Tiger

der König des Dschungels

Ich sehe etwas, das du nicht siehst und das hat ein gelblich-oranges Fell mit schwarzen Streifen und ist unglaublich stark. Was könnte das sein? – Richtig, ein Tiger! Genauer gesagt ein Sumatra-Tiger. Obwohl er zu der Familie der Katzen gehört, ist er überhaupt nicht wasserscheu. Dank ihrer Schwimmhäute zwischen den Zehen, können Sumatra-Tiger sogar sehr gut schwimmen und mithilfe ihrer Pranken auf Bäume klettern.

Auf der ganzen Welt vom Aussterben bedroht

Vor 100 Jahren lebten 100.000 Tiger auf unserer Erde. Heute sind es nur noch um die 3.200. Aufgrund von Aussehen, Herkunft und Lebensweise, lassen sich alle Tiger in Unterarten einteilen. Die wohl bekannteste Tiger-Art ist der Bengalische-Tiger, welcher in Vorder- und Hinterindien lebt. Des Weiteren gibt es noch den Sibirischen-Tiger aus der Mandschurei, Korea und dem Ussuri-Gebiet, den Indochinesischen-Tiger, der vom östlichen Burma bis Vietnam und der Malaiischen Halbinsel zu Hause ist und den Chinesischen-Tiger, der im Süden Chinas lebt. Schau dir die verschiedenen Herkunftsländer einfach mal auf einem Globus oder einer Karte an. Du wirst sehen, dass Tiger fast auf der ganzen Erde zu finden sind.

Genau wie alle anderen Tiger-Arten ist auch der Sumatra-Tiger aus Indonesien extrem stark vom Aussterben bedroht. Ursprünglich gab es drei unterschiedliche Tiger Arten auf Indonesien, den Sumatra-Tiger, den Java-Tiger und den Bali-Tiger. Bis heute überlebt hat leider nur der Sumatra-Tiger, die kleinste aller Tiger-Arten. Auf der Insel Sumatra leben heute nur noch um die 400 Tiere. In Zoos können diese Tiger bis zu 20 Jahre alt werden. Leben sie im Dschungel, dann sterben sie schon früher.

Warum wir Menschen dem Tiger das Leben schwer machen

Leider leben heutzutage mehr Tiger in Gefangenschaft als in freier Wildbahn. Hautursachen dafür, dass der Tiger für immer aus dem Regenwald verschwinden könnte, ist der Verlust ihres Lebensraums und die Wilderei. Wir Menschen dringen immer weiter in die Gebiete des Tigers ein und zerstören dort den Wald, um Platz für Plantagen und Ackerland zu schaffen. Zudem wird der Sumatra-Tiger wegen seines schönen gestreiften Fells illegal gejagt und getötet. Der Eingriff in den Lebensraum des Tigers führt dazu, dass Tiger und Menschen immer öfters aufeinander treffen was zu starken Konflikten führt.

Deswegen ist es wichtig, dass der Tiger geschützt wird und sein Lebensraum erhalten bleibt. Jeder Einzelne von uns kann dazu etwas beitragen. Ihr könnt unter anderem Umwelt- und Tierschutzorganisationen unterstützen. Diese setzten sich vor Ort, zum Beispiel mit Schutzzonen, und auf politischer Ebene für den Schutz des Tigers ein. Aber auch wenn ihr euch zu dem Thema informiert und euer Wissen an eure Familie und Freunde weitergebt, leistet ihr schon einen wichtigen Beitrag, indem ihr auf das Thema aufmerksam macht.

Ein gefürchteter Einzelgänger

Tiger sind in der Regel Einzelgänger. Ausnahme hierfür sind die Weibchen, die mit ihren Jungen umherziehen bis diese alt genug sind und sich ihr eigenes Territorium suchen. Die Territorien sind, je nachdem wie viel Beute vorhanden ist, zwischen 20 km² und 450 km² groß. Sie können somit eine Größe von ungefähr 60.000 Fußballfeldern erreichen. Tiger teilen nicht einmal mit ihren Geschwistern oder Nachkommen das Gebiet. Ist ein Territorium schon von einem anderen Tiger besetzt, wird dieser von seinem Rivalen vertrieben oder der Tiger muss seine Suche nach einem freien Revier fortsetzen.

Tiger besitzen ihren eigenen Fingerabdruck

Naja so richtige Finger wie du und ich besitzt der Tiger natürlich nicht, jedoch hat jedes Tier ein ganz eigenes, besonderes Streifenmusterin seinem Fell wodurch es ganz klar zu identifizieren ist. Wir Menschen nutzen hierfür unseren Fingerabdruck, denn jeder Fingerabdruck ist einzigartig und gehört sonst niemandem auf der Welt. Genauso ist das beim Tiger mit seinen Streifen. Diese einzigartigen Streifen dienen zudem der Tarnung, wenn sich der Tiger aus dem Dickicht heraus an seine Beute anschleicht. Tiger sind dabei lautlos und erlegen ihre Beute meist sofort mit einem kräftigen Biss. Mit einem Nahrungsbedarf von neun Kilo pro Tag, kann man den Tiger schon als echten Vielfraß bezeichnen.

Von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz (Kopfrumpflänge) kann der Tiger eine Länge von bis zu 2,50 Metern erreichen. Auch wegen seiner Größe von 2,10 bis 2,50 Metern, lädt der Sumatra- Tiger, anders als unsere Hauskatzen nicht zum Schmusen ein. Außerdem wiegt er mit seinen 70 bis 140 kg so viel, wie ein kleiner Motorroller.

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Fotonachweis: Özi's Comix Studio (Illustrationen), Konrad Wothe (Tigerbild im Steckbrief), OroVerde/ E. Mannigel, Konrad Wothe (schwimmender Tiger), Konrad Wothe (Tiger liegt auf dem Waldboden) 

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