WaldGewinn-Nachhaltiger Kakaoanbau als Einkommensquelle

WaldGewinn

Starke Partner für wertvolle Wälder

Eine spannende Herausforderung: Sozialverträgliche Waldregenerierung (forest landscape restoration) fördern und durch innovative Finanzierungsmodelle voran treiben. Dieser Aufgabe nimmt sich das OroVerde-Projekt WaldGewinn an: Starke Partner für wertvolle Wälder an. Verschiedene Komponenten tragen dazu bei, dass Wertschöpfungsketten und andere Finanzierungs- oder Spendenmöglichkeiten die Tore für eine fortschrittliche Förderung von Waldregenerierung und -schutz öffnen. Drei verschiedene, artenreiche Regenwaldgebiete in Guatemala sind Bestandteil des Projektes: Der Nationalpark Sierra del Lacandón, das Biosphärenreservat Sierra de las Minas und das Wildschutzgebiet Bocas del Polochic. Doch mit welchen Finanzierungsmodellen können wir den Schutz dieser Gebiete erreichen und wie sieht die Praxis hinter der Theorie aus? Mit WaldGewinn geht OroVerde diesen Fragen auf den Grund! Erhalten Sie mit dieser Kurzbeschreibung einen Überblick über das Projekt.

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für innovativen Regenwaldschutz

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Waldregenerierung (forest landscape restoration) und -schutz sind wichtige Säulen, um Biodiversität,Klima und letztlich auch uns Menschen zu schützen. Innerhalb der letzten 40 Jahre hat Guatemala fast die Hälfte seiner Regenwaldfläche eingebüßt (Quelle: dw). Wichtig ist es nun, die Entwicklung in eine andere Richtung zu lenken. Nur gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort ist es möglich, Waldregenerierung und -schutz langfristig zu fördern und gleichzeitig alternative Einkommensquellen zu schaffen.

In diesem Projekt setzt OroVerde auf kreative und vor allem innovative Köpfe, die viel bewegen wollen: Es gilt neue, spannende Finanzierungsmodelle für den Wiederaufbau von Wäldern zu entwickeln, diese direkt in der Praxis umzusetzen und mit Leben zu füllen. Durch jahrelange Projekterfahrung vor Ort und vielfältige Netzwerke bringt OroVerde die Expertise ein, wie die Umsetzung in den lokalen Gemeinden gelingen kann: gemeinsam mit der Bevölkerung werden die Vorhaben entwickelt, diskutiert und umgesetzt.

Mögliche Produkte, die angebaut, verarbeitet und vermarktet werden können, sind: Kakao, Honig oder die exotische Brotnuss, die hierzulande noch wenig bekannt ist, aber ein glutenfreies, allergikergeeignetes Mehl verspricht. Einige Produkte werden schon jetzt erfolgreich lokal und national vermarktet. Nun gilt es diesen Investitionszweig zu nutzen und auszuweiten, um gleichzeitig Waldschutz voran zu treiben.

Nachhaltiger Kakaoanbau

Eine der Hauptaktivitäten des Projektes WaldGewinn ist der Anbau von Kakao in Form von biodiversen Agroforstsystemen. Ziel dieser Anbausysteme ist es, durch eine Mischung vielfältiger Nutzpflanzen mit Kakao und Edelhölzern als Schattenspendern, die Ernährungssicherheit der Familien zu verbessern und Einkommensalternativen zu schaffen. Diese Flächen sind so angelegt, dass sie in Struktur und Vielfalt dem umgebenden Regenwald nachempfunden sind. Dadurch wird erreicht, dass in den Nutzflächen wieder Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten entstehen und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaveränderungen, Schädlingsbefall und Pflanzenkrankheiten erhöht wird. Der Schokoladenexperte Georg Bernardini aus Bonn prägte prompt den Begriff des "Dschungelkakaos". Mit Hilfe der effizienten fachlichen Unterstützung durch das Projekt wird die Produktion weiterentwickelt. Dabei liegt der Schwerpunkt zunehmend auf der Vermarktung des Kakaos. Wie erzielt man die richtigen Preisprämien für die WaldGewinn-Schokolade? Diesen und weiteren Herausforderungen stellt sich das Projekt WaldGewinn. Begleiten Sie uns auf diesem Weg!

Sowohl fachliche Expertise als auch finanzielle Unterstützung ist hier gefragt! Für Fragen und Anregungen melden Sie sich gerne direkt bei Michael Metz: mmetz@oroverde.de

Die Ziele des Projektes
  • Mindestens 180.000 ha (fast 2 x die Fläche Berlins) Regenwald in allen drei Projektgebieten besser schützen und überwachen.
     
