Die Regenwald-Schokolade

Waldschutz durch nachhaltigen Kakaoanbau

Nachhaltig angebauter Kakao aus artenreichen Waldgärten bringt eine WIN-WIN-WIN-Situation: 1. Der Regenwald wird geschützt und die Artenvielfalt erhöht. 2. Die Einkommenssituation der Kleinbauern vor Ort verbessert sich; sie sind wirtschaftlich eigenständiger und 3. Sie als Kunde können Regenwald-Schokolade von bester Qualität mit gutem Gewissen genießen.
Wie das alles funktioniert und warum wir als Tropenwaldstiftung auf Kakaoanbau setzen? Gehen Sie mit uns auf die Reise des Kakaos - von Kleinbauern im Regenwald Guatemalas bis zur fertigen Schokolade, die Sie zuhause genießen können.

Der Waldgarten

Regenwaldschutz durch Kakaoanbau? Seit 30 Jahren setzt OroVerde auf die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, um das Ziel effektiven und langfristigen Regenwaldschutz zu erreichen. Lesen Sie mehr über die Anbaumethode der sogenannten Agroforstsysteme.

Ein großer Erfolg für den Regenwaldschutz

Nach mehreren Jahren Arbeit im Projekt WaldGewinn freuen wir uns sehr, dass Sie die Früchte selbst in der Hand halten können: Die erste Regenwald-Schokolade aus den Kakaobohnen der Kleinbauern  in Guatemala. Endlich konnten die Kleinbauern ihre Kakaobohnen selbst fermentieren und trocknen, so dass sie zu einem weit besseren Preis verkaufen konnten als sie ihre frischen Kakaobohnen sonst an die Zwischenhändler verkauft haben. Die einzelnen Kakaobauern haben sich mitlerweile zu sogenannte Comitees zusammengeschlossen, in denen sich die Bauern organisieren und die eine Vermarktung der Kakaobohnen überhaupt erst möglich gemacht haben. Um starten zu können fehlte jedoch zunächst das nötige Arbeitskapital, mit dem die Bauern sofort nach der Abgabe der Bohnen bezahlt werden mussten. OroVerde-Spender machten es möglich, dieses nötige Startkapital zusammen zu bringen und so den Kreislauf zu starten. Nun ist die erste Regenwald-Schokolade aus Guatemala im deutschen Handel erhältlich und wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für Ihr Engagement!

Neben der qualitativ hochwertigen Verarbeitung der Schokolade durch Georgia Ramon fließen pro verkaufter Tafel noch 0,50 Euro zusätzlich in das Projekt. 

Entdecken Sie den Ursprung Ihrer Schokolade in den Regenwäldern Guatemalas:

Hier bieten wir Ihnen die einmalige Gelegenheit, die Kleinbauern in Guatemala näher kennenzulernen, die die Kakaobohnen für die Regenwald-Schokolade verarbeitet haben. Folgen Sie den Spuren des Kakaos bis zu seinem Urpsrungsort in den Parzellen der Kleinbauern in Guatemala. Entdecken Sie, wie artenreich und nachhaltig Kakaoanbau sein kann! Die Webseite mit den Informationen zu Kleinbauern und Anbauregionen steht noch am Anfang und lässt sich nur in der Desktopversion bedienen, aber Sie können schon einen Blick in den nachhaltigen Kakaoanbau mitten im Regenwald am anderen Ende der Welt werfen. 

Klicken Sie sich durch das Geoportal:

Kakao aus Waldgärten?

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir auf eine besondere Anbaumethode: Biodiverse oder artenreiche Agroforstsysteme. Das bedeutet, dass auf der gleichen Fläche viele verschiedene Nutzpflanzen wachsen. So werden ca. 450 – 600 Kakaobäume pro ha gepflanzt, während es in konventionellen Plantagen bis zu 1.200 Bäume pro ha sind. Dadurch ist der Kakaoertrag pro ha zwar geringer, aber die Vielfalt der nutzbaren Pflanzen macht dieses System dennoch so erfolgreich! Ein Pestizideinsatz ist beispielsweise nicht notwendig. Die Kleinbauern bewirtschaften ihre Fläche nach Einweisung durch den Experten selbst. Immer wieder findet ein Austausch statt, um neues Know-how zu erlernen und die Flächen noch besser und nachhaltiger zu pflegen.

5 Vorteile, die das Agroforstsystem zum Zukunftsmodell machen

Gesunde und ertragreiche Böden erhalten, Wasser speichern und auch in Dürrezeiten besser verfügbar machen, Kohlenstoff binden, um den Klimawandel zu bremsen sowie die biologische Vielfalt stärken – die Landwirtschaft der Zukunft steht vor vielen Herausforderungen. Was macht das Konzept "Agroforst" so erfolgreich?

