Sagenumwoben, gigantisch und von globaler Bedeutung: Der Amazonas-Regenwald ist eines der faszinierendsten und bedeutsamsten Ökosysteme unserer Erde. Er beeinflusst das Klima weit über Südamerika hinaus und bietet unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.
Doch der größte Regenwald der Welt schwebt in ernster Gefahr. Abholzung und der fortschreitende Klimawandel könnten dazu führen, dass Teile des Amazonas austrocknen. Das hätte nicht nur verheerende Folgen für die Menschen vor Ort. Auch regionale und globale Wasserkreisläufe, die Artenvielfalt und das Weltklima wären betroffen. Ob wir diesen Kipppunkt verhindern und die Vielfalt des Amazonas erhalten können, liegt in unseren Händen.
5 spannende Fakten zum Amazonas-Regenwald
Der Amazonas-Regenwald erzeugt seinen eigenen Regen und versorgt große Teile des südamerikanischen Kontinentes mit Wasser.
Forschende gehen davon aus, dass sich im Amazonas-Gebiet 10 Prozent der weltweit unentdeckten Arten verbergen.
Shihuahuaco-Bäume sind eine der ältesten und größten Baumarten des Amazonas. Ganze 800 bis 1.000 Jahre dauert es, bis die Pflanze ihre maximale Höhe von bis zu 60 Metern erreicht!
Mindestens 17 Prozent des brasilianischen Amazonasgebiets wurden bis zum Jahr 2024 gerodet. Das entspricht etwa der Landesfläche von Großbritannien und Frankreich zusammen.
Viele moderne Medikamente basieren auf pflanzlichen Wirkstoffen, die ursprünglich aus dem Amazonas-Regenwald stammen.
Amazonien: Ein Gebiet voller Naturwunder
Das Amazonasgebiet, auch Amazonien genannt, erstreckt sich über mehr als sieben Millionen Quadratkilometer. Es umfasst Teile von neun südamerikanischen Ländern: Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana. Damit ist Amazonien fast so groß wie Australien.
Im Norden grenzt Amazonien an die Guyana-Länder. Im Westen bilden die Anden eine natürliche Grenze. Im Süden liegt das Brasilianische Bergland. Im Osten reicht das Gebiet bis zum Atlantischen Ozean. Dort mündet der Amazonas in einem mehr als 250 Kilometer breiten Flussdelta.
Rund ein Drittel Amazoniens steht unter Naturschutz oder ist als indigenes Territorium ausgewiesen. Das Gebiet umfasst zwei außergewöhnliche Naturwunder: den Amazonas-Regenwald und den Amazonas. Der Amazonas-Regenwald ist der größte tropische Regenwald der Erde. Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Welt.
Amazonas, Amazonien, Amazonas-Regenwald?
Der Begriff „Amazonien“ bezeichnet nicht nur den Amazonas-Fluss, sondern auch den umliegenden Regenwald und das gesamte Ökosystem. Denn Fluss und Regenwald sind eng miteinander verbunden. Der Amazonas-Fluss versorgt den Wald mit Wasser und prägt seine Landschaft.
Amazonien umfasst das gesamte Einzugsgebiet des Amazonas. Dazu gehören der Hauptfluss sowie seine zahlreichen Nebenflüsse und Zuflüsse. Dieses Gebiet wird auch als Amazonasbecken bezeichnet.
Übrigens: Der Name Amazonas stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Spanische Eroberer berichteten während ihrer Expeditionen von Begegnungen mit kriegerischen Frauen. Sie erinnerten sie an die Amazonen aus der griechischen Mythologie. Deshalb nannten sie den mächtigen Fluss Amazonas.
Der größte Regenwald der Welt
Der Amazonas-Regenwald ist der größte Regenwald der Erde. Er erstreckt sich über mehrere Länder in Südamerika. Dazu zählen Teile von Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana. Er ist der größte zusammenhängende Regenwald der Welt.
Der Amazonas-Regenwald beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt an Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen. Die genaue Ausdehnung des Amazonas-Regenwaldes kann je nach Definition und Kontext variieren. Mit fast sechs Millionen Quadratkilometern deckt der Regenwald einen Großteil des Amazonasgebiets ab. Circa 60 Prozent des Amazonas-Regenwaldes liegen dabei in Brasilien.
Die Landschaften Amazoniens: Mehr als nur Regenwald?
Auch wenn der Amazonas-Regenwald einen Großteil der Region Amazonien ausmacht, finden sich dort insgesamt 23 weitere Vegetationszonen. Dazu zählen Hochwälder, Überschwemmungswälder, Mangrovensümpfe und Savannen.
