Feuchtwaldgebiet ©Özi‘s Comix Studio

Umweltzentrum im Pantanal

Schutz des UNESCO Weltkulturerbes

Im Südwesten Brasiliens liegt das Pantanal, das mit 17 Millionen Hektar größte Sumpf- und Feuchtwaldgebiet der Erde. Rodung der Uferwälder, rücksichtslose Landwirtschaft, Trockenlegung von Gewässern und gigantische Bauprojekte zerstörten das Pantanal. Das Gebiet beherbergt eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten. Das Pantanal gehört zu einem der wichtigsten Brut- und Lebensräume für Tiere weltweit und wurde daher 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Die Ausgangssituation

Im Pantanal wurden ohne Rüksicht auf die katastrophalen Folgen Wälder gerodet und Gewässer trocken gelegt. Ohne den Schutz der Bäume wurden die Flussufer Opfer der Erosion und die Flüsse versandeten. Der Lebensraum der Fische und Wasservögel ging dadurch unwiederbringlich verloren und die von Fischfang und Landwirtschaft lebenden Menschen vernichteten so ihre eigene Zukunft.

Das Projektgebiet

Pantanal, Brasilien 

Die Projektdauer

1995-2002

Projektziele- und maßnahmen

OroVerde finanzierte das Umweltzentrum nahe der Landeshauptstadt Cuiaba. Im Gründungsjahr 1996 machte ein Sprecher der Bevölkerung die hoffnungslose Lage deutlich: „Der Fluss frisst unser Land. Eines Tages wird er uns verhungern lassen.“ Doch diese düstere Vorhersagung konnte abgewendet werden. Die Einwohner der Gegend besuchten Informationsveranstaltungen, die auf unterschiedliche Weise den Wert des Uferwaldes und dessen Bedeutung für die Menschen vermittelten. Lehrer wurden in Umweltseminaren weitergebildet, Materialien für den Schulunterricht und zur Information der Bevölkerung entstanden. Die Kurse und Informationsveranstaltungen des Umweltzentrums treffen auf heute noch auf breite Resonanz, insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung. In insgesamt sieben Baumschulen des Projektes wurden Bäume zur Befestigung der Ufer des Rio Cuiabá und de Rio Piraím herangezogen. 

Ergebnisse

Das Zentrum schützte  das für viele gefährdete Vogelarten überlebenswichtige Brutgebiet „Porto da Fazenda“. Die so wieder hergestellten Flussuferwälder verhinderten die Abtragung des Ufers zu Hochwasser Zeiten. Auf diese Weise blieben die für die Bevölkerung lebenswichtigen Acker- und Weideflächen erhalten. Zudem konnte ein großes Bauprojekt in dem Gebiet gestoppt werden, sodass das sensible Ökosystem bewahrt werden konnte. 

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Fotonachweis: Özi‘s Comix Studio (Titelbild), Elke Mannigel (Storchbild) 

Noch Fragen zum Projekt?
Dr. Elke Mannigel
Teamleitung Internationale Projekte
Telefon: 0228 24290-12
E-Mail: emannigel@oroverde.de