  • Der Boden wird besser vor Erosion geschützt und Wasser besser gespeichert. Schnell wachsende Bäume spenden den anderen Nutzpflanzen zudem Schatten. Das hat zur Folge, dass Dürre oder Überschwemmungen so weniger gefährlich sind . 
  • Jeder gepflanzte Baum ist gut für den Klimaschutz, da er CO2 bindet. Und auch Böden zählen zu den wichtigsten "CO2-Senken". Intakte Waldböden gelten als bedeutende CO2-Speicher und binden vielfach so viel CO2 wie degradierte Ackerböden.
  • Die biologische Vielfalt wird erhöht. Der Waldgarten bietet Insekten, Reptilien, Vögeln und kleinen Säugetieren einen Lebensraum und stärkt so die Artenvielfalt der Region. Auch Jaguare, Ozelots und andere Arten kehren zurück. 
  • Eine vielfältige Ernte über Jahre verbessert denSpeiseplan der lokalen Bevölkerung. Hunger und Mangelernährung nehmen ab. Was die Bauern nicht für den Eigenbedarf brauchen, verkaufen sie. Es muss kein Regenwald für neue Felder gerodet werden. Der Wald ist Bestandteil der Landwirtschaft. 
  • Wachsen viele verschiedene Arten nebeneinander, können sich Krankheiten nicht so schnell ausbreiten. Befällt ein Schädling eine Sorte, kann immer noch reichlich von allem Anderen geerntet werden. So werden Ernteausfälle besser abgepuffert.

Wir freuen uns, diese besondere Regenwald-Schokolade mit OroVerde zu realisieren, weil es ein tolles Projekt ist, das wir sehr gerne unterstützen. Die Kakaobohnen sind von einer hohen Qualität und wir konnten daher eine sehr harmonische Schokolade kreieren. Sie schmeckt ganz wunderbar fruchtig, ist dezent herb und hat angenehme würzige Noten!

Georg Bernardini, Weltweit bekannter Chocolatier und Autor des Buches „Der Schokoladentester. Die besten Schokoladen und Pralinen der Welt. Was dahinter steckt und worauf wir gerne verzichten.“ 

Kooperationspartner und Sponsor: Georgia Ramon

Georgia Ramon wurde im Frühjahr 2015 von Georg Bernardini und Ramona Gustmann im Bonner Stadtteil Oberkassel gegründet. Dort befindet sich auch das Ladengeschäft mit integrierter Produktion und einem kleinen Café. Georg Bernardini ist gelernter Konditor, seit über zwanzig Jahren Chocolatier und Confiseur. Mitbegründer der Confiserie Coppeneur aus Bad Honnef, im Juni 2010 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Autor der Bücher "Der Schokoladentester“, erschienen im Oktober 2012 und im Mai 2014 zum besten Schokoladenbuch der Welt des Jahres 2013 ausgezeichnet und des Nachfolgewerks "Schokolade-Das Standardwerk“.

2018 besuchten Ramona Gustmann und Georg Bernardini das OroVerde-Projekt in Guatemala und waren beeindruckt von der Vielfalt auf den Flächen des Kakaoanbaus:

Die Diversifkation der Anbauflächen ist größer als in den Plantagen, die ich sonst besucht habe. Es gibt wesentlich mehr Variationen in den Pflanzen und Bäumen. Dass ein Mahagonibaum als Schattenspender gepflanzt wurde, habe ich noch nie erlebt - finde ich eine super Sache! Das was ich gesehen habe, überzeugt mich, dass die Kleinbauern hinter dem stehen, was sie tun und ihre Kakaobäume auch pflegen. Man hat gespürt, dass die Bauern ihre Bäume mit Herzblut pflegen.

Mit Partnern auf erfolgreichem Kurs

Im Projekt WaldGewinn geht es nicht nur um Praxisbeispiele, wie eine Kooperation mit dem Privatsektor erfolgreich funktionieren kann, sondern auch darum, als Vorbild voranzugehen und Kriterien für die Zusammenarbeit zu gestalten. So kann das Konzept effizient in die Breite getragen werden! Unsere Partner im WaldGewinn-Projekt sind Defensores de la Naturaleza und Heifer International Guatemala. Beide arbeiten seid vielen Jahren in verschiedensten Gebieten in Guatemala. Im WaldGewinn-Projekt können nun alle drei Partner ihr Know-how für nachhaltigen Regenwaldschutz erfolgreich einbringen.