Überschwemmungswälder bedecken drei bis vier Prozent des Amazonasbeckens. Insgesamt unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Arten von Überschwemmungswäldern, die saisonal überflutet werden: Sogenannte Varzéa-Wälder kommen am häufigsten vor und finden sich entlang von Wildwasserflüssen. Igapo-Wälder finden sich hingegen entlang von Schwarzwasserflüssen. Die dritte Art des Überschwemmungswaldes sind die sogenannten Gezeitenwälder, die an Flussmündungen zu finden sind. Neben den Überschwemmungswäldern gibt es auch noch Sumpfwälder, die permanent überflutet sind. Diese machen jedoch nur etwa ein Prozent der Gesamtfläche des Amazonasgebiets aus.
Weißsandwälder verdanken ihren Namen ihrem hellen, sandigen Boden. Dieser Boden ist sehr nährstoffarm. Deshalb wachsen hier weniger Pflanzenarten als in anderen Wäldern Amazoniens. Weißsandwälder bedecken nur etwa drei bis fünf Prozent Amazoniens. Sie kommen vor allem am oberen Rio Negro und in den Guyanas vor. Viele Weißsandwälder sind schwer zugänglich und deshalb noch wenig erforscht. Trotz ihrer vergleichsweise geringen Artenvielfalt leben hier viele endemische Arten. Das sind Tiere und Pflanzen, die nur in diesem Lebensraum vorkommen. Dazu gehört zum Beispiel der Hafferblaurabe (Cyanocorax hafferi).
Am Rand des Amazonasgebiets liegen Savannen. Hier wachsen deutlich weniger Bäume als im Regenwald. Sie bedecken höchstens 40 Prozent der Fläche. Die Bäume werden meist nicht höher als acht Meter. Vor allem wachsen hier Gräser und kleinere Sträucher. Ganze 14 Prozent der Gesamtfläche des Amazonasgebiets sind von Savannen bedeckt. Besonders viele Savannen liegen im Südosten des Amazonasgebiets. Dort gehen sie in die brasilianische Cerrado-Savanne über. In diesem Lebensraum leben sowohl typische Savannentiere wie der Mähnenwolf (Chrysocyon brachyurus) als auch Waldbewohner wie der Jaguar. Durch das immer wärmer werdende Klima sind Experten*innen besorgt, dass immer mehr Regenwald zu Savanne wird. Diesen Vorgang nennt man Desertifikation.
Klima im Amazonas-Regenwald
Im Amazonas-Regenwald gibt es zwei Jahreszeiten: die Trocken- und die Regenzeit.
Die Regenzeit
Die Regenzeit dauert meist von Dezember bis Juni. In dieser Zeit regnet es besonders viel. Der Regenwald wächst dann sehr schnell und viele Tiere finden reichlich Nahrung. Jeden Monat fallen etwa 220 bis 350 Millimeter Regen. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Viele Flüsse treten über ihre Ufer und überfluten große Waldgebiete. So entsteht das größte Überschwemmungsökosystem der Welt.
Die Überschwemmungsgebiete des Amazonas sind 150.000 bis 300.000 Quadratkilometer groß. Sie bieten vielen Tierarten einen wichtigen Lebensraum.
Ein Beispiel ist der Tambaqui (Colossoma macropomum), auch Schwarzer Pacu genannt. Der bis zu einem Meter lange Fisch nutzt die überschwemmten Wälder als Brutgebiet. Seine Jungtiere finden dort reichlich Nahrung. Sie fressen krautige Pflanzen, Plankton sowie Samen und Früchte, die von den Bäumen ins Wasser fallen.
Andere Fische spielen eine wichtige Rolle bei der Samenverbreitung einiger Bäume. So frisst der Rotflossen-Antennenwels (Practocephalus hemiliopterus) bevorzugt die länglichen Früchte einer Lianenart (Gnetum venosum). Er zerkaut das Fruchtfleisch und spuckt die Kerne an anderer Stelle wieder aus. Die Verbreitung von Samen durch Fische heißt Ichthyochory.
Die Trockenzeit
Die Trockenzeit im Amazonas dauert von Juli bis Dezember. In dieser Zeit regnet es deutlich weniger. Der Wasserstand vieler Flüsse sinkt. Kleine Wasserläufe können sogar austrocknen.
Die Trockenzeit hat ebenfalls Auswirkungen auf die Nahrungs- und Wasserverfügbarkeit für zahlreiche Tiere im Regenwald. Das wirkt sich auf die Nahrung und Wasserversorgung vieler Tiere aus. Totenkopfaffen fressen vor allem Insekten und Früchte. Während der Trockenzeit gibt es jedoch weniger Früchte. Deshalb fressen die Affen häufiger Blüten und Pflanzenexsudate. Exsudate sind Flüssigkeiten, die Pflanzen abgeben.
