Quetzal - Göttervogel und Nationalwährung Guatemalas ©Konrad Wothe

Quetzal

Die Federschlange der Lüfte

Es ist 5:00 Uhr morgens und wir bahnen uns den Weg durch das Dickicht der Bergnebelwälder in der Gebirgskette Sierra de las Minas, Guatemala. Von befestigten Wegen fehlt jede Spur - wir müssen geradewegs mitten durch das Unterholz, begleitet von einer schier unzähligen Masse an Moskitos, die uns gar nicht mehr loslassen wollen. Auf etwa 2.650 m Höhe machen wir uns auf die Suche nach dem Quetzal, dem "Göttervogel", wie der Nationalvogel Guatemalas auch genannt wird. Eines seiner charakteristischen Merkmale: das schillernd rote und grüne Gefieder. Die Männchen punkten zusätzlich noch mit einer Schwanzfeder, die bis zu 100 cm lang werden kann!

Auf dieser Regenwald-Expedition soll für die OroVerde-Mitarbeiterinnen Linda Rohnstock und Anna Hömberg ein lang gehegter Wunsch wahrwerden. Den Schlüssel zum Erfolg sollten zwei Experten der Partnerorganisation in Guatemala liefern, die genau wissen, wo sie nach dieser faszinierenden Vogelart suchen müssen. Und es dauert keine 30 Minuten schon ist in der Ferne der typische Ruf des Quetzals zu hören!

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Der Ruf ist oft das erste, was man vom Göttervogel bemerkt: Für europäische Ohren klingt das Kiu Kiu Kiu eher nach dem Quaken einer Truthahnart als nach einem majestätischen Vogel. Während der Paarungszeit gibt der männliche Quetzal sein Bestes, ein Weibchen für sich zu gewinnen und führt atemberaubende Balzflüge vor. Wild rufend fliegt der Quetzal dazu über die Baumwipfel, sein prächtiger Federschweif bewegt sich dabei wellenförmig. Diese spektakulären Flüge ließen z. B. die Mayas glaubten, dass es sich bei dem bunten Vogel um einen „Boten zwischen Himmel und Erde“ handeln musste und sein Ruf als „Göttervogel“ wurde geboren. 

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Wir hatten das Glück gleich zwei Quetzals zu entdecken: ein Männchen und ein Weibchen. Besonders im Flug sind die tollen Schwanzfedern des Männchens zu bestaunen. Wir schafften es nah heran, aber immer wieder versperrten uns Lianen und Unterholz den Weg. Der schillernd bunte Vogel weiß eben wie er sich in den uralten Bäumen des Bergnebelwaldes verstecken kann.

                   Linda Rohnstock, Mitarbeiterin internationale Projekte

Schon gewusst?
  • Bei den Mayas wurde der Quetzal als Göttervogel verehrt, der Glück bringen sollte. Die langen Schwanzfedern nutzten die Herrscher als Kopfschmuck. Dazu fing man die Vögel, riss ihnen die Federn aus (die zum Glück wieder nachwuchsen). Danach entließ man die Tiere wieder in die Freiheit. Wer es wagte einen Quetzal zu töten, musste mit der Todesstrafe rechnen.
  • Die Schwanzfedern des Männchen sind so lang (bis zu 100 cm), dass er sie aus der Nisthöhle heraushängen lassen muss. 
  • Die Hauptnahrung sind die Früchte eines wild wachsenden Avocadobaumes. Die Kerne würgt der Vogel später wieder aus und sorgt so auch für die Verbreitung dieser Baumart.
  • In der Brutzeit versorgen die Eltern die Jungtiere anfangs vor allem mit kleinen Insekten oder Fröschen
  • Alt bevorzugt: Verfallende Baumstämme von Regenwaldriesen, die noch aufrecht stehen und einen kleinen Hohlraum bieten, sind besonders beliebt beim Quetzal. Der Hohlraum dient dann als Nisthöhle für die Aufzucht der jungen Vögel.  
  • Der Göttervogel ist Namenspate für die Nationalwährung Guatemalas, den Quetzal.

Neben der Zerstörung des Lebensraumes durch Entwaldung macht der Klimawandel auch vor dem Quetzal nicht halt: Laut einer wissenschaftlichen Studie ist der Wettbewerb zwischen dem Fischertukan und dem Quetzal um gute Nisthöhlen in Monteverde (Costa Rica) auf den Klimwandel zurückzuführen. Die Tukane dringen immer mehr in die entlegenen Bergregionen vor, die früher nicht als Nistplätze für sie in Frage kamen. Somit stehen sie in direkter Konkurrenz zu den Quetzals, da beide besonders gerne in alten, morschen Baumstämmen nisten.

Höchste Zeit also zu handeln! Und dabei spielt das OroVerde-Projektgebiet, die Kernzone des Schutzgebietes Sierra de las Minas in Guatemala, eine besonders wichtige Rolle, wenn es um die Verbreitung des seltenen Quetzals geht: Es ist das weltweit größte zusammenhängende Gebiet, in dem dieser Vogel noch vorkommt. Helfen Sie mit, diesen Lebensraum zu erhalten.

Fotonachweis: K. Wothe (Alle Quetzal-Fotos, Käfer)

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