Papier sparen rettet den Regenwald. ©OroVerde, H. Mennigen, S. Lauffer

Papier sparen und Wald schützen

Mit 10 einfachen Tipps

Regenwaldschutz kann auch im Alltag gelingen. Wir geben Ihnen 10 wertvolle Tipps, wie wir gemeinsam weniger Papier verbrauchen und so heimische Wälder und die Tropenwälder täglich schützen können. Helfen Sie zu verhindern, dass weiterhin 1/5 der gefällten Bäume in der Papierproduktion enden.

1. Nutzen Sie Recyclingpapier

Egal ob Druckerpapier, Notizblöcke oder Schulhefte - greifen Sie wenn möglich zu Recyclingprodukten anstatt zu Frischfaserpapier. Besonders bei Wegwerfartikeln wie Toilettenpapier oder Papiertaschentüchern ist es sinnvoll Produkte aus Recyclinpapier zu kaufen, damit keine Frischfasern direkt im Müll landen. Papierrecycling schont nicht nur den Wald, sondern spart auch jede Menge Energie, Wasser und CO2. Achten Sie beim Kauf auf den Blauen Engel. Er ist Deutschlands bekanntestes Umweltsiegel und garantiert für 100 Prozent Recyclingpapier! Wenn Sie nähere Informationen zu Siegeln im Papierbereich wünschen, werden Sie auf unserer Seite Umweltsiegel für Papier fündig.

Wer sich Gedanken über die Qualität von Recyclingpapier macht: Sie ist heutzutage gleichwertig zu der von Frischfaserpapier und auch die grauen Zeiten sind vorbei. Recyceltes Papier gibt es in verschiedenen Weiße-Graden. Wobei die Devise gilt: Nur so weiß wie nötig, denn für eine höhere Weiße ist eine aufwändigere Faserreinigung mit zum Teil höherem Energie- und Wassereinsatz nötig.

 

2. Drucken Sie weniger aus

Überlegen Sie sich, ob Sie dieses oder jenes Dokument wirklich ausdrucken müssen. Vielleicht reicht es auch, einen Text, ein Bild oder eine Tabelle digital vorliegen zu haben. Denn so können Sie das Dokument auch besonders einfach mit anderen teilen oder sicher ablegen.

Wenn Sie etwas drucken, dann möglich beidseitig. Einseitig bedruckte Blätter taugen noch prima als Notizzettel: Schneiden Sie sie einfach ein paar Mal durch bis auf die gewünschte Größe und legen Sie sie in ein kleines Kästchen. Schon haben Sie immer einen Einkaufszettel zur Hand. Sie können sogar Schreib- und Notizblöcke mit ganz einfachen Mitteln herstellen.

3. Weniger Müll im Briefkasten

Sie haben jede Woche nervige Werbung im Briefkasten, die sowieso direkt im Papiermüll landet? Dann lassen Sie sich in die sogenannte „Robinson-Liste“ eintragen und erhalten keine unerwünschten Werbebriefe mehr (mehr dazu unter www.ichhabediewahl.de). Bringen Sie zusätzlich noch den Hinweis „Bitte keine Werbung!“ am Briefkasten an. Nutzen Sie dafür gerne den OroVerde-Briekkastenaufkleber, den Sie sich selbst ausdrucken, oder direkt bestellen können.

4. Erhöhen Sie die Recyclingqoute von Papier

Wussten Sie schon, dass nicht alle Papierprodukte ins Altpapier gehören? Fettige Pizzakartons oder benutzte Taschentücher können nicht recycelt werden und müssen daher im Restmüll entsorgt werden. Machen Sie es den Recyclingbetrieben leicht - indem Sie auf die richtige Trennung von Papier- und Restmüll achten und so den Recyclingprozess vereinfachen. Genauere Infos, welche Papierprodukte in welche Mülltonne gehören, erhalten Sie auf unserer Papier-Seite.

5. Zeitungen, Bücher und Kataloge teilen oder weitergeben

Sie erhalten per Post noch Kataloge, in die Sie meistens sowieso keinen Blick werfen? Dann bestellen Sie diese einfach ab oder teilen Sie sie mit anderen. Auch Zeitungs- und Zeitschriftenabos können Sie mit Ihrer Nachbarschaft, der Familie oder dem Freundeskreis teilen. Das spart neben Papier auch noch Geld! Ausgelesene Bücher, die Sie nicht behalten möchten, können Sie verkaufen oder verschenken (z.B.  durch einen Bücherschrank).