Trotz des Namens „Trockenzeit" bleibt der Regenwald während dieser Periode immer noch feucht, da es weiterhin zu Regenfällen kommt und die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Das Wetter verändert sich das ganze Jahr über vor allem im Tagesverlauf. Am Morgen ist es am kühlsten und der Himmel meist klar. Im Laufe des Tages erwärmt die Sonne die Luft. Dadurch bilden sich immer mehr Wolken. Am Nachmittag kommt es häufig zu kräftigen Regenschauern und Gewittern. Sie können bis in den Abend andauern.
Der Amazonas-Fluss: Ein fließendes Labyrinth
Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde. Er durchzieht das Herz Südamerikas und formt ein lebensspendendes Ökosystem. Der Amazonas-Fluss gehört zu den längsten Flüssen der Welt.
Der Hauptfluss fließt durch Peru, Kolumbien und Brasilien. Mit seinen vielen Nebenflüssen erstreckt sich das gesamte Einzugsgebiet sogar über neun südamerikanische Länder. Sein Hauptfluss entspringt in den Anden. Von dort fließt er rund 6.400 Kilometer bis zum Atlantischen Ozean. Das entspricht ungefähr der Luftlinie zwischen Berlin und New York City.
Mehr als 100.000 Nebenflüsse schlängeln sich durch das Amazonasgebiet. Sie bilden ein faszinierendes Netzwerk von Wasseradern, welche die Landschaft und das Leben in der Region maßgeblich prägen. Zu den größten Nebenflüssen gehören der Marañón, Ucayali, Putumayo, Madeira, Purus, Tapajós, Xingu und Tocantins. Von den mehr als 1.100 größeren Nebenflüssen sind 17 länger als 1.600 Kilometer. Das ist länger als der Rhein. An manchen Stellen sind die Flüsse mehrere Kilometer breit.
Die Flüsse sind außerdem die wichtigsten Verkehrswege der Region. Das Flusssystem umfasst rund 25.000 Kilometer schiffbare Wasserwege. Für viele Menschen sind Boote die einzige Möglichkeit, andere Orte zu erreichen. Häufig nutzen sie dafür traditionelle Kanus.
Der Amazonas besitzt drei verschiedene Wassertypen: nährstoffreiches Weißwasser mit vielen Sedimenten, dunkles Schwarzwasser mit vielen Huminstoffen und klares, grünlich schimmerndes Klarwasser. Diese Wasserarten können über viele Kilometer nebeneinander fließen, ohne sich sofort zu vermischen.
Fliegende Flüsse? Wie der Amazonas-Regenwald seinen Regen selber macht
Obwohl der Amazonas bereits als der größte Fluss der Erde in Bezug auf Länge und Wasservolumen gilt, verbirgt sich ein Geheimnis im Himmel über dem Amazonasgebiet. Ein „Fluss" von gigantischem Ausmaß, der mit bloßem Auge nicht direkt als solcher zu erkennen ist. Denn es handelt sich um Wolkenströme, die als „fliegende Flüsse“ bekannt sind. Diese unsichtbaren Wasserströme nehmen einen entscheidenden Einfluss auf das Gleichgewicht des Regenwaldes – und sogar des globalen Klimas!
Die fliegenden Flüsse entstehen zunächst aus verdunstetem Wasser über dem Atlantik. Dann ziehen sie von Ost nach West ins Landesinnere über das Amazonasbecken hinweg. Auf seinem Weg durch den tropischen Regenwald nimmt dieser Wolkenstrom ständig weitere Feuchtigkeit auf, die durch Verdunstung der Bäume entsteht. Ein einzelner Baum im Amazonasregenwald kann an einem einzigen Tag bis zu 1.000 Liter Wasser in die Atmosphäre leiten! Insgesamt trägt der fliegende Fluss bis zu 20 Milliarden Tonnen Wasser, wovon etwa die Hälfte direkt über dem Amazonas-Regenwald niedergeht. Der Rest setzt seine Reise mit dem Passatwind fort, erreicht die Anden und regnet sich entlang dieser Gebirgskette bis nach Südbrasilien ab.
Somit erzeugt der Amazonas-Regenwald seinen eigenen Regen, der nicht nur das Ökosystem vor Ort beeinflusst, sondern auch weit entfernte Regionen in Südamerika erreicht und mit Wasser versorgt.
Biodiversität im Amazonas-Regenwald: Ein ökologisches Wunder
Der Amazonas gilt als artenreichster Wald der Welt. Im Laufe der Evolution hat sich die Pflanzen- und Tierwelt im Amazonasgebiet spezielle Anpassungen entwickelt, um in diesem herausfordernden Ökosystem zu überleben. Der Nährstoffkreislauf im Regenwald funktioniert auf ganz besondere Art und Weise. Denn durch die durchgängig warmen Temperaturen sind die Bodenlebewesen das ganze Jahr hindurch aktiv.
