Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Datenschutzbestimmungen.

×

Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath: Seit Jahrzehnten wehren sich die indigenen Kichwa aus Sarayaku gegen mächtige Erdölkonzerne und staatliche Instanzen. Die Kichwa wollen keine Erdölförderung auf ihrem Territorium. Vielmehr wollen sie den Regenwald auf ihrem Gebiet erhalten und im Einklang mit ihm leben. In diesem Kampf konnten die Kichwa auch schon erste Erfolge verzeichnen. Zum Beispiel gewannen sie in einem weltweit beobachteten Prozess gegen den Staat Ecuador. Außerdem erarbeiteten sie das Konzept der „Lebenden Wälder“ – eine neue Kategorie von Schutzgebieten, die von den Einheimischen selbst verwaltet werden. Nun gilt es, dieses Konzept vollständig in der Praxis umzusetzen und das Territorium von Sarayaku als „Lebender Wald“ unter Schutz zu stellen. OroVerde hilft den Kichwa dabei. Helfen Sie mit!

Projektbeschreibung

Flusslauf im Regenwald - ©Sina Schreier

Die Kichwa von Sarayaku leben östlich der Anden in der ecuadorianischen Provinz Pastaza mitten im Amazonas-Regenwald. Auf über 95% ihres Territoriums am Fluss Bobonaza stehen noch intakte, wenig erforschte Urwälder. Diese sind der Lebensraum für unzählige spannende Pflanzen- und Tierarten, darunter auch die äußerst seltenen Tapire, Jaguare und Wollaffen. Ein exotisches und faszinierendes Paradies, das geschützt werden muss!

Doch auf dem Territorium von Sarayaku gibt es auch große Ölvorkommen. Diese wollen die staatliche und internationale Ölfirmen schon seit längerem fördern. Sie versuchten deshalb, das Volk der Kichwa einzuschüchtern und zu spalten. Davon ließen sich die Indigenen aber nicht entmutigen, und ihre Parole ist klar: Lebende Wälder statt Erdöl.

OroVerde unterstützt die Bewohner von Sarayaku schon seit 2003 dabei, ihre Rechte auf friedliche Weise zu verteidigen und ihre Lebensweise selbst zu bestimmen. Die Kichwa verschließen sich nicht dem Fortschritt. Allerdings wissen sie um die Bedeutung des Waldes für ihre Zukunft und kulturelle Identität. Ihr Konzept der „Lebenden Wälder“ zeigt einen Weg, wie indigene Völker den Regenwald, also ihre Lebensgrundlage, aktiv schützen können.


Lesen Sie mehr über das Projekt, die Fortschritte und die anstehenden Arbeiten im Regenwald von Ecuador.

Wie Ihre Spende hilft!

Stolzer Junge mit traditioneller Bemalung ©Sarayaku

Ihre Spende geht direkt an die Gemeinde Sarayaku. Damit bringen Sie das innovative Konzept der „Lebenden Wälder“ weiter voran, helfen dabei es anerkennen zu lassen und in die Praxis umzusetzen. Dazu gehört z.B., das Territorium von Sarayaku genau zu vermessen und zu markieren sowie seine Grenzen und Jagd-freien Zonen von eigens geschulten Waldwächtern zu überwachen. Um selbst weniger Wildtiere jagen zu müssen, werden die Kichwa ein Kleintierzuchtprogramm durchführen. Auch eine bestehende Tapir-Pflegestation wird erneuert.

Aber es bedarf auch wissenschaftlicher und juristischer Beratung, um das Territorium von Sarayaku als Schutzgebiet auszuweisen. Und genauso gilt es, eine breite Öffentlichkeit für die Schutzbemühungen von Sarayaku zu begeistern, und so politischen Druck aufzubauen. 

OroVerde benötigt für dieses langfristige Großprojekt einen Eigenanteil von insgesamt über 200.000 €, den es zu finanzieren gilt. Ihre Beiträge werden z. B. benötigt für:

36 €

kostet ein Zuchtpaar von Pakas. Diese heimischen Nagetiere lassen sich recht einfach züchten und halten. Damit wird der Jagddruck auf Wildtiere reduziert.

130 €

kostet z.B. ein detailliertes und aktuelles Satellitenbild. Dieses hilft das Territorium von Sarayaku genau zu vermessen und zu markieren.

165 €

kosten Ausstattung und Ausrüstung eines Waldwächters. Diese kontrollieren die Grenzen des Territoriums und überwachen, dass Schutzgebiete und Schonzeiten für Wildtiere respektiert werden.

Anders als der biblische David kann die Gemeinde Sarayaku nicht ganz alleine den Kampf gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes führen. Helfen Sie mit, damit der Regenwald von Sarayaku auch in Zukunft Lebender Wald sein wird!