Teakholzplantage in Guatemala, Nationalpark Sierra del Lacandón ©OroVerde

Was ist Teakholz?

Teakholz kommt vom Teakbaum (lat. Tectona grandis), einem tropischen Laubbaum, der in den Monsunwäldern Indiens, Myanmars, Nord-Thailands und in Teilen von Laos heimisch ist. In Afrika und Lateinamerika wird er in großen Plantagen angepflanzt und geerntet.  Der Teakbaum ist ein sehr großer Baum, dessen Stamm nur wenige Äste aufweist und dessen Holz daher gut verarbeitet werden kann.

Wegen seiner herausragenden Langlebigkeit, großen Härte und schönen Musterung wird Teakholz besonders beim Bau von Gartenmöbeln, dekorativen Möbeln und Parketten für die Terrasse eingesetzt. Teakholz enthält auch Kautschuk, also natürliches Gummi und ist deshalb bei Nässe rutschfest. Deshalb wurde es früher gerne im Schiffs- und Brückenbau eingesetzt.

Wie auch bei anderen beliebten Tropenhölzern sind die große Härte und die allgemein große Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse und Schädlinge eine Anpassung an die durchgehend warmen und feuchten Tropen. Schädlinge und Pilze gedeihen hier besonders gut, weshalb insekten- und pilzabtötende Abwehrstoffe wie Harze und ätherische Öle in den Zellen wichtig für die Gesundheit und das Überleben der Bäume sind. Diese Abwehrstoffe sind sehr wirksam, bei Teak helfen sie sogar gegen Termiten. Das Klima in den Tropen macht es für viele Bäume zudem möglich, zwar langsam aber dafür das ganze Jahr gleichmäßig zu wachsen. Das ist einer der Gründe, warum das Holz mancher Tropenbäume so besonders dicht und hart ist.

Teakbaum Bestand schrumpft rasant

Weil Teakholz so beliebt ist, wird es sehr stark abgeholzt. Als Alternative zum Kahlschlag wird zwar auch selektiver Holzeinschlag genutzt, das heißt, es wird versucht nur die wertvollen Bäume zu fällen und abzutransportieren. Allerdings wird auch hier der Wald um den geernteten Baum herum geschädigt. Zudem erleichtern Holztransportwege den Zugang zum Wald und fördern so dessen Zerstörung. Der natürliche Bestand an Teakbäumen, schrumpft auch immer mehr. Monokulturplantagen sind allerdings auch keine Lösung. Diese artenarmen Pflanzungen müssen höufig stark gedüngt werden, entstehen auf ehemaligen Regenwaldgebieten und verdrängen andere Landwirtschaften, die wiederum neuen Regenwald abholzen.

Gute Alternativen zum Tropenholz

Es kann jedoch jeder einzelne etwas tun: Wir können uns zum Beispiel gegen den Kauf von Tropenholz entscheiden. Es gibt viele Baumarten in Deutschland, die auch sehr beständig sind und als Ersatz für Tropenholz dienen können. Es gibt bespielsweise thermobehandeltes Holz, das noch robuster als naturbelassenes Holz ist. Und es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, aktiv am Erhalt der tropischen Regenwälder mitzuwirken. Einige Anbieter bieten zudem recyceltes Tropenholz an, dass zum Beispiel aus alten Booten oder Brücken gewonnen wird.

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Fotonachweis: OroVerde (Titelbild, Tropenholzalternativen)