Als Folge wird die tote Biomasse so schnell umgesetzt und weiterverarbeitet. Es entsteht keine nährstoffreiche Humusschicht, wie es in gemäßigten Breitengraden normalerweise passiert. Die Pflanzen konkurrieren stets um die wenigen Nährstoffe, die der Boden herzugeben hat.
Konkurrenz feuert Artenvielfalt an
Diese Konkurrenz hat zu einer beeindruckenden Vielfalt geführt. Pflanzen und Tiere haben sich spezialisiert, um in ihrer einzigartigen ökologischen Nische zu überleben. Über 50.000 Pflanzenarten existieren im Amazonasgebiet, darunter bis 16.000 Baumarten.
Dazu gehören auch die faszinierenden Shihuahuaco-Bäume. Sie zählen zu den ältesten und größten Bäumen im ganzen Amazonas-Regenwald. Es kann 800 bis 1.000 Jahre dauern, bis dieser Riese seine maximale Höhe von bis zu 60 Metern erreicht. Bislang sind 427 Säugetier-, 1.294 Vogel- und über 3.000 Fischarten dokumentiert. Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass sich hier noch 10 Prozent der weltweit unentdeckten Arten verbergen. Eine überraschende Neuentdeckung war zum Beispiel im Jahre 2011 der Feuerschwanz-Springaffe. Die kleine Affenart wurde im brasilianischen Regenwald gefunden. Dort lebt sie hauptsächlich versteckt in mittleren bis hohen Baumregionen und ernährt sich von Früchten. Da die Feuerschwanz-Springaffen weder schwimmen können noch in der Lage sind, Gebirgsketten zu durchqueren, ist ihre geografische Verbreitung stark eingeschränkt.
Faszination Tierreich
Die Menschen Amazoniens
Die Besiedlung des Amazonasgebiets ist ein Prozess, der sich über Jahrtausende erstreckt. Die ersten Menschen gelangten von Asien aus auf den amerikanischen Kontinent. Dabei nahmen sie Landbrücken, die sich in den letzten 100.000 Jahren zweimal bildeten. Der Weg führte die Nachfahren sibirischer Jäger- und Sammler*innen vom nordamerikanischen Kontinent über die Landbrücke durch das heutige Panama nach Südamerika. Dies geschah in drei Wellen: vor etwa 15.000 bis 11.000 Jahren, vor 9.000 Jahren und vor etwa 4.000 Jahren. Seitdem hat das Amazonas-Gebiet eine reiche kulturelle Entwicklung durchlaufen. Leider ist die Besiedlungsgeschichte auch von Gewalt gezeichnet, mit Konsequenzen, die bis in die Gegenwart spürbar sind.
Hochkulturen am Amazonas: Vor der europäischen Kolonialisierung
Bevor spanische und portugiesische Eroberer im 15. Jahrhundert nach Südamerika kamen, lebten im Amazonasgebiet viele indigene Völker. Sie bauten große Siedlungen und Städte entlang des Amazonas und seiner Nebenflüsse. Archäologische Funde zeigen, dass damals vermutlich zwischen fünf und 25 Millionen Menschen in der Region lebten.
Die indigenen Gemeinschaften entwickelten viele Techniken, um im Regenwald zu leben. Obwohl die Böden nur wenige Nährstoffe enthalten, betrieben sie erfolgreich Landwirtschaft. Sie bauten Pflanzen an, fischten, jagten und sammelten Nahrung.
Viele indigene Völker verbesserten den Boden über viele Generationen. So entstand die Terra Preta, auf Portugiesisch „schwarze Erde“. Dieser Boden ist besonders nährstoffreich und kommt bis heute an einigen Orten im Amazonas vor.
Terra Preta gilt als ein verschollenes Erbe, welches auf die fortschrittlichen landwirtschaftlichen Praktiken der indigenen Völker hinweist.
Von Völkermord und Umweltzerstörung: Ein kurzer Einblick in die Kolonialgeschichte Amazoniens
Von den einst großen Städte Amazoniens sind heutzutage nur noch wenige Spuren zu sehen. Mit der Ankunft der europäischen Kolonialmächte Ende des 15. Jahrhunderts begann eine Zeit der Eroberung und Ausbeutung. Millionen indigene Menschen starben durch Gewalt, Zwangsarbeit und eingeschleppte Krankheiten.
Die europäischen Kolonialmächte zwangen vielen indigenen Gemeinschaften ihre Religion und Lebensweise auf. Gleichzeitig verdrängten und zerstörten sie traditionelle Kulturen und Wissen. Außerdem erklärten sie viele Gebiete als „ungenutzt“, obwohl indigene Gemeinschaften dort seit Generationen lebten und das Land nachhaltig nutzten. Sie nahmen das Land in Besitz. Diese Landaneignung wirkt bis heute nach.