  • Regenerierung und nachhaltige Nutzung von 900 ha in den Gemeinden als Wald- und Agroforstflächen: In Agroforstsystemen werden u.a. verschiedene Nutzbäume wie z.B. Kakao unter hohen Schatten spendenden Bäumen angepflanzt
     
  • 500 ha bereits regenerierte Flächen und 3.000 ha bestehende Wälder durch die Bevölkerung vor Ort nachhaltig bewirtschaften lassen
  • Innovative Geschäftsideen, Wertschöpfungsketten und Marketingstrategien für die nachhaltige Regenerierung von Wäldern entwickeln.
     
  • Einen Kriterienkatalog für staatliche Institutionen, potentielle Investoren und NGOs erarbeiten, der bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zur Förderung der Waldregenerierung als Anhaltspunkt dient. Der Kriterienkatalog soll aufzeigen, worauf die Geschäftsansätze geprüft werden müssen, um eine Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit zu garantieren, und national wie International zum Einsatz kommen.
     
  • Der Bevölkerung vor Ort durch Anbau verschiedener Produkte langfristig alternative Einkommensquellen bieten.
Wie Ihre Spende hilft

Mit einer Spende für den nachhaltigen Anbau lokaler Produkte ermöglichen Sie der Bevölkerung vor Ort alternative Einkommensquellen und somit langfristigen Regenwaldschutz in Guatemala. Helfen Sie, die Heimat von faszinierenden Regenwald-Tieren wie Jaguar, Quetzal, Tukan und Brüllaffe zu erhalten.

50 €

helfen Regenwald zu regenerieren. Pflanzen Sie 50 Bäume auf Kahlschlagflächen in Guatemala, damit neuer Wald entsteht! Schließen Sie die Lücken, die in den Regenwald gerissen wurden und schaffen Sie Rückzugsgebiete für die Tierwelt.

819 €

sind das Kapital, um auf einem Hektar einen biodiversen "Waldgarten" anzulegen (inkl. Werkzeuge, Baumaterial, Baumsetzlinge und eine umfassende Schulung der Bauern zu den Anbaumethoden). In diesen Agroforstsystem wachsen verschiedene Frucht- und Gemüsesorten wie z.B. Bananen, Mangos, Avocados, Kakao und Maniok gemischt mit einheimischen Regenwald-Bäumen, die v.a. als Schattenspender dienen. Diese große Artenvielfalt schützt die Nutzpflanzen besser vor Schädlingen und ist Lebensraum für verschiedenste Tierarten. 

8.000 €

sind das Startkapital, um die Wertschöpfungskette Kakao zu starten. Wir erwarten, dass in etwa dieser Betrag eingeplant werden muss, 
um das Working Capital für die Kooperativen vor Ort aufzubringen.

 

Projektpartner

Vor Ort arbeitet OroVerde mit der Organisation Fundación Defensores de la Naturaleza (FDN) und Heifer International Guatemala zusammen. Die FDN ist eine private Stiftung für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz und leitet das Projekt in Guatemala. Ihre Aufgaben sind die Erarbeitung von Waldbewirtschaftungs- und Schutzplänen, sowie die Beratung und Unterstützung der lokalen Bevölkerung in der Aufforstung und Forstwirtschaft. Heifer International Guatemala ist eine gemeinnützige, zu Heifer International gehörende Organisation, die gegen Armut und Hunger in der Welt arbeitet. Sie ist vor allem spezialisiert auf den Bereich Landwirtschaft und integrierte Produktionssysteme (Tiere/ Pflanzen) als Beitrag zur Ernährungssicherung.

Förderer

Dieses Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützt diese Initiative auf Basis einer Bundestagsentscheidung.

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  • Sie möchten Ihren Beitrag leisten, dass mit nachhaltigen Wertschöpfungsketten Regenwald geschützt werden kann? Dann stöbern Sie doch in unseren Arbeitsschwerpunkt "Neue Wege gehen"!
  • Neben Kakao und Brotnuss noch andere spannende Arten wie den Quetzal entdecken, der auch in unserem Projektgebiet, Sierra de las MInas vorkommt.
  • Das DZI bescheinigt OroVerde eine transparente Verwendung der Spendengelder. Erfahren Sie mehr über das DZI-Siegel von OroVerde.

Noch Fragen zu diesem Projekt?

Michael Metz
Team Internationale Projekte
Telefon: 0228 24290-46
E-Mail: mmetz@oroverde.de