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WasserWald: Fortschritte in der Dominikanischen Republik

Mit erstaunlichen Neuigkeiten kehrte Torsten Klimpel, Leiter WasserwaldWald-Projekt, aus der Dominikanischen Republik zurück. In einigen Bereichen ist das Projekt seinem Zeitplan voraus.

 

Torsten Klimpel (3.v.l.) war zugegen, als Kooperationsverträge zwischen verschieden Organisationen wie Universitäten, NGOs und Produzentenvereinigungen in Anwesenheit von Pressevertretern unterzeichnet wurden.

Der Workshop zu Lobbystrategien des mexikanischen Gutachtes fand an einem schwülwarmen Tag in Mao zu Beginn dieses Jahres statt. Das Wetter hatte jedoch keinen Einfluss auf die Teilnehmer des Workshops. Sie feilten motiviert und engagiert an einer neuen Strategie. Dazu zählte auch wie die Akteure aus dem Bananensektor, die einen Großteil der Wasserressourcen aus dem Gebiet nutzen, sich an der Zahlung für ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in den Gemeinden des oberen Wassereinzugsgebietes beteiligen. „Es mag sein, dass die Bananen alle biozertifiziert sind, jedoch ändert das nichts an der Tatsache, dass diese einen enormen Wasserverbrauch haben und für die Wasserknappheit in dem Gebiet mitverantwortlich sind", berichtete Klimpel.

Die gesamte Dienstreise war vollgepackt mit Treffen, Besuchen in den Gemeinden sowie vielen Diskussionen mit dem Projektteam. In der ersten Woche war Klimpel ausschließlich für das Vermarktungsprojekt von Kakao und Kaffee unterwegs. Währenddessen führte er Gespräche mit zwei Gruppen, die eine Kakao beziehungsweise eine Kaffeekooperative gründen möchten. Die Regenwald- Schokolade von OroVerde präsentierte Klimpel als Beispiel für eine erfolgreiche Vermarktung und war ein toller Motivationsschub für die Kleinbauern.

In der zweiten Woche war Klimpel mit einem Vertreter des Projektpartners Welthungerhilfe für ein weiteres Projekt zu ökosystembasierten Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in der Region unterwegs. Sie absolvierten einige Treffen in Santo Domingo sowie mit dem Botschafter, Vertretern des Sekretariats für den biologischen Korridor der Karibik (CBC) und mit Vertretern des Umweltministeriums. Dabei nahmen sie sich ausreichend Zeit, die Fortschritte und das Projektmanagement des WasserWald-Projekts vorzustellen. Insbesondere der Botschafter wurde intensiv informiert und interessierte sich sehr dafür, welche Fortschritte in den ersten beiden Projektjahren bereits in der Dominikanischen Republik erzielt worden sind.

Sehr interessant war der Projektbesuch in der Gemeinde Los Ramones. Dort sah sich Klimpel die Umsetzung der ersten ökosystembasierten Anpassungsmaßnahmen, sogenannte EbA-Maßnahmen, an und führte ein längeres Gespräch mit der Gemeinde. „Was mich sicher am meisten beeindruckt hat, ist die Entwicklung des Governance-Mechanismus für das Wassereinzugsgebietsmanagement des Flusses Mao“, berichtet Klimpel. Es gebe schon ein Komitee aus verschieden Organisationen wie Universitäten, NGOs und Produzentenvereinigungen, welche sich regelmäßig treffen und in den kommenden Monaten die rechtlichen Statuten für den Mechanismus erarbeiten werden. Die ersten Kooperationsverträge wurden in Anwesenheit von Pressevertretern bereits unterzeichnet. Das Bedeutet für das Projekt: In der Dominikanischen Republik gibt es ähnlich wie in Mexiko mit dem Resilienz-Rat bereits schon ganz konkrete Strukturen für die Governance beziehungsweise Finanzierungsmechanismen. Damit hatte Klimpel eigentlich erst zu Projektende gerechnet. Ein schöner Erfolg! 

Das Projekt WasserWald arbeitet in vier Ländern über fünf Jahre hinweg mit dem Ziel, in vier Wassereinzugsgebieten Maßnahmen zur ökosystembasierten Anpassung an den Klimawandel zu erarbeiten. Dazu werden in der Dominikanischen Republik, Guatemala, Kuba und Mexiko Analysen von OroVerde sowie Projekt-Partner vor Ort gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung erstellt und Lösungen entwickelt.

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