Auch die Rohstoffe des Amazonas weckten großes Interesse. Die europäischen Kolonialmächte förderten den Handel mit Gewürzen, Gummi und anderen Naturprodukten. Dafür versklavten und zwangen sie viele indigene Menschen zur Arbeit. Ihre Ausbeutung machte den Abbau und Handel dieser Rohstoffe überhaupt erst möglich.
Kulturelle Vielfalt und Regenwald schützen
In Amazonien leben rund 34 Millionen Menschen, darunter drei Millionen Indigene aus etwa 380 Ursprungsvölkern. Etwa 110 dieser Völker haben wenig oder gar keinen Kontakt zur Außenwelt. Circa 7 Millionen Menschen leben in abgelegenen Regionen. Oft fehlt der Zugang zu Gesundheitswesen, sauberem Wasser, Bildung und bezahlter Arbeit.
Indigene werden oft als „Hüter*innen des Regenwaldes“ bezeichnet. Viele leben seit Generationen im Einklang mit dem Wald. Sie nutzen seine Ressourcen, ohne ihn dauerhaft zu zerstören. Dabei haben sie ein großes Wissen über Pflanzen, Tiere und Böden aufgebaut.
Studien zeigen, dass Wälder in indigenen Territorien oft besser erhalten sind als in vielen anderen Gebieten. Indigene Gebiete decken ein Viertel der Erdoberfläche ab und überschneiden sich zu einem Drittel mit intakten Wäldern. Dort gibt es meist weniger Abholzung, Waldschäden und Treibhausgasemissionen im Vergleich zu nicht geschützten und geschützten Gebieten. Indigene Territorien leisten deshalb einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Regenwaldes und des Klimas.
Indigene Territorien unter Druck
Rund 4,3 Millionen Quadratkilometer des Amazonasgebiets stehen als indigene Territorien oder Naturschutzgebiete unter Schutz. Trotzdem dringen immer wieder Holzfäller, Goldsucher und andere Gruppen illegal in diese Gebiete ein. Dabei kommt es häufig zu Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Viele indigene Menschen riskieren ihr Leben, wenn sie ihren Wald und ihre Rechte verteidigen.
Während der Amtszeit des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro (2019 bis 2022) nahm der Schutz indigener Gebiete deutlich ab. Dies führte zu einer Eskalation von gewaltsamen Eingriffen, illegaler Ressourcenausbeutung und Sachschäden gegenüber indigenen Völkern.
Im Jahr 2021 wurden laut dem Indigenous Missionary Council (CIMI) 305 Fälle von Gewalt gegen indigene Gemeinschaften gemeldet. Betroffen waren mindestens 226 indigene Gebiete in 22 Bundesstaaten Brasiliens.
Eigentlich haben indigene Gemeinschaften besondere Rechte. Brasilien hat dafür 2002 die ILO-Konvention 169 anerkannt. Sie schreibt vor, dass indigene Völker bei Vorhaben, die ihre Gebiete betreffen, beteiligt und angehört werden müssen. Trotzdem werden viele indigene Territorien bis heute illegal betreten und ausgebeutet.
Terra Preta: Jahrtausende alte Innovation neu entdeckt
Terra Preta, portugiesisch für „schwarze Erde“, ist eine besonders fruchtbare Erde aus dem Amazonasgebiet. Sie entstand vor vielen Jahrhunderten durch indigene Gemeinschaften. Sie mischten Pflanzenreste, Holzkohle und Knochen mit der Erde. So entstand ein Boden, der im Durchschnitt bis zu dreimal mehr Nährstoffe enthält als die umliegenden Böden.
Terra Preta speichert Wasser und Nährstoffe besonders gut. Dadurch wachsen Pflanzen besser, bringen höhere Erträge und sind oft widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Bis heute ist nicht vollständig geklärt, ob Terra Preta gezielt hergestellt wurde oder nach und nach durch das Leben der Menschen entstand. Auch das genaue Wissen über ihre Herstellung ist verloren gegangen.
Mit Terra Preta konnten indigene Gemeinschaften ihre Felder über lange Zeit nutzen. So entstanden große Siedlungen im Amazonasgebiet. Viele dieser Böden sind bis heute erhalten, obwohl sie vor Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden entstanden sind. Forschende untersuchen Terra Preta deshalb bis heute. Sie hoffen, daraus Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft, den Klimaschutz und die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung zu entwickeln.
Terra Preta zeigt außerdem, dass Menschen den Boden nicht nur nutzen, sondern auch dauerhaft verbessern können. Sie gilt deshalb als Beispiel für den nachhaltigen Umgang der indigenen Völker mit dem Regenwald.
