für die "Insel der Paradiesvögel" tragen Sie dazu bei, ein wirklich einmaliges Regenwaldgebiet zu schützen und zugleich Korallenriffe zu retten.

40 €

sind nötig, damit ein lokaler Experte einen Tag lang bedeutende Balz- und Brutplätze der Paradiesvögel lokalisieren kann.

100 €

betragen die Schulungskosten je Teilnehmer, um notwendige Grundlagen und Kenntnisse zur Entwicklung von Öko-Tourismus im Regenwald zu vermitteln.

500 €

kosten ein Set Kamerafallen, um das Artenmonitoring eines Regenwald-Gebietes voranzubringen und um die einzigartige Artenvielfalt zu erfassen und diese dadurch besser schützen zu können.

 

Projektpartner

In die Projektdurchführung sind unsere Partnerorganisationen in Indonesien und in Raja Ampat einbezogen:

Unser Partner Fauna and Flora International (FFI) setzt sich weltweit für den Erhalt bedrohter Arten und Ökosysteme und bietet nachhaltige Lösungen an, die auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aufbauen und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort einbeziehen. Das 1996 begonnene Indonesien Programm bringt wertvolle langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der indonesischen Regierung und zum gemeindeorientierten Wald- und Schutzgebietsmanagement in das Projekt ein.

Yaysan Nazaret Papua (YNP) ist eine lokale gemeinnützige Organisation und unterstützt seit ihrer Gründung in 2004 lokale und indigene Gemeinden auf Raja Ampat bei der Klärung traditioneller Landnutzungsrechte und in der Gemeindeentwicklung.

Die lokale Organisationen Belantara Papua wurde 2005 gegründet und fördert mit ihren Aktivitäten traditionelle, kulturelle Werte und das Bewusstsein für aktuelle Umweltthemen in der lokalen Bevölkerung in West-Papua.

Förderer

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Dennoch sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen, um den Eigenanteil in Höhe von 166.000 € zu finanzieren.

 

 

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Fotonachweis: FFI (Paradiesvogel, Projektarbeit)

Noch Fragen zu diesem Projekt?

Martin Baumann
Team Internationale Projekte
Telefon: 0228 24290-40
E-Mail: mbaumann@oroverde.de