Alalapadu Gemeinde in Suriname

Im Einklang mit der Natur leben

Indigene Gemeinden Surinames nachhaltig stärken

Suriname ist eines der waldreichsten Länder der Erde. Sehr viele der Waldgebiete sind noch gänzlich unberührt und unglaublich artenreich. Durch Abholzung und die Vergiftung der Flüsse durch illegale Goldminen sind die noch intakten Ökosysteme jedoch massiv bedroht. Mit Ihrer Unterstützung wollen wir von OroVerde den indigenen Trio und Wajana dabei helfen, gegen die Bedrohung vorzugehen!

Illegale Holzfäller und Wilderei vernichten den Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Goldminen fressen sich tief in den kostbaren Wald hinein. Diese Entwicklung gefährdet auch die indigenen Gemeinden der Trio und Wajana, tief im Amazonasgebiet im Süden Surinames. Denn die Lebensgrundlage der indigenen Stämme fußt auf den noch intakten Regenwäldern. Dennoch ist ihr auf die Zukunft des Waldes sehr begrenzt.

Unser Ziel: Den Einfluss der Gemeinden stärken

Die indigenen Gemeinden Surinames haben bereits wichtige Schritte unternommen, um ihre Selbstverwaltung und damit den Schutz des Regenwalds zu stärken. Die Organisation der indigenen Völker in Suriname (OIS) hat zusammen mit verschiedenen Umweltschutzorganisationen eine Erklärung erarbeitet und unterzeichnet, mit der sich die Gemeinschaften dazu verpflichten, ihren Wald zu schützen. Zugleich stellen sie klare Forderungen, dass rund 7,2 Millionen Hektar unberührter Tropenwald in Südsuriname geschützt werden müssen. Diese Erklärung der indigenen Völker Surinames hat keine rechtliche Verbindlichkeit, wird aber vom Staat respektiert. In der reformierten Version des Naturschutzgesetzes, die 2020 in Kraft trat, ist ein Co-Management von Staat und indigenen Gemeinschaften vorgesehen – ein großartiger Schritt für die Rechte von Indigenen.

Spenden Sie

für den Regenwald-Schutz in Suriname

EUR

Hohe Biodiversität

Eine Zählung aus dem Jahr 2012 ergab folgendes Ergebnis:

  • 192 Säugetierarten
  • 102 Amphibienarten
  • 175 Reptilienarten
  • 730 Vogelarten
  • 450 Süßwasserfischarten

Im Jahre 2016 wurden sogar 6.044 höhere Pflanzenarten verzeichnet.

Ein selbst bestimmtes Leben mit nachhaltigen Einkommen durch Paranussöl und Zierfischfang

Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, für die indigene Bevölkerung alternative, nachhaltige Einkommensmöglichkeiten zu schaffen, die es ihnen ermöglicht, selbstbestimmt zu leben und gleichzeitig zur Entwicklung der Gemeinden beizutragen. Dafür wird in der Gemeinde Alalapadu eine bereits gegründete wirtschaftliche Initiative zur Produktion von Paranussöl fortgebildet. Da Paranussbäume nicht auf Plantagen wachsen, sondern nur wild im Regenwald, ist das Interesse der Menschen sehr hoch, dass der Wald intakt und gesund bleibt. Das produzierte Öl wird vermarktet und verkauft, und schafft so ein Einkommen von dem die produzierenden Familien im Einklang mit der Natur leben können.

In der Gemeinde Tepu wird eine Initiative neu gegründet, die sich auf den nachhaltigen Fang und Handel von Zierfischen spezialisiert, um den Fischreichtum dauerhaft zu erhalten Die Teilnehmer*innen erhalten spezielle Schulungen zum Fang und der Pflege der Fische. Nach Möglichkeit werden die Fische nur aus Tümpeln gefangen, die nach Überschwemmungen im Wald entstanden sind und mit der Zeit langsam austrocknen. Zudem werden Regeln zu Schonzeiten, Fangquoten etc. erarbeitet.

Das Ziel

Das Projekt bietet uns die Möglichkeit, ein noch fast unberührtes Stück Regenwald gemeinsam zu schützen. Wir unterstützen die indigene Bevölkerung auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen lokalen Entwicklung und bei der Selbstverwaltung dieses einmaligen Ortes tief im Amazonas-Regenwald.

Material und Technik

Spenden Sie 20 Euro für Beamer, Stifte, Karten etc. für die Workshops, in denen die Menschen gemeinschaftlich das Naturschutzabkommen erarbeiten.

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Auf den Flüssen

Ihre Spende über 100 Euro trägt zur Anschaffung eines kleinen Bootes bei, mit dem die Ranger*innen prüfen können, dass die Fische nur nachhaltig gefangen werden.

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Paranussöl-Produktion

Mit Ihrer Spende von 50 Euro unterstützen Sie die indigene Initiative bei der nachhaltigen Verarbeitung und Vermarktung des Paranussöls. Die Paranüsse wachsen wild im Regenwald.

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Projektpartner

Conservation International Suriname (CIS) ist eine Organisation mit langer Erfahrung in der Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden, Regierungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen. Ebenso werden sie durch internationale wissenschaftliche Projekte sowie durch öffentliche Mittel unterstützt. CIS wurde am 29. Dezember 1992 als Stiftung nach surinamischem Recht gegründet und am 18. Januar 1993 offiziell registriert. Das Ziel von CIS ist es, Surinames Platz als das grünste Land der Erde durch ihre Amazonien- und ihre Klimastrategie zu erhalten. Durch Training und Einbindung der lokalen Gemeinden, als Verwalter des Waldes, arbeitet CIS daran, den Zugang zu nachhaltigem Lebensunterhalt zu verbessern und die Artenvielfalt zu erhalten; besonders in den Ökosystemen, die für gefährdete Gruppen wie die indigene Bevölkerung wichtig sind. CIS glaubt, dass soziales und wirtschaftliches Wachstum in Suriname erreicht werden kann, ohne die Umwelt zu gefährden. Angesichts des natürlichen Reichtums von Suriname unterstützen sie eine nationale Strategie der inklusiven und nachhaltigen Entwicklung.

Noch Fragen zum Projekt?
Melissa Brosig
Ihre Ansprechpartnerin für das Projekt "Im Einklang mit der Natur leben"
Tel: 0228 24290-64
E-Mail: mbrosig@oroverde.de

Fotonachweis: Conservation International-Suriname (Header-Bild, alle Slider-Bilder)