Eine nachhaltige Brücke in die Zukunft
Im Angesicht von Bedrohung, Verfolgung und mangelten Perspektiven stehen junge Indigene vor der Frage: Bleiben oder gehen? Forscher*innen der Universitäten Sheffield und Singapur zeigten 2022 in einer Studie, dass intakte Wälder mit hoher Qualität besonders dort zu finden sind, wo geschützte Gebiete und indigene Gebiete sich überschneiden. Starke indigene Gemeinschaften sind so ein wichtiger Baustein im erfolgreichen Regenwaldschutz.
Genau hier setzt das Projekt „Juntos Adelantes“ − zu deutsch gemeinsam vorwärts − an. Jugendliche Kichwa aus Sarayaku in Ecuador und Shipibo-Conibo aus Peru verbinden traditionelles Wissen mit neuen Ideen. Gemeinsam entwickeln sie nachhaltige Einkommensmöglichkeiten und nutzen die biologische Vielfalt des Regenwaldes schonend. So stärken sie ihre Gemeinschaften und bewahren gleichzeitig den Regenwald. Hierzu gehört auch, dass sie zukünftig selbstbewusster ihre Rolle in der Gemeinschaft wahrnehmen können und diese auch nach außen zu vertreten. Sie lernen, ihre Interessen selbstbewusst zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Frauen und dem Austausch zwischen den Generationen.
Doppelte Gefahr: Klimakollaps und Abholzung
Der Amazonas-Regenwald steht unter großem Druck. Abholzung und Klimawandel verändern den Wald immer stärker. Dadurch geraten wichtige Wasser-, Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufe aus dem Gleichgewicht. Darunter leidet nicht nur die Biodiversität, sondern auch die lokale Bevölkerung.
Aktuelle Studien zeigen, dass mindestens 36 Prozent der Baumarten im Amazonasgebiet als gefährdet gelten. Ein alarmierendes Beispiel ist der Paranussbaum. Studien zeigen, dass sein Lebensraum kleiner werden könnte. Das hätte Folgen für rund 2.239 Gemeinschaften, die von Paranüssen und anderen Waldprodukten leben.
Zusätzlich verschmutzen Bergbau und Industrie Flüsse und Böden. Das gefährdet die Gesundheit der Menschen und zerstört ihre Lebensgrundlagen. Seit Ende 2023 verschärfen extreme Dürren die Situation zusätzlich.
Die Wirtschaft wächst, der Regenwald nicht
Der zunehmende Handel mit Amazonas-Ressourcen hat dramatische Auswirkungen auf die Umwelt. Mindestens 17 Prozent des brasilianischen Amazonasgebiets wurden bereits gerodet (Stand Beginn 2024). Das entspricht etwa der Landesfläche von Großbritannien und Frankreich zusammen. Von der verbleibenden 83 Prozent Waldfläche sind 55 Prozent noch weitgehend intakt. 28 Prozent sind dem unmittelbaren Nutzungsdruck durch Menschen ausgesetzt.
Die Landwirtschaft ist der wichtigste Grund für die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes. Studien zeigen, dass 90 bis 99 Prozent der Entwaldung in den Tropen auf die Landwirtschaft zurückgehen. Mehr als zwei Drittel davon entstehen durch die Rinderhaltung und den Sojaanbau. Der größte Teil des Sojas wird als Tierfutter genutzt. Um neue Weideflächen und Äcker anzulegen, werden große Waldgebiete gerodet. Die weltweit steigende Nachfrage nach Fleisch verstärkt diesen Trend.
Der Handel mit Tropenholz, der zu großen Teilen illegal stattfindet, treibt ist die Entwaldung im Amazonas-Regenwald voran.
Auch die reichen Bodenschätze des Amazonas, darunter Gold, Kupfer, Eisenerz und Coltan, setzen den Regenwald unter Druck. Die Regierungen mehrerer Amazonasländer haben große Flächen für die Suche und den Abbau dieser Rohstoffe freigegeben. Dazu zählen Bolivien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela. Dies führt zu großflächiger Abholzung, Zerstörung von Flüssen und Wasservorkommen sowie Umweltverschmutzung.
Zusätzlich entstehen Straßen, Eisenbahnstrecken und Stromleitungen. Das erleichtert den Zugang zu den Waldgebieten und deren Abholzung. Illegale Bergbauaktivitäten belasten viele Flüsse mit Quecksilber und Zyanid. Das schadet Tieren, Pflanzen und der Gesundheit der Menschen.
