Hausgarten

Erfolgreich beendet: Projekt in Guatemala zum Regenwald- und Wasserschutz

Gemeinsam mit seinen lokalen Partnern hat OroVerde in nur drei Jahren den Schutz der Regenwälder und die Lebensbedingungen im Nationalpark Sierra del Lacandón langfristig verbessert. Der Schutz und die Regenerierung von Regenwäldern, der Bau einer Wasserversorgung und eine bunte Vielfalt an Umweltbildungsmaßnahmen bildeten die drei großen Säulen dieses erfolgreichen Projektes im Norden Guatemalas.

Immer weniger bewaldete Flächen, schlechter Zugang zu oft verschmutztem Wasser sowie Wassermangel in den trockenen Monaten. Das waren die Ausgangsbedingungen in den Gemeinden Poza Azul und Villa Hermosa im Nationalpark Sierra del Lacandón zu Projektbeginn. Es war dringend notwendig, diese Situation zu verbessern.

Eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingung der Familien und des Zustands der Regenwälder waren hohe, aber nicht unerreichbare Ziele. Umgesetzt wurden sie in einem dreijährigen Projekt, das OroVerde mit finanziellen Mitteln des Bundesentwicklungsministeriums BMZ und zahlreichen Spenden im Jahr 2014 startete. Mit dem jetzigen Ende des Projektes können sich die Erfolge sehen lassen.

Gemeinsam Regenwald regenerieren und Lebensbedingungen verbessern

Alle Projektteilnehmer, die Familien eingeschlossen, regenerierten insgesamt 27 Hektar degradierte Wälder mit einheimischen Baumarten und legten 70 Hektar biodiverse Agroforstsysteme im Gebiet der Wasserquellen in Gemeinschaftsarbeit an. Die Gemeinden Poza Azul und Villa Hermosa schützen aktiv jetzt und in Zukunft diese Flächen sowie zusätzlich 45 Hektar bestehende Regenwälder.

Eine große Verbesserung für die Lebensbedingungen der Familien war auch die Errichtung der Wasserversorgung mit Brunnen, Wassertanks und Verteilersystemen. Nun haben alle 472 Haushalte einen eigenen Wasseranschluss, der sie mit ausreichend sauberem Wasser versorgt. Dadurch fallen die langen Transportwege zu den Flüssen und Lagunen weg, die zuvor oft von Frauen und Kindern zurückgelegt wurden.

Sehr erfolgreich arbeiten auch die neu eingerichteten Wasserkomitees der beiden Gemeinden. Im Projekt lernten sie, die Wasserversorgung selbstständig instand zu halten und zu verwalten. Eine ihrer Tätigkeiten besteht nun darin, die Wassergebühr einzusammeln. Sie wird monatlich erhoben und von den Familien gern bezahlt wird, wenn dafür das Wasser immer fließt.

Umweltbildung ist wichtig! Verschmutzung der Lagunen zukünftig verhindern

Ein eigens eingerichteter Waldlehrpfad ist vor allem für die jüngeren Generationen besonders interessant. Er vermittelt Ihnen die Wichtigkeit der Wälder, speziell für den Wasserhaushalt. Hautnah erkunden Schüler und Gemeindevertreter welche Bedeutung Wasser für ihre direkte Umgebung hat. Während des Projektes besuchten Schüler und Lehrer die Lehrpfade bereits mehrere Male. Weitere regelmäßige Besuche sind geplant.

Ein weiteres Problem vor Projektbeginn war die Verschmutzung der Flüsse und Lagunen in den Gemeinden. Der lokalen Bevölkerung waren die Auswirkungen auf ihre Lebensbedingungen nicht bewusst. Das hat sich durch Umweltbildungsmaßnahmen, die ein Kernaspekt des Vorhabens waren, geändern.  

Insgesamt haben bis Projekteende rund 600 Personen (u.a. Schüler, Lehrer) an Schulungen, Aktivitäten und Austauschtreffen teilgenommen, die sie für die Vermeidung und richtige Entsorgung von Abfällen, das Thema Hygiene, die wichtige Beziehung von Wald und Wasser, sowie die Nutzung und Instandhaltung von Latrinen sensibilisierten. Organische Abfälle werden nun als Kompost verwendet. Mehr als 200 Hausgärten legten Familien für diese Verwertung der Abfälle an. Handgefertigte Hinweisschilder, auf denen die Schutzwälder gekennzeichnet sind, um den Gewässeschutz gebeten und auf die Vermeidung der unkontrollierten Müllentsorgung gedeutet wird, sind nun zahlreich in den Gemeinden zu finden. Schüler haben sich an der Erstellung der Schilder mit großer Begeisterung beteiligt und sie mit ihren Ideen selbst gestaltet, gebaut und bemalt.

Am Ende der drei Projektjahre waren die beiden Gemeinden Poza Azul und Villa Hermosa überaus glücklich über die erreichten Erfolge und danken vor allem auch den Spendern von OroVerde für ihre Unterstützung.

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