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Gottesanbeterin

© T. Wiersberg

 

Gottesanbeterin

 

Ordnung:      
Die Fangschrecken oder Gottesanbeterinnen sind eine Ordnung der Insekten und gehören zu den Fluginsekten. Sie teilen sich in acht Familien mit insgesamt rund 2150 Arten auf. Damit bilden sie unter den Insekten, die fast eine Million Arten umfassen, nur eine sehr kleine Gruppe.

Familie:
Die Familie der Gottesanbeterin - der Wissenschaftliche Name ist Mantodea.Die Gottesanbeterin hat ihren Namen von ihrer Körperhaltung. Sie hat ihre Vorderbeine oft angewinkelt; das sieht aus, als würde sie beten.

Verbreitung/Lebensraum:
Gottesanbeterinnen kommen hauptsächlich in den Tropen- und Subtropen vor. Nur die Europäische Gottesanbeterin lebt hier im Mittelmeerraum und sogar in Süddeutschland soll es welche geben. Sie leben vorwiegend in Sträuchern, in denen sie durch ihre perfekte Tarnung kaum auffallen. Da sie es gerne sehr warm mögen, findet man sie auch oft auf Steinen an sonnigen Hügeln.

Aussehen:
Der Körper der Gottesanbeterin ist länglich gebaut. Die feinen Körperteile erinnern an Gras- oder Strohhalme. Sie können bis zu acht Zentimeter groß werden, wobei die Weibchen deutlich größer als die Männchen sind. Am auffälligsten sind wohl ihre im Verhältnis zum Körper großen, gefalteten Vorderbeine, die fast immer nach oben gerichtet sind. Dieser Haltung verdankt sie auch ihren Namen. Mit ihren zwei Beinpaaren am Hinterleib, bewegen sie sich fort. Auch das Flügelpaar sitzt am Hinterleib, allerdings werden die Flügel kaum gebraucht. Der dreieckige, gut drehbare Kopf mit den beiden riesigen Facettenaugen an den Seiten, ist ein weiteres typisches Merkmal dieser Tiere. Gottesanbeterinnen sind durch ihre Körperfarbe gut getarnt, manchmal sind sie grasgrün, manchmal eher gelbbraun wie Stroh.

Ernährung:
Trotz ihres anmutigen Aussehens, darf man nicht vergessen, dass Gottesanbeterinnen zu den Fangschrecken gehören. Sie sind Lauerjäger und können über Stunden bewegungslos verharren, zudem sind sie perfekt getarnt. Daher kommt die Beute oft dicht an sie heran, ohne es zu merken. Blitzschnell fährt die Gottesanbeterin dann ihre Fangarme aus und packt sich das Tier. Durch die Zacken und Dornen wird der Griff noch verstärkt. Sie sind reine Fleischfresser. Die kleineren Arten ernähren sich von größeren Insekten, die großen Vertreter der Fangschrecken können sogar kleine Wirbeltiere, wie Eidechsen, Jungvögel und kleine Schlangen erbeuten.

Vermehrung:
Die Paarung ist immer gefährlich für das Männchen, da es nicht selten passiert, dass das Weibchen das Männchen nach der Paarung- oder sogar schon währenddessen- frisst. Daher nähert es sich auch vorsichtig von hinten und springt dann zügig auf das Weibchen auf. Das kann einige Stunden dauern. Wenn das Weibchen sehr hungrig ist, wird nun auch schon der Kopf des Männchens verspeist.
Nach einigen Tagen oder einigen Wochen, je nachdem wie gut genährt das Weibchen ist, legen die Weibchen die Eier. Die Eier werden immer in größeren geschützten Eipaketen abgelegt. Nach einiger Zeit schlüpfen nun die Larven. Nach mehreren Häutungen, haben die Tiere die Erwachsenengröße erreicht.Gottesanbeterinnen können bis zu einem Jahr alt werden.

Besonderes:
Die Gottesanbeterin hat die Menschen schon immer fasziniert, so spielt sie in Afrika in etlichen Mythen eine Rolle und im Kung Fu - der asiatischen Kampfkunst- gibt es sogar eine bestimmte Bewegung, die nach ihr benannt sein soll. Gottesanbieterinnen stehen in Deutschland auf der „Roten-Liste“, das heißt, sie werden streng geschützt, da sie vom Aussterben bedroht sind.