Wüste statt Regenwald? Die Folgen der Entwaldung
Der Amazonas-Regenwald spielt eine entscheidende Rolle im globalen Klimasystem. Er speichert etwa 123 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in seiner Biomasse. Die Freisetzung dieses Kohlenstoffs hätte erhebliche Auswirkungen auf das Weltklima. Im schlimmsten Fall löst dies einen unaufhaltsamen globalen Klimakollaps aus.
Schreitet die Abholzung weiter fort, verliert der Regenwald an Widerstandsfähigkeit. Der Kollaps des Ökosystems wird unvermeidlich. Der Flächenverlust führt dazu, dass weniger Wasser über dem Amazonas-Regenwald verdunstet. Das beeinträchtigt den natürlichen Wasserkreislauf. Die Folge: weniger Regen! Ein tödlicher Kreislauf entsteht. Dürren treten häufiger und mit einer größeren Intensität auf. Dies wiederum hat neue, verheerende Folgen, wie Satellitendaten und Messungen belegen: Die zunehmenden Dürren verwandeln den Amazonas-Regenwald von einer globalen Kohlenstoffsenke in eine neue Kohlenstoffquelle.
Obwohl dieses Problem allgemein bekannt ist, wird der Regenwald weiterhin mit besorgniserregender Geschwindigkeit abgeholzt. Die klimatischen Auswirkungen sind bereits spürbar. In den Jahren 2014 und 2015 erlebte Südamerika die schlimmste Dürre seit 80 Jahren. Und das obwohl Brasilien über einen der größten Wasservorräte weltweit verfügt. Im Jahr 2014 stand die Millionenstadt São Paulo im Südosten des Landes beinahe vor einer Wasserknappheit. Brasilien und andere südamerikanische Länder leiden nahezu jedes Jahr unter extremen Dürren. Im Jahr 2023 war die Trockenzeit von Juni bis November deutlich heißer als gewöhnlich. Es kam zu mehr Waldbränden. An vielen Stellen sind die Flüsse ausgetrocknet oder hatten einen niedrigen Wasserstand. Als Konsequenz wurden manche Siedlungen, die auf die Wasserwege angewiesen sind, komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
Entwaldung des Amazonas-Regenwalds: Haben wir bald einen Kipppunkt erreicht?
Viele Klimaforschende warnen, dass sich der Amazonas-Regenwald einem Kipppunkt nähert. Ein Kipppunkt ist ein kritischer Grenzwert. Wird er überschritten, verändert sich ein Ökosystem dauerhaft und kann sich oft nicht mehr erholen.
Beim Amazonas-Regenwald können steigende Temperaturen und starke Abholzung einen Kipppunkt auslösen. Ab diesem Punkt verändern sich wichtige Prozesse im Ökosystem. Das hätte schwerwiegende Folgen für die Artenvielfalt, das Klima und auch für uns Menschen.
Kipppunkte sind schwer vorherzusagen. Ein Ökosystem kann Belastungen oft lange ausgleichen. Wird der Kipppunkt erreicht, können sich Veränderungen jedoch plötzlich und unumkehrbar ausbreiten.
Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat dies nun bestätigt. Der amerikanische Wissenschaftler Thomas E. Lovejoy und sein brasilianischer Kollege Carlos Nobre gehen davon aus, dass bei einem Verlust von 20 bis 25 Prozent des Tropenwaldes das System in sich zusammenbricht. Die Desertifikation – das heißt die Ausbreitung von Steppen und Wüsten – ist dann nicht mehr aufzuhalten. 2023 waren bereits mindestens 17 Prozent des Amazonas-Regenwaldes abgeholzt. Der Entwaldungsstopp ist jetzt dringlicher als jemals zuvor.
Entwaldungstopp bis 2030: Brasiliens ambitionierte Ziele
Mehr als 60 Prozent des Amazonasregenwaldes liegen in Brasilien. Das Land spielt eine entscheidende Rolle beim Regenwaldschutz. Zwischen 2019 und Ende 2022 stieg die Abholzung unter Präsident Jair Bolsonaro jedoch stark an. Im Jahr 2021 erreichte sie den höchsten Stand seit vielen Jahren. Bolsonaro erklärte 2019, der Amazonas gehöre Brasilien und kein anderes Land habe das Recht, über den Regenwald zu entscheiden.
Seit dem 1. Januar 2023 ist Luiz Inácio Lula da Silva, meist Lula genannt, wieder Präsident Brasiliens. Bereits in den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit ging die Entwaldung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 Prozent zurück. Lula verfolgt das Ziel eines „neuen Amazonas-Traums“. Er möchte den Regenwald besser schützen und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Menschen verbessern.
Die Maßnahmen von Lula zum Schutz des tropischen Regenwaldes Amazoniens sind ambitioniert: Bis 2030 beabsichtigt er, die Entwaldung im Amazonasregenwald vollständig zu beenden. Dies ist ein hervorragender Anfang, aber stellt auch eine große Herausforderung dar.
