Spendenprojekt mit indigener Gemeinschaft-Sarayaku-Ecuador

Was sind indigene Völker?

Indigene (von indigena „eingeboren“) sind Bevölkerungsgruppen, die sich als Nachkommen der Bewohner eines bestimmten räumlichen Gebietes betrachten, die bereits vor der Eroberung, Kolonisierung oder Staatsgründung durch Fremde dort lebten, die eine enge (emotionale, wirtschaftliche und/oder spirituelle) Bindung an ihren Lebensraum haben und die über eine ausgeprägte ethnisch-kulturelle Identität als Gemeinschaft mit eigenen soziopolitischen und kulturellen Traditionen verfügen. *

Umgangssprachlich werden die Angehörigen indigene Völker, oft als „Ureinwohner“* oder „Eingeborene“ bezeichnet werden. Diese Bezeichnungen sind jedoch veraltet und sollten nicht mehr genutzt werden, da die Worte einen negativen Beigeschmack aus der Kolonialzeit haben. In der Kolonialzeit haben überwiegend westliche Staaten Land erobert und die dort lebenden Indigenen versklavt oder ermordet. Heute wird stattdessen auch oft von autochthonen Völker („ursprünglichen“) gesprochen.

Auch das Wort „Naturvölker“ ist nicht ideal, weil es den falschen Eindruck erweckt, als seien diese Völker sehr ursprünglich und nicht so weit entwickelt wie andere Völker.

Indigene Völker auf der ganzen Welt

Bekannte indigene Völker sind zum Beispiel die Aborigines in Australien, die Inuit in Alaska, die Native Americans (früher Indianer genannt) in Amerika, die Tuareq in den Sahara-Staaten, die Ainu in Japan, die Adivasi in Indien, die Maori in Neuseeland oder die vielen verschiedenen indigenen Völker im Amazonas, wie die Kichwa in Sarayaku. Ein besonderes Beispiel sind die Sentinelesen auf der North Sentinel Island, einer kleinen Insel im Indischen Ozean. Sie haben, seit sie dort vor Jahrhunderten sesshaft wurden, jeglichen Kontakt zu Menschen von Außerhalb verweigert. Heute wird der Wunsch der Sentinelesen, keinen Kontakt zur Außenwelt zu haben, von der Indischen Regierung respektiert und das Betreten der Insel ist verboten.

OroVerde unterstützt Indigene aus dem Amazonas-Regenwald

Der Lebensraum vieler indigener Völker liegt meist in naturbelassener Umgebung wie z.B. in Regenwäldern. Dort haben sie eine Überlebensstrategie entwickelt, wie sie im Einklang mit der Natur leben können. Doch Lebensräume wie der Regenwald sind bedroht und mit ihnen die indigenen Völker und ihre Lebensweise. Wenn der Regenwald immer weiter abgeholzt wird, verlieren nicht nur viele exotische Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum, sondern auch die indigenen Völker. Sie müssen dann ihre traditionelle Lebensweise und Kultur aufgeben, wobei auch traditionelles Wissen, welches nur indigene Völker besitzen, verloren geht.

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Fotonachweis: Sarayaku.js (Titelbild), OroVerde/ E.Baumanns (Karte)

*im Sinne der Definition der UN-Arbeitsgruppe über Indigene Bevölkerungen von 1982