Holen Sie sich einen Büchereiausweis, wenn Sie gerne lesen. Es gibt dort neben Büchern meist ein großes Angebot an Spielen, CDs, DVDs, Zeitschriften und Online-Medien auf die Sie mit dem Ausweis zugreifen können. Der jährliche Beitrag ist überschaubar und für Kinder ist das Angbeot in vielen Städten sogar kostenlos.

6. Vermeiden Sie Verpackungsmüll

Der Onlinehandel ist einer der größten Papiermüllproduzenten in Deutschland. Wenn Sie vor Ort einkaufen unterstützen Sie nicht nur den lokalen Handel sondern Sie sparen auch jede Menge Papier in Form von Verpackungsmüll. Mittlerweile gibt es auch einige Online-Versandhändler, die Lieferungen im Mehrwegbehälter anbieten, wie z.B. der ökologische Bürobedarf-Versand Memo.

Sie haben noch Versand- oder Schuhkartons zu Hause? Diese können Sie zum Beispiel für Ihr nächstes Paket weiterverwenden, als Geschenkverpackung nutzen oder zum Lagern von Weihnachtsdeko oder ähnlichem.

7. Motivieren Sie Ihr Umfeld

Viele Menschen wissen gar nicht, wie ihr Papierverbrauch die Wälder weltweit zerstört. Bringen Sie das Thema auf den Tisch und teilen Sie zum Beispiel diese Liste mit Ihren Freunden und Bekannten, um sie zu einem regenwaldschonenden Papierverbrauch zu motivieren.

Auch im Job kann ein sparsamer Papierverbrauch einiges ausrichten und hat auch noch einen positiven Nebeneffekt - die Firma spart Geld. Thematisieren Sie weitere Ideen wie den Umstieg auf Recyclingpapier bei Ihrem Arbeitgeber oder entwickeln Sie im Team Lösungsansätze für einen nachhaltigeren Verbrauch, der die Umwelt und den Geldbeutel schont.

8. Müssen Pappteller und Einwegbesteck wirklich sein?

Zum Picknick oder einer Gartenparty steuern die meisten Gäste ganz selbstverständlich etwas fürs Buffet bei. Wäre es nicht toll, wenn jeder genauso selbstverständlich auch für eigenes Geschirr sorgen würde? Denn statt danach haufenweise Einwegbecher und Pappgeschirr zu entsorgen, kann jeder ohne viel Aufwand auch einen Teller, Besteck und ein Glas mitbringen. Und schmeckt ein Getränk aus einem richtigen Glas nicht sowieso viel besser als aus einem Papp- oder Plastikbecher? Wenn Sie genauer überlegen, werden Sie feststellen, dass viele Wegwerfartikel eigentlich völlig unnötig sind, denn sie haben ein langlebiges Gegenstück.

Wiederverwendbare Gegenstände
Wegwerfartikel

Campinggeschirr

Pappteller und Einwegbesteck

To-Go-Becher

Thermobecher, Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl

Stofftaschen oder Körbe

Papier oder Plastiktüten

Stofftaschentücher und -servietten

Papiertaschentücher und - servietten

Brotdosen

Butterbrotpapier, Alufolie, Plastikbeutel

Dauerfilter (Metall oder Keramik)

Papierfilter (Tee oder Kaffee)

Schwämme oder waschbare Küchentücher

Küchenrolle

9. Nutzen Sie Ihre Macht als Kund*in

Die Meinung ihrer Kund*innen und eine positive Außenwirkung ist den meisten Unternehmen sehr wichtig. Fragen Sie bei Verlagen oder Zeitungsdruckereien nach, ob (oder warum nicht) Recyclingpapier eingesetzt wird. Je mehr Menschen sich melden und Fragen zu den Produkten oder Herstellungsmethoden stellen, desto präsenter werden diese Themen auch in den Unternehmen.

10. Upcycling – werden Sie kreativ

Mit Upcycling lassen sich manch ungenutzte Druckerzeugnisse auch kreativ „zweckentfremden“. So werden Kalenderblätter, alte Landkarten oder ausgelesene Zeitschriften schnell zu Geschenkverpackungen oder Briefumschlägen. Mit etwas mehr Aufwand lassen sich auch Schalen, Schmuck oder kleine Dekoartikel für Ostern oder Weihnachten aus bunten Papierresten herstellen. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und im Internet finden Sie zahlreiche Ideen. Legen Sie einfach los.

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Fotonachweis: OroVerde (Titel, Blauer Engel, gebastelte Schale, Briefkastenaufkleber),  OroVerde - S.Lauffer (Zeitungsstapel), OroVerde - H. Mennigen (Geschenke), pxhere.com (Drucker, Kleiderstange, Wegweiser, Fragezeichen im Wald), Jannis Hagels (Papagei-Button)