Mach dich stark für den Amazonas-Regenwald!
Informiere dich über die Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes für die globale Umwelt und teile dein Wissen mit Freund*innen und Bekannten. Bewusstsein schaffen ist der erste Schritt zur Erhaltung.
Verzichte auf den Kauf von Produkten aus Tropenholz und wähle stattdessen heimische Holzarten. Damit leistest du einen Beitrag zur Reduzierung von Abholzung und illegalen Holzeinschlägen.
Achte darauf, elektronische Geräte, insbesondere Smartphones, gebraucht zu kaufen. Dies trägt dazu bei, die Nachfrage nach neuen Mineralien zu mindern und somit den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Der immense Flächenbedarf für Futtermittelanbau und Viehzucht trägt maßgeblich zur Abholzung des Regenwaldes bei. Eine pflanzliche Ernährungsweise spart Ressourcen und kann den Druck auf den Regenwald verringern. Entscheide dich für nachhaltige Lebensmittelgewohnheiten!
Engagiere dich finanziell oder durch ehrenamtliche Arbeit bei Organisationen, die sich aktiv für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes einsetzen. Deine Unterstützung kann einen direkten positiven Einfluss haben.
FAQ
Der Amazonas fließt durch Peru, Kolumbien und Brasilien. Mit seinen vielen Nebenflüssen erstreckt sich das gesamte Einzugsgebiet sogar über neun südamerikanische Länder.
Das Amazonasgebiet erstreckt sich über mehr als sieben Millionen Quadratkilometer. Es umfasst Teile von neun südamerikanischen Ländern: Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana.
Der Amazonas-Regenwald erstreckt sich über mehrere Länder in Südamerika. Dazu zählen Teile von Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana. Er ist der größte zusammenhängende Regenwald der Welt.
Nein, der Amazonas ist mit 6.400 Kilometern der zweitlängste Fluss der Welt. Der Nil in Afrika ist mit einer Länge von etwa 6.650 Kilometern der längste Fluss der Welt.
Der Amazonas ist allerdings der wasserreichste Fluss der Welt. Er hat mehr als 100.000 Nebenflüsse. 17 seiner Nebenflüsse sind länger als 1.600 Kilometer. Das ist länger als der Rhein.
Der Amazonas ist der größte tropische Regenwald der Erde und Heimat einer einzigartigen Artenvielfalt. Durch ihn fließt der Amazonas, der wasserreichste Fluss der Welt. Gemeinsam beeinflussen Wald und Fluss den Wasserhaushalt und das Klima weit über Südamerika hinaus. Deshalb ist der Amazonas für die ganze Welt von Bedeutung.
Regenwald und Klimaschutz: Wie beides zusammenhängt
Tropische Wälder spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf eine entscheidende Rolle. Der Schutz der Tropenwälder sichert nicht nur die Lebensgrundlage vieler Menschen und den Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere, sondern verringert auch CO2-Emissionen.
Fliegende Flüsse: Wie der Wald seinen eigenen Regen macht
Der größte Fluss der Welt fließt über dem Amazonas-Regenwald durch die Luft – in Form von riesigen Wolkenströmen. Fliegende Flüsse spielen eine zentrale Rolle für den Regenwald und das gesamte Weltklima. Vollständig erforscht sind sie noch nicht – aber sie drohen zu verschwinden.
Was ist Klimagerechtigkeit?
Die Erderwärmung und ihre zerstörerischen Folgen betreffen den gesamten Planeten. Doch manche Menschen und Regionen trifft es härter und häufiger als andere. Insbesondere wirtschaftlich ärmere Bevölkerungsgruppen, ethnische Minderheiten und Frauen sind benachteiligt, wie Studien verdeutlichen.
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OroVerde - Die Tropenwaldstiftung
+49 228 24290-0
info[at]oroverde[dot]de
Fotonachweis: Center for International Forestry Research (Titelbild, Wassertypen im Amazonas), NASA Global Earth Observatory (Karte Amazonasgebiet) - Beschriftungen durch OroVerde, Jannis Hagels (Regenwald im Nebel), OroVerde - E.Bakker (Grafik fliegende Flüsse), OroVerde - E. Manningel (Faultier, Kaiman, Tapir, Kautschuk), Juan Manuel Gamarra Florez via Pexels (Brüllaffe), Franciele via iNaturalist (Anakonda), Brett Sayles (Capybara), pxhere (Riesentukan), M. Metz - OroVerde (Nickelmine), Global Forest Watch (Karten zur Entwaldung des Amazonasgebiets) - Legende durch OroVerde, Waktachik Sarayaku Comunicaciones (Junge Indigene).
Letzte Überarbeitung: 12.10.2026
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