Was ist Hartholz?

Hartholz ist, wie der Name schon sagt, ein Sammelbegriff für hartes, festes und schweres Holz. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Dichte aus. Als Hartholz gilt, was eine Darrdichte von über 0,55 g/cm3 besitzt. Die Darrdichte (auch Rohdichte genannt) ist die Dichte des Holzes in vollkommen wasserfreiem Zustand, also wenn überhaupt keine Feuchtigkeit mehr im Holz vorhanden ist.

Das Holz von Harthölzern wird für verschiedene Endprodukte verwendet. So bestehen häufig Gartenmöbel, Saunabankleisten oder Schiffsdecks aus Harthölzern. Eine Übersicht über die weiteren Verwendungsarten von Harthölzern und von gleichwertigen heimischen Harthölzern kann in unserem Positionspapier nachgelesen werden.

Die Dichte von Hölzern kann je nach Standort innerhalb einer Art und sogar innerhalb eines Baumes stark variieren. Umweltbedingungen, die dazu führen, dass ein Baum langsamer wächst, und somit die Jahresringe dichter beieinanderliegen, können zum Beispiel für härteres Holz sorgen. Innerhalb eines Baumes sind die Teile, die zum Beispiel durch Windlast stärker beansprucht werden, oft härter.

Tropische und europäische Harthölzer

Tropische Harthölzer sind aufgrund ihrer Robustheit weltweit sehr begehrt. Sie sind so widerstandsfähig, weil sie im feuchtwarmen Klima ständig Schädlingen und Pilzen ausgesetzt sind und sich dagegen wappnen müssen. Um sich gegen Schädlinge zu wappnen lagern viele tropische Harthölzer chemische Abwehrstoffe in ihren Zellen ein oder produzieren sehr hartes Holz, das schwer von Insekten befallen werden kann. Zu den tropischen Harthölzern gehören beispielsweise Teak, Mahagoni, Bangkirai, Merbau und Ramin. Bei uns in  Europa gibt es auch einige Harthölzer wie zum Beispiel Esche, Birke, Kastanie, Eiche und Rotbuche. 

Kettenreaktion durch Verkauf von Tropenholz

Die Bestände vieler begehrter Tropenhölzer sind mittlerweile stark dezimiert, wie zum Beispiel die von Merbau, Bangkirai und Ramin. Die Abholzung und der Verkauf von Tropenhölzern hat weitreichende Folgen: Es kommt nicht nur zum Verlust der Baumarten; durch den unkontrollierten Holzeinschlag und Rodung wird das in den Bäumen gespeicherte CO2 freigesetzt und die Klimakrise weiter vorangetrieben.

Auch werden die Ökosysteme  des tropischen Regenwaldes aus dem Gleichgewicht gebracht, da manche Tiere und Pflanzen von einzelnen Baumarten abhängig sind. Es kommt zu einer Kettenreaktion, bei der nach und nach sowohl die Bäume als auch die abhängigen Tiere und Pflanzen entweder aussterben oder an andere Orte ausweichen müssen und es zu einem großen Verlust der Biodiversität kommt. Um das Aussterben der Baumarten und die katastrophalen Folgen für das Ökosystem Regenwald und das Klima zu verhindern, sind Abholzung, Vertrieb und Nutzung vieler Tropenhölzer verboten.

 

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Fotonachweis:  (Titelbild), K. Wothe (Holzstämme)